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Kopernikusschule Lippstadt, Städtische Gemeinschaftshauptschule
„Crash-Kurs Deutsch“ - eine Klasse für Schülerinnen und Schüler ohne deutsche Sprachkenntnisse

Wie kann man Kindern, die ohne Deutschkenntnisse in die Bundesrepublik kommen, helfen, möglichst schnell in der Schule Anschluss zu finden? Die Kopernikusschule versucht dies mit dem vielversprechenden Projekt „Crash-Kurs-Deutsch“. Es handelt sich dabei um eine Sprachklasse, die für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und ohne deutsche Sprachkenntnisse eingerichtet wurde.

Die Kopernikusschule ist eine erweiterte Ganztagshauptschule, an deren Nachmittagsunterricht auch die Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungs- und Auffangklassen teilnehmen.

Ca. 30 bis 35 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ohne deutsche bzw. mit geringen deutschen Sprachkenntnissen besuchten im Schuljahr 2015/2016 eine der beiden Gruppen der Auffang- bzw. Vorbereitungsklasse. Bei den gemeinsam unterrichteten Kindern handelt es sich um Fünft- bis Zehntklässler. Vorrangiges Ziel der Sprachklasse ist das Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift. Aus diesem Grund umfasst der Deutschunterricht insgesamt 12 Wochenstunden.

Die Verweildauer der Kinder und Jugendlichen in der Sprachklasse soll max. 2 Jahre betragen, bevor sie in eine Regelklasse wechseln. Der Schwerpunkt der gesamten Unterrichtsarbeit liegt auf dem Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift. In Abhängigkeit der Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler beginnt der Unterricht mit dem Lese-Schreib-Lehrgang in der deutschen Sprache. Auch der sonstige Unterricht dient vorrangig dem Erlernen der deutschen Sprache. Außerdem werden die Kinder und Jugendlichen in Mathematik, Naturwissenschaften, Gesellschaftslehre, Sport und Kunst unterrichtet. Arbeitsstunden ermöglichen ihnen, Erlerntes zu vertiefen, anzuwenden und auf neue Sachverhalte zu übertragen. Dabei werden sie sowohl von Lehrkräften als auch von Ergänzungskräften, sogenannten Tandems,  begleitet. Bedingt durch die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler und beruhend auf den Erfahrungen der Lehrkräfte der letzten Schuljahre ist diese Form des Unterrichts, die aus einer Lehrkraft und einer Ergänzungskraft besteht, eine gute Unterstützung, um so individuell wie nötig die Sprachförderung zu gestalten. Diese Tandembildung ist jedoch nur durch zusätzliche Mitarbeiter möglich. Einige der Kinder benötigen eine intensivere Sprachbegleitung.

Die dadurch entstehenden Kosten können durch die Schule nicht getragen werden. Die Beschäftigung dieser Ergänzungskräfte ist ausführbar durch die Unterstützung der KARL BRÖCKER STIFTUNG.

Auch im kommenden Schuljahr 2016/2017 wird das Projekt fortgesetzt.

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