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Patenschaft
Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern
Damit Kinder Kinder sein dürfen

Eine psychische Erkrankung stellt für eine Familie eine sehr belastende und krisenhafte Lebenssituation dar. Die erkrankten Eltern können ihre Rolle nur zeitweise und mit Einschränkungen erfüllen. Sie sind durch ihre Krankheit stark belastet. Hierdurch sind sie kaum in der Lage, ihrem Kind Zuwendung und Verlässlichkeit, Regeln, Anregungen und einen strukturierten Tagesablauf zu vermitteln.

Was bedeutet das für diese Kinder? Sie sind verunsichert, entwickeln Ängste, Schuld- und Schamgefühle – und übernehmen häufig die Rolle der Eltern. Eine Aufgabe, die sie heillos überfordert. Wenn Eltern eine seelische Krise durchleben, brauchen vor allem auch ihre Kinder Hilfe. Jemanden, mit dem sie reden, aber auch einfach unbeschwert Spaß haben können und zu dem sie eine stabile, unbelastete, vertrauensvolle Beziehung aufbauen.

Die Karl Bröcker Stiftung finanziert gemeinsam mit der Dr. Arnold Hueck-Stiftung seit Oktober 2013 ein Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern in Lippstadt und näherer Umgebung. Geschulte, ehrenamtliche Paten unterstützen die Kinder und werden dabei professionell begleitet. Als feste und zuverlässige Bezugsperson außerhalb des Elternhauses bieten die Paten den Kindern Schutz und Entlastung in ihrer schweren familiären Situation – bevor die Kinder Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Dabei entscheiden sich die Kinder, Eltern und Paten freiwillig und auf Basis gegenseitiger Sympathie für die langfristige Zusammenarbeit.

Das Patenschaftsprojekt wird von Mitarbeiterinnen der Ambulanten Jugendhilfe des SKM Lippstadt (Sozialdienst Katholischer Männer e. V.) geleitet und läuft zunächst für drei Jahre bis 2016.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Keil oder Frau Kampmann vom SKM Lippstadt:
www.skm-lippstadt.de