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Projekte

Kultur-Beutel

Werte zum Anfassen

Die Schule auf der Bult in Hannover ist das größte staatliche Förderzentrum mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in Niedersachsen. Vier Schulkassen mit insgesamt 45 Kindern und Jugendlichen nehmen hier mit Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung am Kultur-Beutel-Projekt teil, das Werte anschaulich und erlebbar macht und dabei Vielfalt, Kulturen und Ideen vernetzt. Die Mittel: Kunst, Reflexion und Spiel.

Demokratie, Gerechtigkeit, Solidarität: Die Kinder füllen diese zunächst abstrakt klingenden Werte mit Leben – ihrem ganz persönlichen Leben. In einem dreitägigen Basisworkshop ergründet jedes Kind sein eigenes Wertverständnis. Der Clou des Kultur-Beutel-Projekts: Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre individuellen Werte aus vielfältigen Materialien wie Holz, Draht, Glitzer, Pappe oder Pappmaschee selbst her. Ihre Werte-Kunstwerke stecken sie in durchsichtige Kultur-Beutel, die sie dann an die Zweige des „Kulturen verbindenden Wertebaums“ hängen. Seine Wurzeln sind die universellen Grundwerte. Am Stamm hängen die demokratischen Werte und an den Zweigen die individuellen Werte der Schülerinnen und Schüler – als Kunstwerke im Beutel.

So verbindet der Baum anschaulich Werte und Kulturen. Der Wertebaum wird dann in der Schule und an anderen Orten ausgestellt.

Auf die Ausstellung folgt eine mehrwöchige Intervention in Kleinteams: Die Kinder erproben den Umgang mit den Werten im Schulalltag. Die Kultur-Beutel machen die eigene Identität und die der anderen begreifbar, unterstützen Respekt und Wertschätzung, vermitteln Grundlagen demokratischen Zusammenlebens und Grundwerte: Familie, Liebe und Frieden, Verantwortung und Respekt, Rücksicht und Rechte. Das Projekt regt zu Perspektivwechseln an – was sind meine eigenen Werte, was die Werte meiner Mitmenschen? – und vermittelt Handlungs- und Lösungsstrategien für Konflikte im Alltag. Konkret und kreativ.

www.schule-auf-der-bult.de

Tastbücher für blinde und sehbehinderte Kinder

Wenn Finger auf die Reise gehen …

„In dem Korb liegt ein kleines weißes Kätzchen mit weichem Kuschelfell.“ Bücher sind sinnliche Erlebnisse. Kinder tauchen mit allen Sinnen ein in Geschichten, Gefühle und Begegnungen. Das funktioniert nicht nur über die Augen, sondern auch mit Haut und Händen. Bücher inspirieren, fördern die Vorstellungskraft und stillen die kindliche Neugier, die Welt zu erforschen und zu verstehen. Und genau das leisten Tastbücher für blinde und sehbehinderte Kinder. Sie ermöglichen ihnen, mit den Fingerspitzen die ganze Welt zu erkunden – und lassen ihre Fantasie fliegen.

In Deutschland leben Schätzungen zufolge rund 10.000 blinde und sehbehinderte Kinder allein im Vorschulalter. Studierende des Faches Modell+Design der Technischen Universität Berlin haben acht Prototypen von Tastbüchern entwickelt. Speziell, damit blinde und sehbehinderte Kinder spielerisch die Welt der Architektur erkunden können: Sie begleiten eine Katze bei ihrem Ausflug über die Dächer der Stadt – und erkunden so unterschiedliche Dachformen. Sie reisen mit dem Finger nach Venedig. Und es gibt sogar ein ganzes Olympiastadion als Tastbuch zum Aufklappen. Taktile Erlebnisreisen für neugierige Finger!

Je nachdem, wie umfangreich ein solches Buch ist, liegen die Produktionskosten bei bis zu 200 Euro, denn jedes Buch wird meist in Handarbeit aus vielen originalgetreuen Materialien angefertigt. Spenden ermöglichen die Fertigung der Bücher.

Auch hier engagiert sich die Karl Bröcker Stiftung. Nach Kontaktaufnahme mit einer Kölner Förderschule mit Förderschwerpunkt Sehen hat die Stiftung fünf Tastbücher bestellt und der Schule übergeben. Dabei wählte die Schule selbst die geeigneten Bücher aus, um sie den Kindern in der Frühförderung zur Verfügung zu stellen. Die Freude war riesig!
www.dbsv.org

Für jedes Kind ein Buch!

Raus aus der Realität, rein in die Fantasie! Bücher nehmen Kinder mit an ferne Orte, lassen sie eintauchen in andere Zeiten, regen die Vorstellungskraft an, bilden – und trösten. Bücher können Freunde sein. Für die meisten Kinder in Deutschland ist das selbstverständlich. Für Kinder in Flüchtlingslagern ist dies unvorstellbarer Luxus: Bücher und die Chance auf Bildung.

Der Verein Zeltschule e. V, initiiert von Jacqueline Flory, baut Schulen in syrischen Flüchtlingslagern im Libanon und in Syrien. Zum fünfjährigen Jubiläum des Projekts wünschte sich der Verein ein Buch für jedes Kind in den Zeltschulen – und hat es mit Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung geschafft! „Wir müssen diesen Kindern Bücher geben, bevor ihnen jemand Waffen gibt!“, so die Überzeugung des Vereins.

Im libanesisch-syrischen Grenzgebiet leben Hunderttausende syrischer Flüchtlingskinder in großer Armut in provisorischen Zeltstädten. Millionen Flüchtlinge ziehen seit Jahren wie Gejagte durch ihr eigenes Land. Für die Kinder bedeutet das eine Kindheit ohne Zuhause, ohne Sicherheit, ohne Bildung. Die Generation, die nach dem Krieg ihr Land wieder aufbauen soll, wächst im Analphabetismus auf, ohne Perspektive und als leichte Opfer für extremistische Gruppierungen. Im Libanon dürfen erwachsene Syrerinnen und Syrer kein Geld verdienen. Um nicht zu verhungern, schicken viele von ihnen ihre Kinder zum Arbeiten, denn Kinderarbeit ist eine Grauzone, die nicht geahndet wird. Zeltschule e. V. unterstützt die Familien mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten, Kleidung und Feuerholz, damit die Kinder die Schulen in den Lagern besuchen können – um ihnen eine Perspektive für eine sichere und selbstbestimmte Zukunft zu schaffen. Bildung ist der Schlüssel.

www.zeltschule.org

Online-Beratungsplattform: Peer to Peer

Stoppt Cybermobbing!

Lukas Pohland aus Schwerte hat Cybermobbing erlebt. Als er selbst erst zwölf Jahre alt war, half er einer Mitschülerin, die gemobbt wurde – und wurde daraufhin selbst zur Zielscheibe von Beleidigungen und Angriffen im Internet. Mit 13 startete er eine Initiative gegen Cybermobbing, eine Telefon-Hotline, über die er Betroffene von seinem Kinderzimmer aus beriet. Mit 14 gründete er den Verein Cybermobbing-Hilfe, drehte Videospots, trat als Experte im Landtag und in Talkshows auf. Mit 16 initiiert er mit jungen Mitstreitern eine Online-Beratungsplattform: www.cybermobbing-hilfe.de.

Etwa jeder sechste junge Mensch zwischen 8 und 21 Jahren ist von Cybermobbing betroffen – hat also bereits die Erfahrung

gemacht, per Messenger oder in Netzwerken wie TikTok oder Instagram beleidigt oder bloßgestellt worden zu sein. Das vermeintlich anonyme Internet senkt die Hemmschwelle. Gleichzeitig verbreiten sich Cybermobbing-Attacken in Windeseile: 99 Prozent aller Teenager ab 14 Jahre besitzen ein Smartphone. Ein perfektes Verbreitungsmedium für eine perfide Art des Mobbings. Denn Cybermobbing-Attacken sind keine „Streiche“. Die Folgen für die Opfer können gravierend sein: Angst und Isolation, emotionale und psychische Probleme bis hin zu Essstörungen, Depressionen und Suizid.

Der erste und wichtigste Schritt: darüber reden! Auch wenn es Überwindung kostet.

Cybermobbing-Hilfe e. V. unterstützt Betroffene und betreibt Präventionsarbeit. Die professionelle Online-Beratung erweitert das Angebot des Vereins, um Kindern und Jugendlichen im ganzen Bundesgebiet schnell und unkompliziert Hilfe zu bieten. Die Betroffenen erhalten Betreuung, Beratung und Unterstützung von Gleichaltrigen – und das rund um die Uhr. Zehn Berater unterstützen. Sie hören zu, leisten erste Hilfe, machen Mut, vermitteln Hilfen, wenn Kinder und Jugendliche

schikaniert werden. Über Monate wurden die Berater in Workshops geschult. Die Hilfesuchenden sollen immer einen festen Ansprechpartner haben, der dann gut im Bild ist. Die Anmeldung der Nutzer kann anonym erfolgen Wer anfragt, bekommt innerhalb von 24 Stunden eine Antwort. Eine medienpädagogische Fachkraft ist zuständig für die professionelle Durchführung und Weiterentwicklung des Projektes, koordiniert, führt Präventionsangebote an Schulen durch und schult die ehrenamtlichen Mitarbeitenden – mit finanzieller Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung.

www.cybermobbing-hilfe.de

Soulbuddies e. V., Rat und Tat für Kinder und Jugendliche

Offene Sprechstunde am 08. Dezember 2021 von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr in Lippstadt

Die Soulbuddies e. V., Rheda-Wiedenbrück, sind ein gemeinnütziger Verein für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Beratung und pädagogische Hilfen.

Die Offene Sprechstunde richtet sich an Kinder und Jugendliche, die sich in einer akuten psycho-sozialen Problemsituation oder Krise befinden oder im Entscheidungsprozess hinsichtlich einer ambulanten Psychotherapie oder auf der Suche nach einem ambulanten Psychotherapieplatz sind.
Sie wird ausschließlich von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Pädagogen, Psychologen und Sozialpädagogen durchgeführt.
Am 13.10.2021 in der Zeit von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr findet die nächste Offene Sprechstunde in den Räumlichkeiten der Karl Bröcker Stiftung statt,  die einmal pro Monat in Lippstadt angeboten wird. Die Termine dazu findet Ihr auf der Website www.soulbuddies.net des Vereins Soulbuddies e. V., Rheda-Wiedenbrück. Eine Anmeldung dazu ist nicht zwingend erforderlich, wenn möglich jedoch erwünscht, um die Wartezeiten kurz zu halten.

Das Angebot ist kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym.

www.soulbuddies.net

Mit ins Leben gehen: Gelungene Kommunikation in Zeiten der Krise

Marte-Meo-Practitioner-Kurs

Mehr als 150 Kinder und Jugendliche mit kognitiven und Mehrfach-Beeinträchtigungen leben im Rüdesheimer Sankt Vinzenzstift in 14 Wohngruppen. Zwei Drittel von ihnen haben Verhaltens-, Bindungs- oder Traumafolgestörungen, die sich unter anderem in aggressivem Verhalten zeigen, auch gegen sich selbst. Ihre Biografien sind geprägt von Krankenhausaufenthalten, psychosozialen Belastungen in der Familie wie Sucht, Flucht, Migration, familiäre Gewalt, sexuelle Gewalt etc.

Viele von ihnen sind in ihren Kommunikationsmöglichkeiten eingeschränkt. Mimik und Gestik sind für sie in besonderem Maße elementare Bausteine gelingender Kommunikation. Denn dass Kommunikation, etwa in Pflegesituationen, gelingt, ist keineswegs selbstverständlich, wenn ein junger Mensch aufgrund seiner Beeinträchtigung und seiner Geschichte zum Beispiel körperliche Nähe nur schwer erträgt, zu selbst- und fremdverletzendem Verhalten neigt.

Die Corona-Pandemie verschärft die Problematik: Gewohnte Tagesabläufe und Kontakte haben sich massiv verändert. Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes macht es noch schwerer, Mimik zu entschlüsseln. Neue und angemessene Kommunikationswege für diese Kinder und Jugendlichen zu erschließen – trotz Corona: Das ist Ziel dieses Kurses, den die Karl Bröcker Stiftung fördert.

Mitarbeitende des Sankt Vincenzstifts werden in der Marte-Meo-Methode ausgebildet, einer Methode der Erziehungsberatung, die Videoaufzeichnungen zur Verhaltensbeobachtung und zum Lernen nutzt. Videocoaching sorgt für Aha-Effekte: Stärken werden erkannt und hervorgehoben. Und das wiederum schafft eine hohe Motivation, die vorhandenen Fähigkeiten zu erweitern, Neues zu lernen, die eigene Haltung zu stärken. Aus eigener Kraft.

In der täglichen Kommunikation mit den Kindern und Jugendlichen setzen die Mitarbeitenden dann Marte-Meo-Elemente ein, um Krisen zu vermeiden und positive Beziehungen aufzubauen. Ein freundliches Gesicht – auch übertrieben starke Mimik – und melodische Töne zählen dazu. Sie spiegeln und bestätigen den emotionalen Ausdruck des Gegenübers, vor allem in guten, gelingenden Situationen, um positives Verhalten zu bestärken, sprechen aber auch Unangenehmes an. Freude teilen, vorhersehbar sein, Informationen Schritt für Schritt vermitteln und das Tempo dem Gegenüber anpassen – und umgekehrt die Impulse und Gefühle des Gegenübers klar benennen, auf Augenhöhe agieren. Und, ganz wichtig: gemeinsam lachen.

www.st-vincenzstift.de

SkF Lippstadt e. V.: Mädelskram

Was dich bewegt

Im Wohngebiet am Rüsing in Lippstadt leben viele benachteiligte Familien, auch Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen prägen das Leben vieler Bewohnerinnen und Bewohner. Die verschiedenen kulturellen Prägungen spiegeln sich auch in der Erziehung wider. Tradierte Rollenzuschreibungen bedeuten für Mädchen häufig: Schule und Bildung werden weniger Bedeutung beigemessen, die Mädchen sollen sich um Haushalt, Geschwister und Angehörige kümmern. Da bleibt wenig Zeit für ein Hobby, für die Beschäftigung mit sich selbst und anderen Mädchen, für Unternehmungen mit Freundinnen – eben für „Mädelskram“.

Hier setzt das Angebot des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen e. V.) Lippstadt für Mädchen von 8 bis 12 und von 13 bis 18 Jahren an. Denn hier, im Bewohnerzentrum (BWZ) Am Rüsing, treffen sie sich in altersentsprechenden Gruppen. Sie finden ein offenes Ohr für ihre Bedürfnisse und Probleme, erfahren Zuwendung und Aufmerksamkeit, unternehmen Aktivitäten und Ausflüge und gestalten ihre Freizeit gemeinsam. Und es geht um ihre Themen: Ausbildung und berufliche Perspektiven, Zukunftswünsche, Schule, Freundinnen – kurz: alles, was sie bewegt. Hier finden sie einen geschützten Raum, um sich über geschlechtsspezifische Themen, Rollenbilder, Unsicherheiten und den eigenen Körper auszutauschen, über Zukunftswünsche, Träume und mögliche Schwierigkeiten durch frühe Heirat und finanzielle Abhängigkeiten – dabei berücksichtigt eine geschulte Begleiterin die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Mädchen.

www.skf-lippstadt.de

Stiftung Dianiño: Dianiño-Nannies

Kindsein trotz Diabetes

Kinderdiabetes kann jederzeit jedes Kind treffen – ohne große Vorwarnung bricht die Krankheit aus. Durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems zerstört der Körper selbst die insulinproduzierenden Betazellen. Die Ursache dieser unheilbaren Stoffwechselkrankheit ist ungeklärt.

Täglich kommen fünf bis sechs kleine Patienten hinzu, zunehmend Kinder unter fünf Jahren. Die Eltern können die Erkrankung weder verhindern noch trifft sie Schuld: Lebensumstände, Ernährung oder Gewicht sind nicht ursächlich für Kinderdiabetes.

Die Diagnose Diabetes Typ 1 verändert das Leben auf einen Schlag: regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers, Berechnung der Kohlenhydrate und der Insulinmenge, Spritzen des Insulins – und dazu soziale, psychische und alltägliche Probleme. Was für Erwachsene ein schwerer Schlag ist, kann für Kinder oder Jugendliche zur qualvollen seelischen Belastung werden – mit lebenslangen Auswirkungen.

Die Stiftung Dianiño hat das Ziel, Kinder und Jugendliche im Umgang mit der Krankheit zu stärken, um bestmögliche Voraussetzungen für eine selbstbewusste und glückliche Persönlichkeitsbildung zu schaffen. Dianiño hilft schnell, kostenlos und unkompliziert. Ein deutschlandweites Netzwerk von mehr als 250 ehrenamtlichen Dianiño-Nannies und -Nannos bietet Unterstützung nach der Diagnose und hilft in Krisen: Eine erfahrene Nanny unterstützt die Familie beim Einleben in die neue Situation, damit Eltern und Kinder schnell in einen „normalen“ Alltag mit der Erkrankung zurückfinden. Sie geht in Schule oder Kindergarten und führt dort auf das Kind zugeschnittene Diabetes-Schulungen durch. Und sie hilft vor allem in familiären Notsituationen wie Krankheit, Tod oder Trennung, um einer möglichen Diabetes-Entgleisung entgegenzuwirken.

Denn Typ 1 Diabetes birgt schwere körperliche Gefahren, wenn die Behandlung vernachlässigt wird.Gerade Jugendliche in der Pubertät haben große Probleme, die notwendige Therapie zu akzeptieren. Sie erleben bewusst, dass ihre Krankheit sie einschränkt und ihnen viel Selbstdisziplin abverlangt. Sie empfinden die Krankheit als Makel, fühlen sich als Außenseiter, entwickeln Schamgefühle sogar Freunden gegenüber und ziehen sich zurück, vereinsamen. Darum ist es so wichtig, Kinder und Jugendliche in ihrer Selbstständigkeit im Umgang mit der Erkrankung zu stärken. Eine Dianiño-Nanny hilft ihnen dabei, aus dieser schwierigen Phase herausfinden.

www.stiftung-dianino.de

 

Gruppenangebot für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien

Gemeinsam sind wir stark

Die Scheidungs- und Trennungsraten sind hoch. Hinter großen Zahlen verbergen sich Tausende Geschichten betroffener Kinder und Jugendlicher. Für sie bedeutet die Trennung eine erschütternde Erfahrung mit belastenden Gefühlen, die Entwicklung und schulischen Werdegang stark beeinflussen können. Eltern, die sich trennen, sind häufig so mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, dass sie nur schwer auf die Sorgen und Ängste ihrer Kinder eingehen können. Doch gerade die Kinder leiden massiv unter Trennungen. Sie brauchen Anregungen und Unterstützung, um mit der Veränderung zurechtzukommen. Raus aus Isolation, Sprachlosigkeit und Ohnmacht!

Der SkF (Sozialdienst katholischer Frauen e. V.) Recklinghausen unterstützt Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, deren Eltern sich trennen oder getrennt haben, in dieser schwierigen Phase mit einem Gruppenangebot.

Einmal wöchentlich treffen sich maximal acht Kinder unter der Leitung einer Diplom-Sozialpädagogin. Hier, in einem geschützten Raum, haben sie die Möglichkeit, sich miteinander über die zum Teil massive Umstellung in ihrem Leben auszutauschen. In vertraulicher Atmosphäre und mit fachlicher Unterstützung können sie gemeinsam nach Wegen suchen, die Trennung ihrer Eltern zu bewältigen – auf kindgerechte Art und Weise: in Rollen- und Bewegungsspielen, im offenen Austausch, mit Kreativangeboten. Begleitend finden zwei Elterntreffen statt, um die Eltern über das Vorgehen und die Inhalte der Kindergruppe zu informieren. Das Gruppenangebot entlastet die Kinder, hilft ihnen, neue Bewältigungsstrategien zu erlernen, fördert ihre Selbstwahrnehmung und stärkt ihre Kompetenzen – zum Beispiel im Umgang mit den eigenen Gefühlen.

Entspannungstraining

Sternstunden im Unterricht

Yoga und Meditation in der Schule? An der Don-Bosco-Schule Lippstadt, Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, gibt es regelmäßig entspannende „Sternstunden“ im Unterricht, gefördert durch die Karl Bröcker Stiftung.

Die Trainerin ist Power- und Kinder-Yogalehrerin, Entspannungstrainerin und Logopädin. Sie zeigt Schülern und Lehrern ihre speziell für Schulen konzipierten Yoga- und Entspannungsübungen, die sie in der Klasse ohne Aufwand durchführen können – direkt am Platz und ohne weitere Materialien wie Sitzkissen oder Matten. Entspannung spontan zwischen den Unterrichtseinheiten. Warum?

Immer mehr Kindern fällt es schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren – Bewegungsmangel und mediale Einflüsse machen sie unruhig. Gezielte Ruhe-, Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen helfen ihnen, Selbstwertgefühl und Konzentration zu stärken, zur Ruhe zu kommen, sich selbst – zum Beispiel ihre eigene Atmung – bewusster wahrzunehmen und Wohlbefinden zu erleben. Stilleübungen, ganz nah bei den eigenen Sinnen: So entdecken Kinder und Lehrende, dass es immer einen ruhigen Ort in ihnen selbst gibt, den sie jederzeit aufsuchen können.

Aber geht so nicht wertvolle Unterrichtszeit verloren? Klare Antwort: Nein! Sind die Techniken einmal gelernt, entsteht innerhalb weniger Minuten konzentrierte Ruhe in der Gruppe – ein beeindruckender Effekt. Klangschale, Bewegungsspiele, das Ansprechen aller Sinne, Bilder ausmalen, dabei Musik hören, leise Klaviertöne: Alle machen konzentriert mit. So entsteht in kurzer Zeit eine positive Lernatmosphäre. Die Kinder haben wieder mehr Kapazität, Lernstoff aufzunehmen. Und Kinder, die bei der Sache sind, geben auch der Lehrkraft Freiraum und Ruhe. Die investierte Zeit kommt letztendlich zurück.

Die Trainerin kommt zunächst selbst in den Unterricht, um die Sternstunden durchzuführen und die Lehrkräfte zu coachen, bis diese dann die Entspannung selbst anleiten können. Dabei hilft ihnen ein Ordner mit Übungen, Ritualen, Liedern und Materialien. Bei eventuellen Problemen steht Huiskamp weiterhin beratend zur Seite.

Und die Schüler? „Nicht aufhören!“, bittet ein Schüler am Ende der Sternstunde – übrigens einer, der sonst oft sagt, er finde Schule doof.

www.donboscoschule.de

Herzbrücke für ein gesundes Leben

Albertinen-Stiftung Hamburg

Die kleine Kayenat strahlt. Ein bisschen Angst hat sie vor ihrer Herzoperation – aber sie und ihre Eltern haben die rettende OP lange ersehnt: Denn sie ist Kayenats Start in ein gesundes Leben.

Jedes hundertste Kind kommt mit einem schweren Herzfehler zur Welt. In Kriegs- und Krisengebieten ohne ausreichende medizinische Infrastruktur ein Todesurteil. Besonders schwierig ist die Situation in Afghanistan: In dem kriegszerstörten Land haben bis zu 135.000 Kinder einen Herzfehler – doch ihre Familien sind in der Regel zu arm für eine lebensrettende Operation im Ausland.
Darum hat die Albertinen-Stiftung im Jahr 2005 gemeinsam mit dem Albertinen Herz- und Gefäßzentrum in Hamburg die „Herzbrücke“ ins Leben gerufen.

Fast 200 Kinder, die meisten von ihnen aus Afghanistan, sind seither in Hamburg operiert worden.Hamburger Ärzte und Pflegende stehen zudem im regen Austausch mit afghanischen Kollegen, um die medizinische Versorgung vor Ort zu verbessern. Seit 2017 werden Kinder, die zu klein oder zu schwach für die Reise nach Hamburg sind, in Kabul am French Medical Institute operiert. 120 Kinder waren es bisher, seit 2020 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung diese Operationen. Der afghanische Chirurg Dr. Najeebullah Bina stimmt sich eng mit Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß ab, dem Chefarzt der Herzchirurgie im Albertinen Krankenhaus und medizinischen Leiter der Herzbrücke, welche Kinder in Hamburg oder Kabul operiert werden. Parallel zur OP schulen Pflegekräfte die Eltern der Kinder.

Ob in Hamburg oder Kabul: Die Herzbrücke umfasst ein umfangreiches Netzwerk aus ehren- und hauptamtlichen Helfenden, Ärztinnen und Ärzten, Hamburger Gastfamilien, die die Kinder liebevoll betreuen, Dolmetschern, Schulen und Kindergärten und vielen weiteren Unterstützern.
Nach der Operation beginnt für die Kinder ein neues Leben: zum ersten Mal ausgelassen ohne Atemnot herumtoben! Die Kinder, die in Hamburg operiert werden, kehren nach rund zwei Monaten zu ihren Familien nach Afghanistan zurück, rundum gesund. Wichtiger Nebeneffekt: Die Kinder bringen ihre Erfahrung von Freundschaft und Hilfsbereitschaft mit – über Kulturen hinweg. So werden sie zu Friedensbotschaftern, die die Zukunft Afghanistans mit neuer Kraft mitgestalten.

www.albertinen-stiftung.de

Andere Länder, andere Sitten

"Benimm ist in" am Lippe Berufskolleg

Mit Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung erlernen Schulklassen des Lippe Berufskollegs in Lippstadt wertschätzende und angemessene Umgangsformen. Eine Diplom-Pädagogin vom Berufskolleg hat das Projekt initiiert, eine Knigge-Trainerin führt die Jugendlichen ein in die Welt der Sitten, Umgangsformen und Regeln zwischenmenschlicher Beziehungen – die ja von Land zu Land verschieden sind. Die Teilnehmenden sind junge Menschen zwischen 16 und 18 aus Ausbildungsvorbereitungsklassen sowie internationalen Förderklassen.

Privat, aber auch beruflich ist es von enormer Bedeutung, dass Jugendliche nicht nur die deutsche Sprache beherrschen, sondern sich situationsbedingt richtig benehmen können. Und genau diese Fähigkeiten erarbeiten sie gemeinsam in ihrem Kurs – praktisch in Rollenspielen.

Wie begrüße ich jemanden, wie stelle ich mich oder andere vor? Wie viel Abstand halte ich zu meinem Gegenüber, welchen Eindruck erzeugt meine Körperhaltung, mein Outfit, die Farbe meiner Kleidung? Wie gebe ich Feedback, wie gehe ich mit Kritik um? Welche Themen eignen sich zum Smalltalk? Wie hinterlasse ich einen guten Eindruck?

Wie halte ich das Besteck richtig und wie werden die unterschiedlichen Speisen verzehrt? Höhepunkt des Knigge-Tages ist ein Restaurantbesuch: Bei einem Drei-Gänge-Menü praktizieren die Jugendlichen die Tischmanieren, die sie zuvor in der Theorie erlernt haben. So macht gutes Benehmen Spaß!

Die Pädagogin ist davon überzeugt, dass man eine gute schulische Leistung nur dann bringen kann, wenn man sich in einer stabilen seelischen Verfassung befindet und in dem Land, in dem man lebt, gut integriert ist und sich wohlfühlt. Die Jugendlichen lernen, sich in Gesellschaft sicher zu bewegen und mit den richtigen Umgangsformen in der Berufswelt und privat einen guten Eindruck zu machen. Und sie erleben, wie sie selbst aktiv Einfluss auf ihre Wirkung haben – das gibt ihnen die Sicherheit, die sie so dringend benötigen.

www.lippe-berufskolleg.de

20-jähriges Stiftungsjubiläum

Renate Bröcker Jugendzentrum, Geseke

Die Karl Bröcker Stiftung feierte 2019 ihr 20-jähriges Jubiläum! Ein guter Anlass, den Neubau des Jugendzentrums in Geseke großzügig zu unterstützen – denn in Geseke hat alles angefangen: Hier gründete 1962 der Unternehmer Karl Bröcker die Gesika Büromöbelwerke, inzwischen Sedus Systems GmbH. Zu Ehren seiner Tochter Renate Bröcker, die die Stiftung ins Leben gerufen hat, wird das neue Jugendzentrum ihren Namen tragen. Neben der Förderung durch die Stiftung wird das Projekt aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Stadt und Stiftung ziehen an einem Strang.

Neuer Name – und ein neuer Ort: Das Jugendzentrum zieht um ins Schulzentrum Mitte. Der neue Gebäudezuschnitt bietet klare Vorteile: Der gesamte Aktionsbereich liegt auf einer Ebene. Ein zentraler Treffraum sorgt für bessere Übersicht und Zusammenarbeit, und die größere Küche erlaubt mehr Jugendlichen, an den stark nachgefragten kulinarischen Aktionen teilzunehmen. Im November 2021 war es soweit: Das Renate Bröcker Jugendzentrum wurde eröffnet. „Mit dem neuen Jugendzentrum (JUZ) wollen wir Renate Bröcker ehren“, sagte Gesekes Bürgermeister Remco van der Velden anlässlich der offiziellen Eröffnung und symbolischen Schlüsselübergabe am 13.11.2021.
Es entspreche dem Leitgedanken der Stiftung: den Entwicklungs- und Bildungsprozess von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu fördern und sie beim Erwerb sozialer Kompetenzen und ihrer Selbstständigkeit zu stärken.

Immer mehr Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund besuchten das Jugendzentrum. Die interkulturelle Arbeit sei deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Jugendarbeit.

„Als Gewinn für die Stadt Geseke sieht  Susanne Brandherm, Vorstand der Karl Bröcker Stiftung, das neue JUZ. Der Stiftung liegt die Förderung des Entwicklungs- und Bildungsprozesses Jugendlicher am Herzen und es erfüllt sie mit Stolz, dass das neue Haus für die Jugend den Namen Renate Bröcker trage“

Chancengleichzeit nach Plan

Hilfe zur Erreichung des Mittleren Bildungsabschlusses

Arbeitslos, arm und bildungsfern: Für Kinder aus einkommensschwachen Familien ist es sehr schwer, einen höheren Bildungsabschluss zu schaffen – leider gerade auch in Deutschland! Plan MSA eröffnet ihnen echte Zukunftschancen. Seit Herbst 2017 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung das erfolgreiche Projekt.

Der Förderverein Kinder- und Jugendprojekte Kreuzberg e. V. in Berlin hat seit 2010 mehr als 500 Jugendliche auf die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) vorbereitet: kostenlos, effektiv und zielgerichtet. Zugleich will Plan MSA Lernerfahrungen jenseits von Frontalunterricht und Notendruck ermöglichen: Die Kurse bereiten die Kinder in Gruppenarbeit auf den Abschluss vor.

Friedrichshain-Kreuzberg ist nach Berlin-Mitte der Bezirk mit den niedrigsten MSA-Bestehensquoten – ein Kiez, in dem der Bedarf besonders groß ist. Hier liegt die Kinderarmut bei über 60 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 17 Prozent. Nachhilfeangebote gibt es viele – doch die meisten sind für einkommensschwache Familien zu teuer.

Größte Hürde für die Kinder: das Fach Mathematik. Plan MSA bietet wöchentliche Kurse in Mathe und Deutsch an. Jede Woche anderthalb Stunden. Dazu individuelle Präsentationstrainings und Einzelsprechstunden: Hilfestellung für Jugendliche, die viele schon abgeschrieben haben. Sie sind entmutigt und verunsichert. Ziel ist auch, ihnen die Angst vor der Prüfung zu nehmen und bei Fragen und Problemen für sie da zu sein. So entsteht mit der Zeit ein guter Draht zwischen Jugendlichen, Kursleitern und Verantwortlichen.

Das Projekt im MehrGenerationenHaus „Wassertor“ in Kreuzberg startete ehrenamtlich. Mittlerweile bekommen die Kursleiter Honorare und die Projektverantwortlichen ein festes Gehalt. Und die Prüfungsergebnisse? Sind beeindruckend: Mehr als 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler bestehen den MSA – darunter viele, die mit einer 5 in Mathe gestartet sind.

Infos im Netz: www.plan-msa.net

 

VORLESEkino

Bilderbuchkino weckt Leselust

Lese- und Sprachförderung mit Bilderbuch und Beamer? In zwei Grundschulen in Bad Salzuflen soll, mit Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung, in den Schuljahren 2019/20 und 2020/21 das VORLESEkino umgesetzt werden, ein regelmäßiges Angebot zur Lese- und Sprachförderung. Und zwar in allen Klassen (dreizügig) der Schulen. Die Freude am Lesen ist die Basis aller Grundkompetenzen – und genau sie wird durch dieses Projekt gefördert. Das Projekt VORLESEschule will bei den Kindern von sechs bis elf Jahren die Lesemotivation beflügeln und die Lust wecken, sich erstmals oder wieder mit dem Medium Buch auseinanderzusetzen. Bücher können Freunde sein, mit denen die Kinder anregende und schöne Erlebnisse erfahren – dies möchte die VORLESEschule zeigen. Lesen verschafft den Zugang zur Bildung, vergrößert den Wortschatz, weckt die Lust am Lernen, verhilft zu besseren Noten.

Und wie funktioniert so ein VORLESEkino? Die Klasse schaut sich zusammen ein Bilderbuch an – via Beamer. Dabei können Details der Illustrationen herangezoomt und vergrößert werden. Dies lenkt die Aufmerksamkeit und steigert die Konzentration. Dabei wird die Geschichte vorgelesen, aber die Kinder dürfen und sollen mitmachen, Figuren, Details und Geschichte im Dialog mitentwickeln, begleitet von passenden Unterrichtsmaterialien. Die Geschichte wird lebendig und spannend – wie ein Kinofilm. Die zum VORLESEkino gehörenden Bücher bleiben im Besitz der Klasse, können ausgeliehen und mit nach Hause genommen werden – so fördert das VORLESEkino auch die Leselust Zuhause.

www.vorlesekino.de
www.vorleseschule.de

Mit den Eltern in die Schule!

Familienklasse - präventives Schulverweigererkonzept

Mit den Eltern gemeinsam die Schulbank drücken? Das ist Teil des Projekts Familienklasse für Kinder, die häufig im Unterricht fehlen, passiv sind oder stören und ihre Fähigkeiten nicht ausschöpfen. In den vergangenen Jahren haben im Kreis Paderborn 6 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen. Deutlich mehr nehmen nur unregelmäßig am Unterricht teil. Familienklassen, derzeit an zwei Schulen in Büren und  in Hövelhof, leisten Präventionsarbeit – und zwar bevor die Jugendlichen in die komplette Verweigerungshaltung rutschen.

Die Familienklasse umfasst in der Regel acht Schüler, die sich einmal pro Woche vormittags mit Eltern, einem Lehrer und einem Sozialpädagogen in der Schule treffen – drei bis sechs

Monate lang. Moderiert durch die Fachkräfte lernen Eltern und Schüler, einander zuzuhören und gemeinsam zielorientiert zu arbeiten. Die Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder beim Lernen unterstützen können. Die Mädchen und Jungen werden so motiviert, regelmäßig aktiv am Unterricht teilzunehmen, Lernziele zu erreichen und ihren Abschluss zu machen. Denn auch diese Jugendlichen wollen eigentlich gute und erfolgreiche Lernende sein. Dazu brauchen sie nur Anregung und Ermutigung.

Die Familienklasse hilft ihnen. Hier vereinbaren sie mit dem Team gemeinsam konkrete Ziele – und erhalten direktes Feedback, ob sie ihre eigenen Ziele erreicht haben. Aber sie hilft auch den Eltern, die sich mit anderen Eltern austauschen können und am Bildungsweg ihrer Kinder teilnehmen. Eltern wie auch Schüler sehen: Wir sind nicht allein …

Die Idee der Familienklasse wurde vor 25 Jahren in London entwickelt, verbreitete sich in England und Dänemark, inzwischen auch in Deutschland. Die Familienklassen in Hövelhof und Büren arbeiten seit 2012 und 2014 – mit Erfolg, wie eine wissenschaftliche Studie bestätigt. Und wie auch Schüler und Eltern betonen. Sie loben die entspannte Arbeitsatmosphäre und das stärkende Feedback – oder bekennen einfach: „Ich bin durch die Familienklasse besser geworden.“

Seit 2017 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung das Projekt Familienklasse – gemeinsam mit der Reinhard-Mohn-Stiftung, dem Kreis Paderborn und den Städten Hövelhof und Büren.

www.reinhard-mohn-stiftung.de

Refugio

Vergangenheit bewältigen - Selbstvertrauen gewinnen

Seit April 2019 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung Kunsttherapiegruppen an Münchner Grund- und Mittelschulen. Refugio München ist ein Beratungs- und Behandlungszentrum für traumatisierte Flüchtlinge und Folteropfer im Alter zwischen 7 und 17 Jahren. Refugio hilft seit 1994 mit Beratung, Diagnostik und Therapieangeboten traumatisierten Kindern und Jugendlichen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Vor allem die Kunsttherapiegruppen an Schulen ermöglichen niedrigschwellige Hilfe.

Gewalt, Krieg, Verfolgung, Ausbeutung, Angst. Viele der geflüchteten Kinder haben Dinge gesehen und erlebt, die niemand leicht verarbeiten kann.

Und sie bringen diese Traumata mit, in Albträumen und auch mitten am Tag kehren Bilder und Erinnerungen zurück. Es fällt ihnen schwer, hier ein normales Leben zu führen und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Sie haben Menschen verloren, die sie vermissen, leben in beengten und trostlosen Gemeinschaftsunterkünften, Sprache und Kultur sind fremd, Abschiebung droht. Sie brauchen Hilfe, Trost und Schutz: Denn wenn diese Kinder therapeutisch unterstützt werden, dann können sie sich selbst nach großen psychischen Belastungen meist sehr gut stabilisieren und integrieren. Kunst und Kreativität sind wichtige Hilfsmittel. Refugio bringt diese Hilfe dorthin, wo die Kinder sind: in die Schulen.

Beim Zeichnen, Malen, Basteln und Gestalten geben die Kinder ihrer Trauer, ihrem Schmerz und ihrer Wut Ausdruck und Gesicht. Und dies geschieht und gelingt ganz unabhängig von Sprache, begleitet von Kunsttherapeutinnen und -therapeuten, in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schule. Sie lernen Atem- und Entspannungsübungen, um Angstzuständen und Konzentrationsstörungen besser begegnen zu können. Sie entdecken eigene Talente, erfahren Anerkennung und Wertschätzung, gewinnen Selbstvertrauen. Diese zwei Stunden jede Woche verbringen die Kinder unterschiedlichster Herkunft gemeinsam: In vertrauensvoller, toleranter, geborgener Atmosphäre lernen sie nach und nach, sich mitzuteilen. Und sie erleben, dass sie nicht allein sind, dass andere sie verstehen oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Traumabedingte Lernblockaden lösen sich auf, die Kinder werden ruhiger, konzentrierter, aufnahmefähiger, auch ihre Deutschkenntnisse werden besser. In der Gruppe entstehen Freundschaften, die Kinder verlieren ihre Scheu und gewinnen neues Selbstbewusstsein, sie fühlen sich ihrem Schicksal nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern erkennen, dass sie selbstbestimmt handeln können. Und irgendwann kehrt auch das Lachen zurück.

www.refugio-muenchen.de

Trauerbegleitung

Du bist nicht allein

„Trauer ist keine Krankheit, kann aber krank machen, wenn sie keinen Ausdruck findet“, sagt der Trauerforscher J. Canacasis. Wer einen geliebten Menschen verloren hat, benötigt Zeit, um den Verlust zu verarbeiten und sein Schicksal anzunehmen. Trauer braucht Raum.

Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche. Denn gerade sie drängen ihren Schmerz oft zurück, um ihr trauerndes Umfeld nicht zusätzlich zu belasten. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt mehrere Initiativen, die Kindern und Jugendlichen beistehen, die ein enges Familienmitglied durch schwere Krankheit, Unfall oder Unglück verloren haben: Mama oder Papa, Bruder oder Schwester, Oma oder Opa.

Horizontas e. V. im Raum Lippstadt hilft ihnen mit kreativen, altersgerechten Angeboten, ihren Schmerz zum Ausdruck zu bringen, aber auch Freude zuzulassen. Die Kinder und Jugendlichen integrieren die Verlusterfahrung in ihr Leben und lernen, den Blick wieder nach vorn zu richten.

Trauerseminare schaffen einen schützenden Rahmen, in dem sie ihre Gefühle ausleben, Gleichgesinnte treffen und spüren, dass sie nicht allein sind. In der Gruppe beschäftigen sie sich intensiv mit ihrem Schmerz und Rückzug, ihrer Wut und Angst. Sie arbeiten gemeinsam Erinnerungen auf, entwickeln Rituale, finden Orte der Trauer – und Trost.

Ein multiprofessionelles Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Leuchtturm e. V. Beratungszentrums in Schwerte hilft trauernden Kindern und Jugendlichen, das Meer ihrer Trauergefühle zu ordnen, belastende Bilder der erlebten Vergangenheit zu verwandeln. Leuchtturm e. V. will ihnen Zuversicht und Hoffnung schenken: achtsam und liebevoll. Die Arbeit mit den trauernden Kindern und Jugendlichen findet im engen Netzwerk mit Jugendhilfe, Schulen und palliativen Diensten statt. Das große Engagement des Teams ermöglicht, den vielen Anfragen ohne Wartelisten gerecht zu werden.

Sternenland e. V. in Sendenhorst ist ein Zentrum für trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Tod und Trauer machen hilf- und sprachlos – die davon unmittelbar Betroffenen ebenso wie Außenstehende. Sternenland will ein Zufluchtsort für alle trauernden Menschen sein, gleich welcher Religion, Kultur oder Nationalität, um einem oft totgeschwiegenen Thema eine Stimme zu geben. Alle Mitarbeiter begleiten die Trauernden mit Herzenswärme und Empathie auf ihrem ganz persönlichen Weg durch die Zeit der Trauer – Schritt für Schritt zurück ins Leben.

Zwei Botschaften sind besonders wichtig: Egal, wie du dich fühlst, das ist richtig so! Du darfst traurig oder wütend sein – oder auch albern. Trauer hat viele Gesichter. Und: Du bist nicht allein.

Weitere Informationen: www.horizontas.de
www.kindertrauer-sternenland.de
www.leuchtturm-schwerte.de
www.leuchtturm-on.de
www.foerderverein-trauerbegleitung-ev.de
www.trauerland.org
www.wolfstraene.de

 

Mediothek und Schulbücherei

Lust am Lesen fördern

Die Schulglocke schellt zur zweiten Pause: Jetzt heißt es schnell einen Platz in der Sitzecke sichern oder es sich doch auf dem Sitzsack gemütlich machen. Dann einen Krimi, einen Klassiker, Sach- und Fachbücher, Tageszeitungen und Zeitschriften und die Pause ist gut genutzt. Aber auch die Arbeitsplätze mit PC-Anschluss und farbigen bequemen Stühlen sind schnell besetzt und laden zum Recherchieren ein. Hier kommen Hörbücher, DVDs und CDs zu verschiedenen Themen zum Einsatz. In der Mediothek des Städtischen Gymnasiums sind all diese Dinge möglich.

Das Etablieren einer neuen Lesekultur im Rahmen des Konzeptes Leseförderung am Städtischen Gymnasium Erwitte, das war der große Wunsch aller Lehrer und Schüler. Die alte traditionelle Schülerbücherei sollte neu gestaltet und in eine moderne Mediothek umgewandelt werden. Durch eine angenehme und offene Atmosphäre soll ein Anreiz zum Lesen und Lernen geboten und eine neue Lesekultur geschaffen werden, denn Lesekompetenz und Lesemotivation bedingen sich gegenseitig.

So wurde durch die finanzielle Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung die Möglichkeit gegeben, attraktive Räumlichkeiten zu schaffen. In Eigenarbeit vieler Eltern wurden erst einmal die Rück- und Umbauarbeiten des Raumes durchgeführt. Die benötigte Hardware wie Computer, Drucker, Barcode-Scanner und eine professionelle Bibliotheksoftware für die Ausleihe wurden angeschafft. Weiter wurden Tablets für die E-Books, Hörbücher, Filme gekauft. In einer kuscheligen Lese-Ecke kann nunmehr geschmökert werden, Regale wurden mit nagelneuen und aktuellen Büchern gefüllt. Die Anschaffung der Möbel erfolgte bei der Fa. Sedus, die dieses Projekt sehr großzügig unterstützt hat.

Täglich kann in der 2. großen Pause und in der Mittagspause an den langen Schultagen die Mediothek genutzt werden. 1 – 2 Mal pro Woche findet eine „Vorlesepause“ statt, die durch Lehrkräfte, Eltern oder auch Schüler und Schülerinnen durchgeführt wird. Hierbei können die Kinder und Jugendlichen einfach mal nur zuhören und für einen Moment zur Ruhe kommen. Ziel ist es dabei auch, soziales Lernen anzuregen, da das Vorlesen klassenübergreifend stattfindet.

Dank des ehrenamtlichen Einsatzes einer Reihe von Eltern ist auch die Organisation der Ausleihe möglich.

Den Schülerinnen und Schüler ist es nun möglich, sich in moderner, gemütlicher Atmosphäre in Ruhe interessanten Büchern, aber auch Medien wie z. B. Hörbüchern, Filmen und Nachschlagewerken zu widmen, Spaß und Freude am Lesen zu bekommen und das Interesse an der Literatur zu stärken. Die Schulbibliothek dient als Medienzentrum aber auch als Lernumgebung für die zukunftsfähige Bildung vieler Heranwachsender.

www.gymnasium-erwitte.de

Die modern hergerichtete Schulbücherei der Pankratius-Grundschule in Anröchte ist neu und will an den Start gehen. Was fehlt, ist die ausreichende Ausstattung mit Medien. Hier unterstützt die Karl Bröcker Stiftung bei der Anschaffung von Sach- und Hörbüchern, Lernspielen, Belletristik und Zeitschriften. Für die Ausleihe erhält jede Schülerin und jeder Schüler einen Büchereiausweis. Die Bücher müssen pfleglich behandelt werden. Werden sie beschädigt, müssen sie ggf. ersetzt werden. Am Ausleihtag kann der Schäüler mit seinem Ausweis in die Bücherei kommmen, ein Buch auswählen und mit dem Buch zu einem diensthabenen Elternteil an die Ausleih-Theke gehen.

www.gs-anroechte.de

 

Beratungs- und Betreuungsstelle in Tschechien (Cheb)

Möglichkeit zum Schutz und Rückzug für Kinder und Jugendliche

Seit 1994 engagiert sich Karo e. V. gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Ziel des Vereins ist es, Kindern und Jugendlichen, die psychische, physische oder sexuelle Gewalt erfahren haben, Schutz und Hilfe zu bieten.

Die Beratungsstelle des Karo e. V. „Maria P.“ im tschechischen Cheb dient als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Strukturen: der familiäre Hintergrund desolat, geprägt von Gewalt, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch. Hier finden die Kinder einen sicheren Rückzugsort, Essen, Ruhe, Raum für Körperpflege und Austausch in vertrauensvoller Atmosphäre. Raum, einfach Kind zu sein. Hier finden sie verlässliche Ansprechpartner, zu denen sie trotz der tabuisierten Probleme Vertrauen aufbauen

Menschen, die ihnen zuhören, mit denen sie über ihre Gefühle sprechen können – so erfahren die Sozialarbeiter von gewalttätigen sexuellen Übergriffen, die sie dokumentieren und, wenn möglich, an die zuständigen Behörden weiterleiten. Und sie helfen: durch Krisenintervention, weiterführende Beratung und intensive Einzelgespräche.

Die Beratungsstelle bietet einen Schutzraum, unterstützt bei Behördengängen und Anzeigenerstattung. Und sie hilft nicht nur Kindern, sondern auch deren Müttern. Diverse positive Freizeitaktivitäten helfen Kindern und Müttern auf ihrem Weg in ein gewaltfreies Leben: Tanz, Bewegungs- und Entspannungsprogramme, auch mit speziell sexualpädagogischer Ausrichtung zur körperlichen wie emotionalen Stabilisierung. Die Karl Bröcker Stiftung übernimmt bei diesem Projekt die Personalkosten.

www.karo-ev.de

Leseförderung

Von Lesefrust zu Leselust

„Arufe beme Arsete“, liest Bibi vor. Nein – das ist keine Fremdsprache. Bibi liest drei deutsche Wörter: „auf dem Ast“. Aber sie hört eben bei jedem „a“ ein „r“ mitschwingen, jedes „f“ klingt für sie mit einem „e“ aus, genauso beim „s“ und „t“. Und die Buchstaben „d“ und „b“ kann man nun wirklich leicht verwechseln … Rund zehn Prozent der Grundschulkinder in Deutschland können am Ende der vierten Klasse nicht richtig lesen.

Kinder mit Leseschwierigkeiten quälen sich mühsam von Wort zu Wort. Sie können Buchstaben und Laute nicht richtig zuordnen oder erfassen die Silbenstruktur der Wörter nicht. Falsche Lesestrategien, die sich beim „normalen“ Vorlesen nur verfestigen. Klar, dass diese Kinder das Lesen von Texten vermeiden, wo sie können. Niemand würde von einem Erwachsenen erwarten, dass er ein Buch in einer Fremdsprache, die er nur ansatzweise beherrscht, mit großem Vergnügen liest. Und genauso geht es diesen Kindern.

Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt seit vielen Jahren in Lippstadt Initiativen an zwei Grundschulen, um solche Leseschwächen individuell zu beheben. Lesetrainer erkennen die falsche Lesestrategie und entwickeln für jedes Kind einen passenden Trainingsplan. Das Ziel ist: mindestens eine 3 im Lesen. Erste Erfolge stellen sich schon nach einigen Wochen ein. Und wenn es am Ende der Grundschule darum geht, welche weiterführende Schule besucht werden soll, schaffen die Kinder nach einem Jahr Leseförderung im Schnitt eine ganze Stufe mehr.

Und das Lesen? Macht endlich Spaß!
Weitere Grundschulen in Lippstadt werden von der Dr. Arnold Hueck-Stiftung unterstützt.

Zukunft schaffen

Paten helfen unbegleiteten Flüchtlingen in Hannover

Vertrauen aufbauen, Alltagssorgen vergessen, Gemeinschaft erleben: IKJA e. V. (Internationaler Kultureller Jugend Austausch) vermittelt Paten für unbegleitete geflüchtete Jugendliche. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt diese wichtige Initiative.

Jugendliche, die allein, ohne Familie Deutschland als Geflüchtete erreichen, erhoffen sich hier Schutz und eine neue Lebensperspektive in Frieden und Sicherheit. Viele haben Traumatisches erlebt, waren lange Zeit allein und schutzlos unterwegs. Sie vermissen ihre Familie und müssen sich in einer neuen Kultur zurechtfinden: mit fremder Sprache und fremden Regeln.

Diese jungen Menschen in Not möchten sich integrieren, sich eine Zukunft aufbauen und unsere Gesellschaft bereichern – wenn sie die Chance dazu bekommen. Patenfamilien oder Lernpaten leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag.

Patenfamilien binden junge Geflüchtete in ihr Familienleben ein und begleiten sie auf ihrem Weg: aufgeschlossen, sensibel und verlässlich. In welchem Umfang sie den Jugendlichen am Familienleben teilhaben lassen – das gestalten die Familien gemeinsam mit dem Patenkind selbst. In der Regel wohnen die Jugendlichen in einer betreuten Wohngruppe, bei entfernten Verwandten oder in einer Flüchtlingsunterkunft. Lernpaten helfen einmal wöchentlich beim Deutschlernen und beim Lernen für Schule und Ausbildung.

Die Paten werden professionell vorbereitet und begleitet: mit Austauschtreffen, Fortbildungen, bei Bedarf Supervision und Mediation. Die Initiative führt mit Jugendlichen und Paten vorab ausführliche Gespräche zum Kennenlernen, organisiert Treffen und gemeinsame Aktivitäten. Ein wichtiger Baustein – für den Lebensweg der geflüchteten Menschen und für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft.

www.ikja.eu

Hausaufgabenbetreuung in Lippstadt

Schluss mit Frust!

Bei den Hausaufgaben brauchen Kinder mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Familien intensivere Hilfe. Doch gerade sie sind in ihren Familien damit meist auf sich allein gestellt. Hier hilft die Hausaufgabenbetreuung des Sozialdienstes Katholischer Frauen in Lippstadt: Eine pädagogische Fachkraft begleitet und unterstützt die Grundschulkinder – und natürlich auch deren Eltern bei Fragen und Verständnisschwierigkeiten.

Inzwischen hat sich die Hausaufgabenbetreuung im Bewohnerzentrum Am Rüsing zu einem gern und regelmäßig genutzten Angebot entwickelt. Hier können sich die Mädchen und Jungen ihren Aufgaben widmen – mit liebevoller, fachkundiger Hilfe und in entspannter, gemütlicher Atmosphäre. Das Wohngebiet gilt als benachteiligt, vielen der Familien, die hier wohnen, fällt es schwer, ihre Kinder beim Erledigen der Hausaufgaben selbst zu unterstützen – aus den unterschiedlichsten Gründen.

Die Karl Bröcker Stiftung hilft, den großen Wunsch dieser Familien nach einer Hausaufgabenbetreuung für ihre Kinder zu erfüllen. An vier Tagen pro Woche steht jeweils für zwei Stunden eine Fachkraft den Kindern zur Seite, die sie fachkundig und geduldig beim Erledigen der Hausaufgaben unterstützt. Mehr noch: Die Betreuung bietet den Kindern einen Ort, an dem sie in Ruhe arbeiten können, wo ihre Fragen und Sorgen Gehör finden, aber auch einen festen Rahmen und Struktur. Denn die Betreuer prüfen zum Beispiel auch die Vollständigkeit und Ordnung des Tornisters. Vom Rechnen, Schreiben, Lesen oder Lernen von Gedichten und Zahlenreihen bis hin zur Klärung von Fragen zu Sachkunde und Religion – hier findet alles, jede und jeder Platz.

Medizinische Hilfe für Kinder in Eritrea

Unterstützung bei der Entsendung von Ärzteteams

Eritrea ist eines der ärmsten Entwicklungsländer. Jährlich kommen hier rund 1200 Kinder mit einem Herzfehler zur Welt. Ein Todesurteil, wenn Hilfe ausbleibt.
Aus einem alten, leer stehenden Militärkrankenhaus unter zum Teil abenteuerlichen Umständen entstand ein internationales Operationszentrum für Kinder. Auf Bitten des Chefarztes des eritreischen Kinderkrankenhauses baute das Team 2003 eine Neonatologie, eine Neugeborenen-Intensivstation, direkt neben dem OP-Zentrum. Zuvor verstarben 95 Prozent der Frühchen. Inzwischen überleben 85 bis 95 Prozent der kleinen Patienten.

Ermöglicht wurden diese Projekte im Wesentlichen durch Spendengelder der Karl Bröcker Stiftung, zunächst in Kooperation mit dem Hammer Forum, einem ehrenamtlichen Engagement für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Diese Zusammenarbeit wurde ab 2010 zusätzlich mit dem neu gegründeten Verein Archemed – Ärzte für Kinder in Not e. V. fortgesetzt. Weitere Projekte, die die Stiftung in Eritrea unterstützt, sind das Waisenhaus in Asmara und eine Neugeborenen-Intensivstation in Keren, 90 Kilometer nördlich von Asmara.

Jedes Jahr finanziert die Stiftung die Entsendung speziell ausgebildeter Ärzteteams. Auch aktuell war wieder ein Spezialisten-Team für zwei Wochen in Asmara. Die Warteliste mit herzkranken Kindern ist lang. Eine ärztliches Team sucht bei einer Voruntersuchung die dringendsten Fälle heraus: Kinder, die sonst keine Chance auf Heilung hätten. Dann kommen die Spezialisten; sie operieren täglich 12 bis 14 Stunden, oftmals bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und sie bilden vor Ort einheimisches Personal aus – nachhaltige humanitäre Hilfe, die bleibt, wenn die deutschen Teams wieder zurückfliegen müssen. Ihr Lohn ist der Erfolg: Die meisten Kinder erholen sich schnell nach den Eingriffen. Sie haben endlich die Chance, ein gesundes Leben zu führen.

www.archemed.org

Sommerfest

Wir stellen die Welt auf den Kopf! Die Karl Bröcker Stiftung lädt ein

Bestes Wetter beim Sommerfest der Karl Bröcker Stiftung am Samstag, 29. Juni 2019, auf dem schönen Gelände des Ateliers T8 in Dedinghausen: Die Sonne lachte mit den rund 200 Gästen – Kinder und Jugendliche mit Behinderung, ihre Angehörigen und Freunde – um die Wette! Und dabei standen doch einige der kleinen Teilnehmer mit nackten Füßen auf Glasscherben … Fakire in Dedinghausen?

Der Zirkus war da! Der Kölner Spielecircus stellte die Welt auf den Kopf – so das Motto des Tages. Im bunten Zirkuszelt zeigten die Nachwuchsartisten, was die Profis ihnen beigebracht hatten – natürlich in richtigen Zirkuskostümen. Zum Beispiel, wie man

barfuß über Scherben geht. Die Zuschauer waren baff. Clowns erzählten Mitspielgeschichten, bis die Gesichter der Zuhörer vor Spaß und Spannung genauso glühten wie die knubbeligen roten Clownsnasen. Kleine Artisten wagten sich an eine Menschenpyramide, balancierend auf frei stehenden Leitern, jonglierten, tanzten, sangen und sprangen sogar über Feuerfackeln! Natürlich alles unter der liebevollen Anleitung der Spielecircus-Akteure, die bereits zum dritten Mal dabei waren. Auch Kinder im Rolli trauten sich so die tollsten Sachen zu.

Jedes Jahr richtet die Karl Bröcker Stiftung ein Sommerfest für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien aus. Immer unter einem neuen Motto. Die Feste bieten einen unvergesslichen Tag lang alles, was zu einer Mottoparty dazugehört: Bewegung, Spielen, Basteln, Kostümieren, Schminken, Abenteuer und ganz viel Vergnügen. Zum Beispiel 2018: Unter dem Motto „Forschen und Entdecken“ erkundeten die Kinder die Welt und ihre eigenen Sinne – und bauten einen echten Vulkan aus Wachsknete. Inklusive Explosion!

2017 ging es zum Sommerfest auf die Lippe: „Komm an Bord“ – Floß ahoi mit Wasserbomben! 2015 erlebten die Gäste „Auf dem Rummelplatz“ einen Tag voller Zauberei, mit Clowns, Karussells und Wahrsagerin. Zauberer Otti ließ Kuscheltiere verschwinden – um sie gleich wieder hervorzuzaubern. Wenn die Stiftung ins „Abenteuerland“ einlädt wie beim Sommerfest 2014, dann erkunden kleine Abenteurer Wiesen und Wälder, suchen und finden Schätze, und die Rollifahrer erobern den Hochseilgarten. Natürlich immer unterstützt durch ein Team professioneller Helfer und das DRK. Für einen unbeschwerten Tag mit tollen Erlebnissen, riesig viel Spaß – und leckeren Sachen zum Essen und Naschen!

Patenschaftsprojekt

Schutz und Entlastung für Kinder psychisch kranker Eltern

Wenn ein Elternteil psychisch erkrankt, ist dies für die gesamte Familie eine belastende und krisenhafte Lebenssituation. Die erkrankten Eltern sind durch ihr Leiden kaum in der Lage, ihrem Kind Zuwendung und Verlässlichkeit zu vermitteln, Geborgenheit und Anregungen zu geben, Regeln und einen strukturierten Tagesablauf vorzuleben. Das kostbare Gefühl von Sicherheit und ein wertvolles Stück Kindheit gehen verloren.

Die Zahl der psychischen Erkrankungen nimmt seit Jahren zu: 3,8 Millionen Kinder leben in Deutschland mit einem psychisch erkrankten oder suchtkranken Elternteil. Eine erschreckende Zahl, die das Unsichtbare in unserem unmittelbaren Umfeld sichtbar macht.

Was bedeutet das für diese Kinder? Sie sind verunsichert, entwickeln Ängste, Schuld- und Schamgefühle, denn sie beziehen die Krankheit auf sich und übernehmen häufig selbst die Rolle der Eltern. Eine Aufgabe, die sie heillos überfordert.

Wenn Eltern eine seelische Krise durchleben, brauchen ihre Kinder unsere Hilfe. Jemanden, dem sie ihre Ängste und Sorgen anvertrauen können. Jemanden, zu dem sie eine stabile, unbelastete, vertrauensvolle Beziehung aufbauen und mit dem sie unbeschwert Spaß haben können – um einfach Kind zu sein. Die Karl Bröcker Stiftung finanziert  seit Oktober 2013 ein Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern der Ambulanten Jugendhilfe des SKM Lippstadt (Sozialdienst Katholischer Männer e. V.) und seit 2017 ein Projekt des Lebensfarben – Hilfen für Kinder und Jugendliche e. V. aus Wiehl im gesamten Oberbergischen Kreis. Geschulte, ehrenamtliche Paten unterstützen die Kinder und werden dabei selbst professionell begleitet.

Als feste und zuverlässige Bezugsperson außerhalb des Elternhauses bieten die Paten den Kindern Schutz und Entlastung in ihrer schweren familiären Situation – bevor die Kinder Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Dabei entscheiden sich die Kinder, Eltern und Paten freiwillig und auf Basis gegenseitiger Sympathie für die langfristige Zusammenarbeit. Mut machen ist ein guter Anfang!

www.skm-lippstadt.de
www.lebensfarben-oberberg.de

Stiftung

„Zukunft für Kinder“ – das ist der Leitsatz der Karl Bröcker Stiftung.

Kinder sind die Zukunft! Und dennoch gibt es viele Kinder und Jugendliche ohne Chancen auf ein glückliches, freies Leben, auf Sicherheit, Gesundheit und Bildung.

Ihnen zu helfen ist Ziel und Aufgabe der Karl Bröcker Stiftung.

Ziele

Wir schenken Kindern Zukunft

Die Karl Bröcker Stiftung mit Sitz in Lippstadt hat sich 1999 gegründet. Seitdem haben wir zahlreiche Projekte und Einrichtungen gefördert und ins Leben gerufen. Dabei beschränken wir unsere Unterstützung nicht auf eine Stadt oder Region. Die Karl Bröcker Stiftung hilft dort, wo die Hilfe benötigt wird – im In- und Ausland.
Wir unterstützen Kindergärten, Schulen, medizinische und therapeutische Einrichtungen. Den Schwerpunkt legen wir dabei auf Bildungs- und Therapieprojekte. Die Karl Bröcker Stiftung ist da, wo Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen: Sie schenkt ihnen Selbstvertrauen und Chancen– und Erlebnisse, die sie  glücklich machen, unbeschwerte Momente bei spannenden Aktionen und fantasievollen Festen. Außerdem fördert die Stiftung die wissenschaftliche Erforschung von Krankheiten, unter denen Kinder leiden – auch in Deutschland.

Um diese Ziele und Projekte zu verwirklichen, benötigt die Karl Bröcker Stiftung finanzielle Mittel. Diese setzen sich aus dem Stiftungsvermögen und Zuwendungen zusammen.

Stiftungsvermögen

Das Stiftungsvermögen der Karl Bröcker Stiftung ist breit gefächert. Die größte Position ist der Aktienanteil an der Sedus Stoll AG, einem Unternehmen mit familiengeführten Wurzeln und sozialer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Dafür stehen die Karl Bröcker Stiftung und die Stoll VITA Stiftung als Hauptaktionäre.
Darüber hinaus gibt es einige Kapitalanlagen, die zum Teil auch den Stiftungszweck und Leitgedanken „Zukunft für Kinder“ erfüllen.

 

Historie

Ein Blick in die Vergangenheit – und viele Blicke in die Zukunft!

1962 gründete der Unternehmer Karl Bröcker in Geseke die Gesika Büromöbelwerke. Das Familienunternehmen entwickelte sich erfolgreich und setzte von Beginn an auf soziales Engagement, zunächst unter Karl Bröcker, der die Leitung des Unternehmens dann an seine Tochter Renate übergab. Renate Bröcker führte das Werk im Sinne Ihres Vaters weiter – bis sie 1998 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Jetzt zeigte sich der Weitblick, der dieses Familienunternehmen und ganz besonders Renate Bröcker auszeichnete: Denn die junge Frau hatte in ihrem Testament verfügt, dass ihr Vermögen in eine Stiftung fließt, die den Namen ihres verstorbenen Vaters tragen soll. So gründete sich 1999 die Karl Bröcker Stiftung.

Gleiche Chancen für alle!

Renate Bröcker wollte Lebensperspektiven schaffen, gerade auch für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Karl Bröcker Stiftung war ihr eine Herzensangelegenheit. Und eine Herzensangelegenheit ist sie bis heute allen in der Stiftung aktiven und mit der Stiftung verbundenen Menschen.

 

 

Wir sind überzeugt: Die Kinder von heute gestalten die Zukunft von morgen. Und wir helfen ihnen dabei.

Renate Bröckers Engagement und Weitblick bestimmen das Handeln der Verantwortlichen in der Stiftung bis heute. Das Unternehmen Gesika Büromöbelwerke wurde im Jahr 2003 in die Sedus Stoll AG eingebracht und firmiert seitdem unter Sedus Systems GmbH. Damit wurde garantiert, dass es bis heute Büromöbel aus Geseke gibt.

Über Uns

Die Menschen hinter der Karl Bröcker Stiftung

Die Organe der Karl Bröcker Stiftung sind der Beirat und der Vorstand.

Das Stiftungsteam von links nach rechts:
Dipl.-Ing. Andrea Wisk (Beirat)
Sparkassenbetriebswirt Werner Blanke (Beiratsvorsitzender)
Diplom-Betriebswirt Melanie Rieke (Operatives Team)
Dipl.-Ing. Susanne Brandherm (Ehrenamtl. Vorstand)
Carsten Walter (Beirat)
Doris Bernert (Operatives Team)
 

Spenden

Helfen Sie mit! Mit Ihrer Hilfe kann die Karl Bröcker Stiftung hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in Deutschland und aller Welt noch besser unterstützen. Ihre Unterstützung wirkt zu 100 Prozent, denn sämtliche Kosten der Karl Bröcker Stiftung werden durch Erträge des Stiftungsvermögens gedeckt. So kommt jeder Cent Ihrer Spende direkt und ohne Abzüge hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen zugute – garantiert!

Ausfüllen, abschicken, helfen!

Mit Ihrer Spende auf unser Spendenkonto schaffen Sie Zukunft für Kinder:

Karl Bröcker Stiftung
Volksbank Beckum Lippstadt eG
IBAN: DE79 4166 0124 0780 1214 44
BIC: GENODEM1LPS

Schenken Sie Zukunft: Wünschen Sie sich eine Spende!

Sie feiern Geburtstag oder ein rundes Jubiläum?

Zeigen Sie soziales Engagement und helfen Sie mit, Kindern eine Zukunft zu geben. Bitten Sie einfach Freunde, Bekannte, Verwandte oder Geschäftspartner Ihnen keine Geschenke mitzubringen, sondern „Zukunft für Kinder“ zu schenken: mit einer Spende an die Karl Bröcker Stiftung.

Sie haben Fragen rund um die Unterstützung? Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihren Anruf!

 

Anträge

Wenn Sie Fragen haben – rufen Sie uns an!
Wir beraten Sie gern persönlich.

02941 204 8289

Wir nehmen Ihren Antrag formlos entgegen. Trauen Sie sich, auch wenn Sie kein auf Hochglanz poliertes Konzept haben: Gerade kleine, regionale Engagements können oft so viel bewegen.

Die Karl Bröcker Stiftung fördert Projekte und Initiativen gemeinnütziger Organisationen. Haben Sie Verständnis dafür, dass die Stiftung keine Fördermittel an einzelne Privatpersonen vergibt.

Kontakt

Kontakt

Zukunft für Kinder
Lipperoder Straße 11
D-59555 Lippstadt

Tel. +49 2941 204 8289
E-Mail: info@karl-broecker-stiftung.de