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„Opstapje“
Viele kleine Schritte für Chancengleichheit

Was wird aus den Kindern von Eltern, die in ihrer eigenen Biografie nie erlebt haben, wie wichtig es ist, mit Kinder zu spielen, zu reden, zu lachen, kurz: sich aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen? Wie kommen Kinder damit zurecht, wenn sie im Kindergarten Deutsch lernen, ihre Eltern zu Hause aber ausschließlich eine andere Sprache sprechen?

Die Karl Bröcker Stiftung fördert ein Projekt der Stadt Lippstadt und der Diakonie, das sich ein wichtiges Ziel gesetzt hat: gleiche Bildungs- und Entwicklungschancen für sozial benachteiligte Kinder. Die Idee zum Projekt „Opstapje“ stammt aus den Niederlanden: Opstapje bedeutet „Schritt für Schritt“. Es bietet spielerische Frühförderung und Sprachentwicklung für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern und Migrantenfamilien. Und es bietet Hilfe, Beratung und Anregungen für die Eltern.

Das Programm begleitet Familien mit Kindern vom 18. Lebensmonat bis zum Kindergarten. Einmal pro Woche sucht eine geschulte Hausbesucherin die Familie auf: zu Hause, in der vertrauten Umgebung. Die Kinder werden sicherer und selbstständiger, sie finden motorisch und sprachlich den Anschluss an ihre Altersklasse, Eltern und Kinder sprechen und spielen miteinander – und zwar ruhig auch in der Sprache ihrer ursprünglichen Heimat. Denn wichtig ist, dass die Familie einfach so funktioniert, wie es selbstverständlich sein sollte: Ein kleines Mädchen zieht ein Bilderbuch aus dem Regal, das es sich mit der Mutter gemeinsam ansehen möchte. Die Mutter nimmt das Kind auf den Schoß, beide blättern das Buch durch, und die Mutter erzählt …

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