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Projekte

Boote und Paddel für Kinder mit besonderem Förderbedarf

Wasser- und Wintersport Club Lippstadt e. V.

Der Wasser- und Wintersport Club Lippstadt e. V. ist seit Jahren im Bereich der Schul-, Jugend- und Nachwuchsarbeit in Lippstadt tätig. Neben der Förderung für den Wettkampfsport ist der größte und wesentliche Baustein die aktive Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im Bereich Wassersport. Lippstädter Schulen bieten in Kooperation mit dem Verein Kanu als echtes Unterrichtsfach, als Ganztagsangebot oder AG an. Die Lippe, die quer durch Lippstadt fließt, wird für das Projekt aktiv genutzt.

Gestartet wurde das Projekt mit einem Gymnasium. Doch durch die guten Erfahrungen zu Beginn konnten auch andere Schulen aufgenommen werden. Die Förderung „Schulkanu“ erhielt sogar bereits eine Auszeichnung durch den Bundespräsidenten.

Eine wesentliche Weiterentwicklung war die Ausweitung des Projektes auf zwei Lippstädter Förderschulen. Gerade für die Kinder dieser Schulen ist ein Kanuprojekt eine besondere Herausforderung und auch an besondere Bedingungen geknüpft. Die Themen „Wassergewöhnung“ und „Verlieren von Angst“ erfordern neben dem pädagogischen Ansatz auch eine abgestimmte Infrastruktur und besonderes Material, um große Erfolgserlebnisse und vor allem Spaß zu vermitteln.

Um dieses für die Kinder mit besonderem Förderbedarf umzusetzen, hat der Verein viele Dinge ermöglicht und zur Verfügung gestellt. Neben der vorhandenen Infrastruktur am Vereinsgelände wurde die Steganlage optimiert und zusätzliches Material (Rettungswesten, Helme etc.) angeschafft. Doch es werden von dem Wasser- und Wintersport Club Lippstadt weitere Dinge benötigt, denn hier fehlte es an dem notwendigen Material.
Für die Kinder mit besonderem Förderbedarf sind spezielle Boote erforderlich. Durch eine große Einstiegsluke wird der Einstieg erleichtert und im Fall der Kenterung ist das Verlassen des Bootes sehr einfach. Dadurch wird ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Die Boote müssen besonders kippstabil sein. Durch eine entsprechende Form und Wasserführung lassen sich diese Boote sehr einfach geradeaus fahren und steuern. Das vermittelt sofort Erfolgserlebnisse. Und um ein Boot zu steuern werden auch Paddel benötigt. Diese sind in der Länge und Neigung verstellbar. So kann schnell auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen reagiert werden.

Die Karl Bröcker Stiftung hat für den Wasser- und Wintersport Club Lippstadt e. V. die Boote für die Kinder mit besonderem Förderbedarf angeschafft.

Fotos: (c) WSC Lippstadt e. V.

www.wsc-lippstadt.de

„Ferien ohne Koffer“, Ferienangebot für Kinder mit Beeinträchtigungen und deren Geschwister

Diakonie Bethanien gGmbH, Solingen

Auf dem Gelände der PadleCity in Dortmund war richtig was los, denn dort fand das Projekt „Ferien ohne Koffer“ #BewegteFerien statt, das von der Kinderintensivpflege und der Betreuung entlastender Dienste der Diakonie Bethanien gGmbH organisiert wurde. In dieser Ferienfreizeit konnten die Kinder im Alter von 6 – 11 Jahren mit Beeinträchtigung und ihre Geschwisterkinder eine unbeschwerte Zeit verbringen. „Gesunde“ Kinder und Jugendliche können in den Ferien eine Vielzahl von Ferienangeboten wahrnehmen oder sich im Zweifel sogar selbst beschäftigen. Für Kinder mit Beeinträchtigungen ist dies oft nicht der Fall.

Das übergeordnete Ziel des Projektes war es, den Kindern Freude an Bewegung aufzuzeigen und ihnen während der Ferien soziale Kontakte zu anderen Kindern zu ermöglichen. Hier konnten sie gemeinsam Bewegungseinheiten und auch Entspannungsübungen erleben. Ein entsprechendes, auf die Kinder abgestimmtes Gesamtkonzept mit einem Tagesprogramm inklusive Verpflegung wurde vorbereitet. Begleitet wurden sie dabei von zahlreichen geschulten Fachkräften.

Die gemeinsamen Erlebnisse sind ungemein wichtig für die Kinder, die somit eine Chance haben, einfach mal den Alltag vergessen zu können.

Dieses tolle Projekt finanziert sich zu einem Großteil aus Spenden. Die Karl Bröcker Stiftung hat das Projekt finanziell unterstützt.

www.diakonie-bethanien.de

Bildquelle: alle Fotos von Diakonie Bethanien gGmbH

 

#dranbleiben – engmaschige Betreuung von jungen Menschen in Krisensituationen

Straßenkinder e. V., Berlin

Der Verein Straßenkinder e. V. setzt sich in der Straßensozialarbeit aktiv für junge Menschen ein, die mit verschiedensten Formen von sozialer Ausgrenzung zu kämpfen haben und am Rande der Gesellschaft leben. Wohnungslose Jugendliche sind schutzlos Gewalt ausgeliefert. Neben der prekären Gesundheitsversorgung sorgt die Straße häufig dafür, dass junge Menschen, die aus verschiedensten Gründen auf der Straße landen, schnell in scheinbar ausweglose Multiproblemlagen geraten. Denn neben einem gesicherten Schlafplatz fehlt es auch an einem Ort, an dem ihnen Schutz, Geborgenheit und Rückzug gewährt wird und wo ihnen das Gefühl vermittelt wird, gewollt und akzeptiert zu sein.

Der Verein Straßenkinder e. V. ermöglicht mit dem Projekt

#dranbleiben aufbauend auf die aufsuchende Straßensozialarbeit vor allem engmaschigere und beziehungsorientierte Begleitung, um die jungen Menschen auf ihrem Weg aus akuten Krisensituationen zu begleiten und Rückfälle im Hilfeprozess zu reduzieren. Die Minderjährigen brauchen die Möglichkeit, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu haben, die besonders dann zur Verfügung stehen, wenn der geringe Selbstwert oder belastende Vorerfahrungen ein Vorankommen erschweren.

Der Verein hat dazu Räumlichkeiten angemietet, in denen das Co-Working-Angebot zunehmend etabliert wird. Die Angebotsgestaltung beginnt dabei mit niedrigschwelligen Angeboten, wie einem Co-Working Space, wo die jungen

Menschen eigenständig eigene Themen wie Wohnungs- und Ausbildungsplatzsuche, Terminvereinbarung mit Ämtern, Kontakt zur Herkunftsfamilie etc. angehen können. Hier werden mit sozialpädagogischen Fachkräften Beratungsangebote durchgeführt oder intensive Einzelbetreuungen. Später können dann Begleitungsangebote durch die Sozialarbeitenden vor Ort wahrgenommen werden. Besonders in Situationen, in denen es z. B. um eine Langzeittherapie, betreutes Wohnen etc. geht, sind für die jungen Menschen viele Hürden zu nehmen. Ohne die intensive Begleitung laufen sie Gefahr, an den Ansprüchen und Veränderungen zu scheitern und wieder auf der Straße zu landen. Durch die finanzielle Unterstützung sind die intensivere Beratung und Begleitung der jungen Menschen möglich.

Fotos: (c) Straßenkinder e. V., Berlin

www.strassenkinder-ev.de

Sprach- und Bewegungscamp für Kinder

Kreissportbund Soest e. V.

In den Sommerferien organisiert der Kreissportbund Soest e. V. ein Sprach- und Bewegungscamp für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 13 Jahren in der Jugendherberge am Möhnesee. Besonders angesprochen sind hierbei Kinder aus Familien mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte und aus sozial schwachen Familien.

Die Sportorganisation legt den Fokus bei der Ferienfreizeit auf den Sport, da sie den Kindern die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten aufzeigen möchten. Spielerisch wird den Kindern dabei die Chance geboten, die deutsche Sprache zu erlernen und zu verbessern. In einer interkulturellen Gruppe wird ein abwechslungsreiches Sport- und Erlebnisangebot mit Gleichgesinnten angeboten. Die Stärkung des sozialen Miteinanders steht im Mittelpunkt der Ferienfreizeit. An den stattfindenden Tagen besteht die Gelegenheit, viele verschiedene Sportarten kennenzulernen – gespickt mit ein paar Highlights, außersportlichen Aktivitäten und einem besonderen Abendprogramm.

Das Projekt ist rein spendenfinanziert und wird von der Karl Bröcker Stiftung unterstützt.

Fotos: (c) Kreissportbund Soest e. V.

Segelcamp

Transplant-Kids e. V., Wiesmoor

Der Verein Transplant-Kids e. V. bietet Angebote für Kinder, Jugendliche und deren Familien an.

Einmal im Jahr veranstaltet der Verein ein Segelcamp, an dem nur organtransplantierte Kinder und ihre Geschwisterkinder teilnehmen. Die 18 teilnehmenden Kinder sind zwischen 6 und 16 Jahren alt. Auf einem Plattenboot lassen sie sich auf dem Ijsselmeer/Niederlande den Wind um die Nase wehen. Ein Segelschiff bietet den Kindern tolle Möglichkeiten, Erlebnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die an Land so nicht möglich sind. Vieles an Bord funktioniert nur in Gemeinschaftsarbeit: Segel setzen, Segel bergen, Segelmanöver. Jeder findet hier eine Aufgabe und Arbeit, die immer Teil des Ganzen ist. Sie finden aber auch die Zeit, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen oder einfach zu chillen. Manchmal gibt es überraschende Segelmanöver, bei denen alle helfen müssen und somit wird es nie langweilig. Daneben wird ihnen auch einiges Wissenswertes für das Leben mit einem Spenderorgan vermittelt.

Bei dem Segelcamp können die Kinder einmal ohne Eltern ihre Freizeit verbringen. Sie müssen überall mit anpacken und können sich so „normal“ fühlen. Sie lernen, selbständiger mit ihrem „neuen“ Leben nach der Transplantation umzugehen. Und auch die Geschwisterkinder profitieren sehr von dem Camp, denn auch sie haben Ängste und Sorgen, die ihre Freunde oft nicht verstehen. Auf dem Schiff können sie sich mit Gleichgesinnten austauschen.
Begleitet wird das Team von 8 Betreuern inklusive einer Krankenschwester, einem Arzt und zwei Köchen.

Das Camp wird hauptsächlich durch Spenden finanziert, indem der Verein fast jedes Wochenende mit seinem Infostand auf verschiedenen Veranstaltungen steht. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt das Camp finanziell.

Fotos: (c) Transplant-Kids e. V.

www.transplant-kids.de

Beratungs- und Unterstützungsangebot für hochbegabte Kinder und Jugendliche

HerausForderung e. V., Dorsten

Es ist normal, verschieden zu sein, lautet der Tenor von HerausForderung e. V. Inklusion bedeutet Teilhabe und das Verständnis für ALLE Kinder. Manche Kinder sind besonders intelligent, hochsensibel und/oder hochreaktiv. Der Verein setzt sich dafür ein, dass diese Kinder und Jugendlichen zu ihrer Begabung stehen, ihre Potentiale entdecken und entfalten und sie mit ihren Besonderheiten und Schwierigkeiten akzeptiert und berücksichtigt werden.

10 % der Kinder und Jugendlichen sind kognitiv deutlich überdurchschnittlich begabt, ca. 2% von ihnen sind hochbegabt. Sie sind ihren Altersgenossen in Sprachverständnis und Wortschatz, Arbeitsgedächtnis, visuell-räumlichem Vorstellungsvermögen, logischem Verständnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit deutlich voraus. In NRW sind rund 60.000 Kinder und Jugendliche hochbegabt.

Einigen der betroffenen Kinder und Jugendlichen gelingt es ihr enormes kognitives Potenzial in schulische Leistungen umzusetzen – jedoch längst nicht allen. Kinder und Jugendliche, deren schulische Leistungen deutlich hinter dem zurückbleiben, was aufgrund ihres weit überdurchschnittlichen Potenzials zu erwarten wäre, werden als Underachiever bezeichnet. Underachiever sind, kurz gesagt, hochbegabte Minderleister.

HerausForderung e. V. geht es um Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Der Verein unterstützt talentierte Kinder und Jugendliche, die durchs Raster des Bildungssystems fallen.

Selbst „betroffen“ hat Frau Dr. Stefanie Marzian zusammen mit ihrer Kollegin Daniela Kasche den Verein HerausForderung e. V. gegründet. Was tun, wenn mein Kind besonders intelligent ist, anders empfindet als die meisten anderen Kinder und im Alltag dadurch mehr Unterstützung benötigt?

Die Räumlichkeit des Vereins ist der AbenteuerBus, ein umgestaltetes Wohnmobil, das Vereinsbüro, Beratungsraum, Spieletreff und Infostand in einem ist. Hierdurch besteht auch die Möglichkeit der aufsuchenden Hilfe.

Der Verein bietet außerdem verschiedene Workshops und viele thematische Angebote für Kinder, Jugendliche und ihre Familien an. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt das Projekt finanziell.

www.herausforderung.online

Fotos: (c) HerausForderung e. V.

Versorgung von Kindern mit Orthesen in Uganda/Ostafrika

Pro Uganda – Prothesen für ein neues Leben e. V., Usingen

Kinder mit körperlichen Einschränkungen haben in Uganda nur selten den Zugang zu Orthesen. Die Kosten dafür sind in Uganda sehr hoch und liegen oft außerhalb der finanziellen Möglichkeiten der Familien.

Pro Uganda ist ein deutscher gemeinnütziger Verein aus Hessen u. a. mit dem Ziel, amputierten oder körperlich beeinträchtigten Menschen in Uganda durch eine Prothese wieder neue Lebensqualität zu schenken. Die Arbeit des Vereins ist ein aktiver Beitrag gegen die gesellschaftliche Isolation von Menschen, denen Gliedmaßen fehlen oder die unter Fehlbildungen leiden. Zuvor war bei diesen Kindern und Jugendlichen der Zugang zur Gemeinschaft, sozialen Kontakten oder Bildung oft begrenzt. Sobald sie aber prothetisch gut versorgt sind, finden sie den Weg in die gesellschaftliche Normalität meist schnell zurück. Es ist mit vergleichsweise einfachen Mitteln möglich, einen wertvollen Beitrag zur Inklusion zu leisten.

Die Ursachen für eine sehr hohe Amputationsrate in Entwicklungsländern wie Uganda sind sehr vielseitig. Verbrennungen sind kein seltener Grund. Hinzu kommen allerdings noch Verletzungen, Unfälle, Krankheiten etc. Je nach Handicap ist auch die Versorgung mit einer Orthese erforderlich.

Die Familien, deren Kinder eine Fehlbildung oder körperliche Einschränkung haben, nehmen mit ihnen oft lange Strecken auf sich, um Hilfe beim Verein Pro Uganda e. V. zu bekommen. Denn diese Kinder möchten toben und laufen, wie andere in ihrem Alter. Wenn die körperlichen Voraussetzungen gegeben sind, erhalten die Kinder und Jugendlichen hier die orthopädietechnische Unterstützung. Es werden Untersuchungen durchgeführt und Gipsabdrücke von ausgebildeten Orthopädietechnikern gefertigt, um anschließend eine Orthese in der Orthopädie-Werkstatt herzustellen. Vor Ort befinden sich Physiotherapeuten, die gemeinsam mit ihnen den Umgang mit den Prothesen üben und sie anleiten.

Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt Pro Uganda e. V. finanziell dabei, Kinder und Jugendliche mit Orthesen zu versorgen.

www.prouganda.de

Bildquelle: alle Fotos von PROUganda e. V.

Nahrungsergänzung - Kampf gegen Mangelernährung in Indien

Vicente Ferrer Stiftung, Berlin

In der Region Srisailam, Bundesstaat Andhra Pradesh, Indien, lebt die ethnische Gruppe der Chenchu, die sogenannten Waldmenschen. Der Rückgang der Waldflächen in den letzten Jahren hat zu einer verstärkten Vertreibung und Migration der Chenchu geführt. Heute zählt diese ethnische Gruppe zu den am stärksten benachteiligten sozialen Gemeinschaften in Andhra Pradesh. Viele Chenchu leiden unter Unterernährung, fehlender Gesundheitsversorgung und Zugang zu Bildung sowie sozialer Ablehnung und Diskriminierung. Arme Familien haben kaum den Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln und vielen Familien fehlt das Wissen über gesunde Ernährung und den Zusammenhang von Mangelernährung und chronischen Krankheiten.

Ca. jedes dritte Kind in der Altersgruppe von ein bis fünf Jahren in Andrha Pradesh ist unterernährt. Die Kinder leiden oft an Protein- und Kalorienmangel. Dadurch erhöht sich das Risiko dieser Kinder lebensbedrohlich zu erkranken. Viele Eltern arbeiten als Lohn- oder Wanderarbeiter auf Plantagen von Großgrundbesitzern. Ihr spärlicher Lohn reicht oft nur für den Kauf von sättigendem Reis und Gewürzen. Der Reis stillt den Hunger, deckt aber nicht die nötigen Nährstoffe.

Um die Mangel- und Unterernährung bei Kleinkindern im Alter von 1 bis 5 Jahren zu stoppen und die Kindersterblichkeit zu senken, kaufen Gesundheitsberaterinnen der Vicente Ferrer Stiftung in Indien vor Ort in Koordination mit dem Direktor des

Sektors Gesundheit ein. Im Rahmen des Projektes verteilen die Gesundheitsberaterinnen zwei Mal pro Woche ein gekochtes Ei und Bohnenpaste sowie sechs Mal wöchentlich ein nahrhaftes Getränk aus Ragipulver mit Jaggery, einer Art Zucker, an die Kinder.

Das Projekt hat eine unmittelbare Wirkung auf die Gesundheit der betroffenen Kinder. Der Gesundheitszustand wird verbessert und die Kindersterblichkeitsrate reduziert. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt das Projekt finanziell.

www.vf.stiftung.de

Bildquelle: alle Fotos von Vicente Ferrer Stiftung

Fahrt ins Planetarium nach Bochum der Klassen 3 a und 3 b

Jacob-Grimm-Schule e. V., Soest

Die Jacob-Grimm-Schule ist eine Förderschule Sprache im Kreis Soest. Aufgrund der besonderen Fähigkeiten und Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler muss der Unterricht den individuellen Bedarfen entsprechen. Alle Kinder haben den vorrangigen Förderbedarf im Bereich Sprache, viele noch weitere Förderbereiche wie Lernen oder in der emotionalen und sozialen Entwicklung. Dabei ist ein projektorientierter Unterricht mit Rücksicht auf die persönlichen Lernwege der Kinder wichtig.
Daher sind die Lehrerinnen und Lehrern sehr darauf bedacht, die Kinder mit interessanten Themen im Unterricht zu begeistern.

Im Sachunterricht der Klassen 3 a und 3 b wurde das Thema Planeten und Weltall bearbeitet. In den Klassen durften die Schülerinnen und Schüler sich unter anderem mit dem Sonnensystem, Raketen und Astronauten befassen. Fächerübergreifend wurden auch im Fach Deutsch verschiedene Texte gelesen und in Mathematik gerechnet. Nachdem über mehrere Wochen das Thema im Schulunterricht behandelt wurde, war der Wunsch nach einem Besuch im Planetarium in Bochum groß. Vielen Familien ist ein Besuch des Planetariums nicht möglich.

Um diesen Ausflug möglich zu machen, unterstützte die Karl Bröcker Stiftung die beiden Schulklassen finanziell. Mit dem Bus ging die Fahrt nach Bochum und die kleinen Weltraumforscherinnen und -forscher erlebten einen wundervollen Tag. Der Besuch ins Planetarium hat den Kindern viel neues Wissen beschert.

www.jacob-grimm-schule.de

Foto: Kathrin Ewert – Jacob-Grimm-Schule

wellengang hamburg

Gruppenangebot für Kinder psychisch erkrankter Eltern

Fast jedes vierte Kind erlebt einen Elternteil mit einer psychischen Störung, vorübergehend, wiederholt oder dauerhaft.
wellengang hamburg hat sich mit seinem Gruppenangebot für Kinder und Jugendliche zum Ziel gesetzt, Kinder psychisch erkrankter Eltern zu helfen. Ihre Vision ist es, dass Kinder gesund und unbeschadet in ihren Familien aufwachsen, auch wenn Elternteile stark seelisch belastet oder psychisch erkrankt sind. Denn in der Regel erhalten die Kinder und Jugendlichen erst dann Hilfe und Unterstützung, wenn sie bereits selbst psychiatrisch auffällig sind oder die Eltern wegen Verhaltensauffälligkeiten der Kinder eine Erziehungsberatung in Anspruch nehmen.

Die Gruppe soll den Kindern den Umgang mit der elterlichen Erkrankung erleichtern u. a. auch dadurch, dass Wissen über psychische Erkrankungen vermittelt wird. Außerdem sollen die Ressourcen und Handlungskompetenzen der Kinder gestärkt werden sowie Vorurteile, Schuldgefühle und Ängste gemindert werden. In der Gruppe treffen Sie auf „Gleichgesinnte“. Mit diesem Angebot soll die oft vergessene, aber große und stetig wachsende Gruppe der Kinder mit seelisch belasteten Eltern unterstützt werden.

Es soll das Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt werden und sie sollen lernen, ihrer eigenen Wahrnehmung zu trauen, was ihnen hilft, ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen, das ihnen in schwierigen Situationen Halt gibt. Sie ziehen Kraft aus der Gruppendynamik und erkennen, dass sie in besonderen Lebenssituationen nicht allein sind.

Das Gruppenangebot von wellengang hamburg ist für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 16 und ist für sie kostenfrei.

Die Durchführung einer Gruppe wird durch die finanzielle Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung ermöglicht.

www.wellengang-hamburg.de

Fotos: (c) Aladin gGmbH, Hamburg

Bodelschwingh-Schule Soest - Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung -

GemüseAckerdemie – Hier wächst Wissen

In der GemüseAckerdemie lernen Kinder, woher das Essen auf unseren Tellern kommt – auf der schuleigenen Ackerfläche, gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Der Verein Acker e. V. unterstützt die Bodelschwingh-Schule mit einem erprobten Bildungsprogramm bei der Anbauplanung im Schulgarten. Diesem kommt aus Sicht der Schule eine besondere Bedeutung zu: Er ermöglicht mehr als andere Bereiche der Schule eine anschauliche Unterstützung vielfältiger unterrichtlicher Inhalte in verschiedenen Fächern, besonders im Sachunterricht, im Arbeitslehreunterricht aber auch fächerübergreifend z. B. im Hauswirtschaftsunterricht bei der Verarbeitung der Ernte. Außerdem bildet er realistisch die Möglichkeit ab, nach der Schule in diesem Bereich beruflich tätig zu werden.

Der Verein Acker e. V. unterstützt die Schule bei der Einrichtung des Schulgartens unter fachlicher Anleitung. In Fortbildungen wird den Lehrerinnen und Lehrern alles gezeigt, was sie fürs Ackern wissen müssen, ganz ohne Vorwissen.

Zusätzlich werden sie mit Unterrichtsmaterialien versorgt, mit einem wöchentlichen Newsletter sowie einer Lernplattform. So wissen sie immer, was zu tun ist und können sich bei Fragen schnell persönliche Beratung holen.

Im Frühjahr dreht sich erst einmal alles um die Vorbereitung des Gartens. Die LehrerInnen informieren sich in den Fortbildungen und die SchülerInnen besprechen im Unterricht das Thema Gemüseanbau. Der Verein unterstützt währenddessen mit der Bestellung des Saat- und Pflanzgutes. In der Hauptackerzeit von April bis Oktober pflanzen, pflegen und ernten die Kinder ihr Gemüse. Die Kinder und Jugendlichen bohren Löcher in die Erde, setzen Jungpflanzen und Samen oder Zwiebeln ein, aus denen später z. B. Kohlrabi, Möhren und Pastinaken wachsen. Für die Kinder ist es etwas ganz anderes, wenn man das

Gemüse später selbst erntet und nicht kauft. Viele Sorten kennen sie auch gar nicht und lernen dadurch, welche Gemüsesorten es gibt und welche Bedeutung sie für die Ernährung und Gesundheit haben. In der Folgezeit sind die SchülerInnen und Lehrer so fit, dass sie das Schulgartenprojekt eigenverantwortlich durchführen. Durch die GemüseAckerdemie werden die Schülerinnen und Schüler für Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung begeistert. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt die Schule finanziell bei dem Programm, durch das die Kinder und Jugendlichen der Schule im Bereich Ernährung, Wissen, Gesundheit und Wertschätzung auf eine praktische Art und Weise mit viel Freude dazulernen.

Bildquelle: Bodelschwingh-Schule Soest

www.bodelschwinghschule-soest.de

Plan MSA & Abi: Chancengleichheit nach Plan

Plan Solidarität e. V., Berlin

Arbeitslos, arm und bildungsfern: Für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien ist es sehr schwer, einen höheren Bildungsabschluss zu schaffen – leider gerade auch in Deutschland! Plan MSA & Abi eröffnen ihnen echte Zukunftschancen. Seit Herbst 2017 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung das erfolgreiche Projekt.

Der Verein Plan Solidarität e. V. in Berlin hat seit 2010 mehr als 700 Jugendliche auf die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) vorbereitet: kostenlos, effektiv und zielgerichtet. Der MSA (Mittlerer Schulabschluss) wird am Ende der 10. Klasse in Berlin und Brandenburg erworben. Zum Erwerb müssen mehrere schriftliche und mündliche Prüfungen abgelegt werden. Zugleich will Plan MSA Lernerfahrungen jenseits von Frontalunterricht und Notendruck ermöglichen: Die Kurse bereiten die Jugendlichen in Gruppenarbeit auf den Abschluss vor.

Friedrichshain-Kreuzberg ist nach Berlin-Mitte der Bezirk mit den niedrigsten MSA-Bestehensquoten – ein Kiez, in dem der Bedarf besonders groß ist. Hier liegt die Kinderarmut bei über 60 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 17 Prozent. Nachhilfeangebote gibt es viele – doch die meisten sind für einkommensschwache Familien zu teuer.

Größte Hürde für die Kinder: das Fach Mathematik. Plan MSA bietet wöchentliche Kurse in Mathe und Deutsch an. Die Kurse beginnen zunächst mit einem einstündigen Termin pro Woche im Fach Mathematik und setzen sich dann mit einem zweiten einstündigen Termin pro Woche im sogenannten Modulteil fort. Dazu individuelle Präsentationstrainings und Einzelsprechstunden: Hilfestellung für Jugendliche, die viele schon abgeschrieben haben. Sie sind entmutigt und verunsichert. Ziel ist auch, ihnen die Angst vor der Prüfung zu nehmen und bei Fragen und Problemen für sie da zu sein. So entsteht mit der Zeit ein guter Draht zwischen Jugendlichen, Kursleitern und Verantwortlichen.

Das Projekt im MehrGenerationenHaus „Wassertor“ in Kreuzberg startete ehrenamtlich. Mittlerweile bekommen die Kursleiter Honorare und die Projektverantwortlichen ein festes Gehalt. Und die Prüfungsergebnisse? Sind beeindruckend: Im Schuljahr 2021/2022 schafften 97 Prozent der Schülerinnen und Schüler den Abschluss nach der zehnten Klasse, vier von fünf SchülerInnen das Abitur– darunter viele, die mit einer 5 in Mathe gestartet sind.

Bildquelle: Plan Solidarität e. V., Berlin

www.plan-msa.net

Kath. Kita Roncalli Lippstadt

Kinderbus

Ab sofort kann sich die Katholische Kindertageseinrichtung Roncalli über einen eigenen Kinderbus in seinem Fahrzeugbestand freuen. Dabei handelt es sich nicht um einen richtigen Bus, sondern um ein leicht zu steuerndes kleines Fahrzeug für maximal 6 Kleinkinder im Alter bis drei Jahre.

Um auch den kleinen Kindern einen Ausgleich zu schaffen wird der Stadtwald, der an den Kindergarten grenzt, häufig genutzt und sie verbringen viel Zeit in der Natur. Es werden Wanderungen unternommen, Ausflüge und ganze Waldtage. Die Kinder werden dort weniger Reizen ausgesetzt und finden mehr zur Ruhe, können sich auf wesentliche Angebote und Aufgaben konzentrieren.  Um all das ermöglichen zu können, wurde ein Bus benötigt zum Transport der Materialien, jedoch in erster Linie für die kleinen Kinder, die diese Wege zu Fuß noch nicht schaffen. Somit stehen den Ausflügen in den Stadtwald nichts mehr im Wege.

www.kita-roncalli.de

Foto: Marion Gantenbrinker – Kita Roncalli

Ev. Kirchengemeinde Lippstadt

Schulmaterialienkammer

Schulmaterialien sind sehr teuer geworden. Und für manche Familien ist es nicht möglich alles, was die Kinder für die Schule benötigen, anzuschaffen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Lippstadt startete in den Sommerferien 2022 und hat eine Schulmaterialienkammer eingerichtet. Von diesem Angebot profitieren besonders Familien mit geringen Einkünften. Die Kammer unterstützt Kinder der 1. und 2. Klasse und stellt die Dinge bereit, die von den Erstklässlern und Schülern benötigt werden. Ausgenommen davon sind die Schultaschen, Schulbücher oder Arbeitshefte.

Das Bestellen der Materialien geht einfach über eine freigeschaltete Homepage. Hier kann bestellt werden, was aufgrund der seitens der Schulen ausgegebenen Materiallisten benötigt wird. Die Gemeinde besorgt die Materialien wie z. B. Hefte, Zeichenblock, Pinsel etc.)., packt sie zusammen und zu vereinbarten Terminen können die Eltern die Tasche abholen. Für evtl. Nachzügler ist ein kleines Polster vorhanden. Die Namen der Empfänger werden erfasst, um so einem evtl. Missbrauch vorzubeugen. Teure Dinge wie Füller werden nur einmal herausgegeben. Ausgegeben werden die kostenlosen Schulmaterialien an die Familien gegen Vorlage ihres Einkommensbescheids (Alg II, Sozialgeld, Wohngeld, Kinderzuschlag, Asylbewerberleistungsgesetz oder andere niedrige Einkünfte).

Ohne diese Unterstützung würden die Kinder aus einkommensschwachen Familien bereits zu Beginn ihrer Schulzeit Ausgrenzung und Stigmatisierung erleben, weil ihren Eltern das Geld für eine gute Ausstattung fehlt. Mit diesem Projekt soll erreicht werden, dass besonders Familien aus sozialschwachen Verhältnissen eine gleichwertige Teilhabe am Schulleben ihrer Kinder ermöglicht wird. Mit der Schulmaterialienkammer kann allen Kindern unter gleichen Bedingungen ein guter Start in die Schule ermöglicht werden.

www.evanglisch-in-lippstadt.de

AKGG - Entwicklungsräume schaffen!

Ganztagsbetreuung in der Georg-Büchner-Schule

Die unterrichteten, zu fördernden und zu begleitenden Schülerinnen und Schüler kommen aus unterschiedlichsten Gründen zur Georg-Büchner-Schule, sei es nach einer langen Krankheit, einem belasteten Umfeld, negative Erfahrungen an den allgemeinen Bildungseinrichtungen (dies beginnt schon in der Kita) oder Verständigungsschwierigkeiten durch einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern besteht eine geringe Frustrationstoleranz, Konzentrationsschwierigkeiten, ein geringes Selbstbild und bedrückende Familiensituationen. Der Auftrag der AKGG ist es, die Kinder so weit zu fördern und zu stärken, dass sie perspektivisch am Unterrichtsgeschehen in der allgemeinbildenden Schule teilnehmen können.

Auch hier ist bei den Kindern deutlich zu merken, dass Corona seine Spuren hinterlassen hat. Der Bedarf der Kinder an zusätzlicher Förderung und Gemeinschaftszeit hat sich verstärkt. Einige der Schülerinnen und Schüler haben vor Schuleintritt keinerlei Erfahrung mit Betreuungsangeboten durch fehlende oder geschlossene Kitaplätze gemacht. Erst nach der Schuluntersuchung fällt somit auf, welche Defizite beispielsweise bei der Fein- und Grobmotorik vorliegen. Alltägliche soziale und motorische Grundkompetenzen sind nicht geübt worden: wie verhalte ich mich in einer Gruppe? Seilspringen, rückwärtslaufen, Fahrrad fahren, schwimmen, gemeinsam singen, einfache Tischmanieren, einen Apfel schneiden etc. So ist schon die Eingangsstufe (1./2. Klasse) gut mit Schülerinnen und Schülern bestückt.

Aufgrund von deutlichen Entwicklungsverzögerungen und extremen Auffälligkeiten im Miteinander ist der Bedarf nach einer Ganztagsbetreuung an der Schule notwendig, da diese Kinder schwer in anderen Sportangeboten oder z. B. Sportvereinen zu integrieren sind. Hier wird nun an 4 Nachmittagen mit festen Bezugspersonen eine Nachmittagsbetreuung angeboten. Sie benötigen die besondere Beziehung zu den Schulbegleitern und -begleiterinnen im dortigen Haus. Dieses Angebot ermöglicht es den Kindern, ihren Nachmittag sinnvoll zu verbringen und das soziale Miteinander zu stärken.
Hierbei unterstützt die Karl Bröcker Stiftung.

Bildquelle: Viva Stiftung gGmbH

www.akgg.de

Don-Bosco-Schule Lippstadt, Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung

Ein Kaufladen für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Kommunikationsbedürfnissen

Ein Teil der Schülerinnen und Schüler der Don-Bosco-Schule kann lautsprachlich nicht oder nur wenig kommunizieren aufgrund einer Beeinträchtigung. Um ihnen eine Teilhabe am Leben zu ermöglichen und sie dazu zu befähigen, ihre Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen, bedarf es unterschiedlicher Fördermöglichkeiten.

Dazu kam den Förderschullehrern der Don-Bosco-Schule, die als die Beauftragten für Kommunikationsförderung auf einem Kongress für unterstützende Kommunikation in Leipzig einen sprechenden Kaufladen gesehen hatten, eine Idee. Dieser Kaufladen war ein Ausstellungsstück und käuflich nicht zu erwerben. So war schnell klar, dass etwas Ähnliches für die Schülerschaft in Eigenregie hergestellt werden muss. Der Kaufladen soll ganz speziell auf die Bedürfnisse der Schülerschaft der Don-Bosco-Schule ausgerichtet sein.  Hierzu entstand die Idee, den Umbau und die Ausstattung eines Kaufladens mit den Hilfsmitteln aus dem Bereich der Unterstützenden Kommunikation (UK) durchzuführen.

Als Basis dient ein herkömmlicher, qualitativ hochwertiger Holzkaufladen. Dieser wurde so umgebaut, angepasst und erweitert, dass die installierten Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation ihren festen Platz haben. Im gemeinsamen Rollenspiel werden auf kindgerechte Art und Weise Begegnungen mit der realen Welt nachgespielt. Ausgestattet wurde er mit sprechenden Tastern, die mit Symbolen bebildert sind, mit Talkern und Symbolkarten. Per Knopfdruck können die Schülerinnen und Schüler über die Taster und Schalter Sätze bilden und die Computerstimme für sich sprechen lassen. Mithilfe eines digitalen Vorlesestifts liest dieser die entsprechend angetippten Artikel der bebilderten Aufstellung laut vor. So kann mithilfe von kleinen Einkaufskörben der Einkauf von Obst und Gemüse gestartet werden. Anschließend wird der Einkauf an der Kasse abgegeben und mit Spielgeld

 

bezahlt. Durch das Spielen von Alltagshandlungen können die Kinder ihren ganz persönlichen Erfahrungsschatz einbringen und machen Fortschritte in ihrem Spielverhalten und Ihrer Sozialkompetenz. Zugleich entwickeln sie aber auch ihre Sprachkompetenz und die mathematischen Kompetenzen weiter. Um die erlernten Dinge in die Praxis umzusetzen, wird im heimischen Supermarkt eingekauft.
Wird der Kaufmannsladen nicht gebraucht, wird er zusammengeschoben und abgedeckt.

Mit der finanziellen Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung waren die Anschaffung und der Umbau des Kaufmannsladens möglich.

www.donboscoschule.de

Bilder: (c) Don-Bosco-Schule Lippstadt

PowerKids

Außerschulische Sozialtrainings für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen

Mit diversen Gruppenangeboten setzt sich der Verein FAIR.STÄRKEN e. V. für Kölner Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Lebenslagen ein. Bei dem Projekt PowerKids handelt es sich um außerschulische Sozialtrainings für Kinder und Jugendliche. Sie arbeiten mit jungen Menschen, die in Armut aufwachsen oder mit einem alleinerziehenden Elternteil, die Gewalterfahrung haben oder andere Traumata durch Krieg, Flucht oder Ausgrenzung. Teils sind sie traumatisiert und zeigen Verhaltensweisen, die auf Bindungsstörungen hindeuten. Die Kinder fallen durch herausfordernde Verhaltensweisen auf. Dazu gehört aggressives und gewalttätiges Verhalten, Zurückgezogenheit und Depression. Auch Mobbing spielt eine große Rolle.

Die Kinder und Jugendlichen, bei denen schulische Maßnahmen oder Hilfen zur Erziehung nur schwer greifen und eine soziale Benachteiligung vorliegt, werden durch Schulsozialarbeiter, Kinderpsychologen oder in Jugendzentren angesprochen,
Ein Jahr lang werden sie in wöchentlich stattfindenden 2-stündigen Einheiten von erfahrenen Sozialtrainern begleitet. Die Trainer haben zusätzliche Qualifikationen in Anti-Diskriminierungs-, Anti-Gewalt- und Deeskalationsstrategien sowie Coolness-Training. Durch die außerschulischen Sozialtrainings und Gruppenarbeiten sollen die Kinder lernen, einen positiven Blick auf sich selbst zu entwickeln

Durch unterschiedliche Formen der Gruppenarbeit sowie Bewegungs- und Rollenspiele wird an den Schwerpunkten Selbstachtung, Soziale Kompetenz und Handlungsstrategien methodisch vielfältig gearbeitet. Langfristig sollen die Trainings dazu führen, dass sie gewaltlose Handlungsstrategien, Selbstregulation in Konfliktsituationen und Kooperationsfähigkeit entwickeln. Kinder mit und ohne Migrations- und Fluchterfahrung lernen die einheimischen Kinder kennen, ihre Lebenswelt öffnet sich und sie können am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Köln teilhaben. Das Training soll durch Stärkung ihrer persönlichen Fähigkeiten Teilhabe und Chancengleichheit fördern.

In Köln Porz wurden zwei neue Gruppen, eine Gruppe für Mädchen zwischen 10 und 13 Jahren und eine Gruppe für Jungen zwischen 12 und 14 Jahren. Jede Gruppe wird durch zwei pädagogische Fachkräfte geleitet. Sie sind geschlechtsspezifisch angelegt, um unter anderem rollenspezifische Themen aufgreifen zu können. Das Projekt ist für die Dauer von einem Jahr angelegt und wird finanziell durch die Karl Bröcker Stiftung unterstützt.

www.fairstaerken.de

Fotos: (c) FAIR.STÄRKEN e. V.

 

Bläserkurs für die Schülerinnen und Schüler des 5. u. 6. Jahrgangs

Finanzielle Unterstützung für bedürftige Kinder

Was ist ein Bläserkurs? Ein Bläserkurs ist ein auf zwei Schuljahre (Klasse 5 und 6) hin angelegter Musizierkurs im normalen Musikunterricht. Seit dem Beginn des Schuljahres 2022/23 bietet die Sekundarschule Geseke für die beiden Jahrgänge Bläserkurse an, in denen die Schülerinnen und Schüler ein neues Instrument lernen können. Dieser Unterricht bildet für sie eine Alternative zum Musikunterricht und findet als Kurssystem während des Regelunterrichtes statt. Das Projekt startet erst einmal damit, dass die jungen Menschen die Instrumente kennenlernen und ausprobieren können. Die Kinder können aus unterschiedlichen Instrumenten wählen wie Trompete, Querflöte, Saxophon, Tenorhorn, Posaune oder Klarinette. Einen Monat später erfolgt die Anmeldung des Kindes mit der Wahl des Instrumentes. Dann startet der Bläserkurs. Die Kinder beginnen mit dem Erlernen des Instrumentes direkt im Kurs.

Seit Oktober erlernen 21 Schüler/innen das Spielen ihres Instrumentes anstelle des regulären Musikunterrichtes. Die zweistündige Instrumentenausbildung gliedert sich in eine Stunde Instrumentalunterricht, der von ausgebildeten Musikfachkräften der Musikschule übernommen wird und in der zweiten Stunde findet eine gemeinsame Orchesterstunde statt, die die Lehrerin der Sekundarschule übernimmt. Hier spielen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam und proben die ersten Lieder ein. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler am schuleigenen Orchester oder der Schulband und den damit verbundenen Auftritten auf verschiedensten Veranstaltungen teilnehmen können.

Auf den ersten Blick stehen die musikalische Ausbildung und das Erlernen eines Instrumentes im Vordergrund. Mindestens genauso wichtig und auch für das weitere Leben bedeutsam sind die sozialen Erfahrungen, die während der zwei Jahre gemacht werden. Zusammen in einer Gruppe lernen und sich im Orchester gegenseitig unterstützen, das sind die Verhaltensweisen, die eingeübt werden sollen. Motivation und Erfolg als Gruppenerlebnis sind prägende Erfahrungen für die Kinder, die sie nicht nur in ihrer schulischen Laufbahn, sondern auch in ihrem weiteren Leben weiterbringen. Die Kinder erweitern ihre Fähigkeiten darin, sich zu konzentrieren. Dies wirkt sich positiv auf das Lernen in anderen Unterrichtsfächern aus.

Für die Dauer der Ausbildung stellt die Musikschule die Leihinstrumente. Das Ausleihen des Instrumentes ist im monatlichen Kostenbeitrag enthalten.

Um auch Kindern die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen, deren Erziehungsberechtigten nicht in der Lage sind, den finanziellen Beitrag zu leisten, unterstützt die Karl Bröcker Stiftung diese Gruppe mit finanziellen Mitteln. So haben alle Kinder eine Chance, ein Instrument zu erlernen.

www.skgeseke.de

Fotos: (c) Hannah Stieren – Sekundarschule Geseke

Der Kinderschutzbund - Ortsverband Hagen

Auf den Anfang kommt es an

Der Kinderschutzbund Hagen ist seit mehreren Jahren im Bereich „Frühe Hilfen“ tätig, insbesondere mit den sogenannten Willkommensbesuchen. Dabei besuchen ausgebildete Fachkräfte sowie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen die Eltern und Neugeborenen und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Die Eltern werden zu Besuchen in die Babytreffs eingeladen.

Bei diesen Angeboten wurde festgestellt, dass eine Babysprechstunde fehlt. Einige Eltern brauchen einfach mehr Zeit, Zuspruch und eine entsprechende Ansprechpartnerin. Das erste Jahr mit dem Baby kann ganz schön anstrengend sein.

Manche Babys sind z. B. unruhig oder weinen ständig. Manchmal können die Kleinen auch schlecht einschlafen oder wachen immer wieder auf. Es ist für die Eltern einfach nicht zu erkennen, warum das Baby weint oder sie wissen nicht, was das Kind gerade braucht. All das wirkt sich auch auf die Mutter oder den Vater aus. Sie fühlen sich erschöpft und überfordert, hilflos oder verzweifelt. Manche werden ärgerlich auf sich oder ihr Kind.

Hier unterstützt die Babysprechstunde. Die Eltern brauchen spontan Begleitung. Die Babysprechstunde soll den Eltern die

Möglichkeit geben, sich gezielt Informationen und Unterstützung zu holen, wenn es um eine umfassendere Beratung geht, die mehr Zeit erfordert, als dies z. B. im Rahmen der Sprechstunde beim Kinderarzt oder in den Babytreffs möglich ist. Ziel ist es, die Eltern über die altersgemäße Entwicklung des Babys zu informieren, ihre intuitiven Fähigkeiten zu stärken, ihnen Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten. Neben praktischen Hilfen zum Umgang mit dem Baby werden ihnen auch Möglichkeiten zur Stressreduzierung und Entspannung für sie selbst und das Baby gezeigt. Bei Bedarf werden auch Kontaktadressen von weiteren Fach- und Beratungsstellen vermittelt.

Möglich macht die Babysprechstunde in Hagen die finanzielle Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung. Diese findet einmal wöchentlich statt, zu der die Eltern spontan erscheinen können.

Durch das Hochwasser im Juli 2021 stand der Wiederaufbau des Mehrgenerationenhauses im Vordergrund.
Jetzt geht es endlich wieder los!

www.kinderschutzbund-hagen.de

Bildquelle: (c) DKSB Susanne Tessa Müller

Klettertraining für herzkranke Kinder

„HerzKinder klettern“

Die Idee „HerzKinder klettern“ entwickelte die Elterninitiative herzkranker Kinder, Köln e. V. gemeinsam mit dem Verein Hoch Hinaus – Klettern als Therapie e. V. Ziel war es, aufgrund der verschiedenen körperlichen und geistigen Belastbarkeit der Kinder eine individuelle Förderung zu erreichen. Die Kinder sollen in der Gruppe Herausforderungen annehmen und meistern, Verantwortung übernehmen und Vertrauen erfahren, Spaß an der Bewegung im Team haben. Unter Anleitung der Therapeuten von „Hoch-Hinaus Klettern als Therapie e.V.“ erlernen die Kids Kletter- und Sicherungstechniken. Neben kindgerechtem Klettertraining stehen Sportspiele, Koordinationsübungen und Beweglichkeitsschulung im Fokus. Im Mittelpunkt steht dabei Freude an der Bewegung und Spaß an neuen Herausforderungen.

Und dies hilft wiederum herzkranken Kindern, die im Schulsport oft auf der Bank sitzen müssen, da im Sportunterricht der Schulen und Kita’s eine individuelle Förderung meist nicht möglich ist.
Das zeichnet die Klettergruppe „HerzKinder klettern“ aus. Einmal pro Woche treffen sich die Kinder in der Kletterfabrik. Hier lernen Kinder und Jugendliche mit einem angeborenen Herzfehler, wie man am besten eine Kletterwand hochkommt und auch, wie man sie wieder sicher herunterkommt. Das Erlernen von Klettertechniken ist hierbei genauso wichtig, wie das gegenseitige Sichern. Hier erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Sie lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen und gemeinsam das Ziel zu erreichen. Und das ganz besondere an dem Projekt ist noch, dass auch Geschwister oder ein besonders guter Freund mitklettern dürfen.

www.herzkranke-kinder-koeln.de

Andere Länder, andere Sitten

"Benimm ist in" am Lippe Berufskolleg

Mit Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung erlernen Schulklassen des Lippe Berufskollegs in Lippstadt wertschätzende und angemessene Umgangsformen. Eine Diplom-Pädagogin vom Berufskolleg hat das Projekt initiiert, eine Knigge-Trainerin führt die Jugendlichen ein in die Welt der Sitten, Umgangsformen und Regeln zwischenmenschlicher Beziehungen – die ja von Land zu Land verschieden sind. Die Teilnehmenden sind junge Menschen zwischen 16 und 18 aus Ausbildungsvorbereitungsklassen sowie internationalen Förderklassen.

Privat, aber auch beruflich ist es von enormer Bedeutung, dass Jugendliche nicht nur die deutsche Sprache beherrschen, sondern sich situationsbedingt richtig benehmen können. Und genau diese Fähigkeiten erarbeiten sie gemeinsam in ihrem Kurs – praktisch in Rollenspielen.

Wie begrüße ich jemanden, wie stelle ich mich oder andere vor? Wie viel Abstand halte ich zu meinem Gegenüber, welchen Eindruck erzeugt meine Körperhaltung, mein Outfit, die Farbe meiner Kleidung? Wie gebe ich Feedback, wie gehe ich mit Kritik um? Welche Themen eignen sich zum Smalltalk? Wie hinterlasse ich einen guten Eindruck?

Wie halte ich das Besteck richtig und wie werden die unterschiedlichen Speisen verzehrt? Höhepunkt des Knigge-Tages ist ein Restaurantbesuch: Bei einem Drei-Gänge-Menü praktizieren die Jugendlichen die Tischmanieren, die sie zuvor in der Theorie erlernt haben. So macht gutes Benehmen Spaß!

Die Pädagogin ist davon überzeugt, dass man eine gute schulische Leistung nur dann bringen kann, wenn man sich in einer stabilen seelischen Verfassung befindet und in dem Land, in dem man lebt, gut integriert ist und sich wohlfühlt. Die Jugendlichen lernen, sich in Gesellschaft sicher zu bewegen und mit den richtigen Umgangsformen in der Berufswelt und privat einen guten Eindruck zu machen. Und sie erleben, wie sie selbst aktiv Einfluss auf ihre Wirkung haben – das gibt ihnen die Sicherheit, die sie so dringend benötigen.

www.lippe-berufskolleg.de

20-jähriges Stiftungsjubiläum

Renate Bröcker Jugendzentrum, Geseke

Die Karl Bröcker Stiftung feierte 2019 ihr 20-jähriges Jubiläum! Ein guter Anlass, den Neubau des Jugendzentrums in Geseke großzügig zu unterstützen – denn in Geseke hat alles angefangen: Hier gründete 1962 der Unternehmer Karl Bröcker die Gesika Büromöbelwerke, inzwischen Sedus Systems GmbH. Zu Ehren seiner Tochter Renate Bröcker, die die Stiftung ins Leben gerufen hat, wird das neue Jugendzentrum ihren Namen tragen. Neben der Förderung durch die Stiftung wird das Projekt aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Stadt und Stiftung ziehen an einem Strang.

Neuer Name – und ein neuer Ort: Das Jugendzentrum zieht um ins Schulzentrum Mitte. Der neue Gebäudezuschnitt bietet klare Vorteile: Der gesamte Aktionsbereich liegt auf einer Ebene. Ein zentraler Treffraum sorgt für bessere Übersicht und Zusammenarbeit, und die größere Küche erlaubt mehr Jugendlichen, an den stark nachgefragten kulinarischen Aktionen teilzunehmen. Im November 2021 war es soweit: Das Renate Bröcker Jugendzentrum wurde eröffnet. „Mit dem neuen Jugendzentrum (JUZ) wollen wir Renate Bröcker ehren“, sagte Gesekes Bürgermeister Remco van der Velden anlässlich der offiziellen Eröffnung und symbolischen Schlüsselübergabe am 13.11.2021.
Es entspreche dem Leitgedanken der Stiftung, den Entwicklungs- und Bildungsprozess von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu fördern und sie beim Erwerb sozialer Kompetenzen und ihrer Selbstständigkeit zu stärken.

Immer mehr Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund besuchen das Jugendzentrum. Die interkulturelle Arbeit ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Jugendarbeit.

„Als Gewinn für die Stadt Geseke sieht Susanne Brandherm, Vorstand der Karl Bröcker Stiftung, das neue JUZ. Der Stiftung liegt die Förderung des Entwicklungs- und Bildungsprozesses Jugendlicher am Herzen und es erfüllt sie mit Stolz, dass das neue Haus für die Jugend den Namen Renate Bröcker trage“

www.renate-broecker-jugendzentrum.de

Fotos: Frau Sonntag-Carl, Stadt Geseke

Beratungs- und Betreuungsstelle in Tschechien (Cheb)

Möglichkeit zum Schutz und Rückzug für Kinder und Jugendliche

Seit 1994 engagiert sich Karo e. V. gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Ziel des Vereins ist es, Kindern und Jugendlichen, die psychische, physische oder sexuelle Gewalt erfahren haben, Schutz und Hilfe zu bieten.

Die Beratungsstelle des Karo e. V. „Maria P.“ im tschechischen Cheb dient als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Strukturen: der familiäre Hintergrund desolat, geprägt von Gewalt, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch. Hier finden die Kinder einen sicheren Rückzugsort, Essen, Ruhe, Raum für Körperpflege und Austausch in vertrauensvoller Atmosphäre. Raum, einfach Kind zu sein. Hier finden sie verlässliche Ansprechpartner, zu denen sie trotz der tabuisierten Probleme Vertrauen aufbauen

Menschen, die ihnen zuhören, mit denen sie über ihre Gefühle sprechen können – so erfahren die Sozialarbeiter von gewalttätigen sexuellen Übergriffen, die sie dokumentieren und, wenn möglich, an die zuständigen Behörden weiterleiten. Und sie helfen: durch Krisenintervention, weiterführende Beratung und intensive Einzelgespräche.

Die Beratungsstelle bietet einen Schutzraum, unterstützt bei Behördengängen und Anzeigenerstattung. Und sie hilft nicht nur Kindern, sondern auch deren Müttern. Diverse positive Freizeitaktivitäten helfen Kindern und Müttern auf ihrem Weg in ein gewaltfreies Leben: Tanz, Bewegungs- und Entspannungsprogramme, auch mit speziell sexualpädagogischer Ausrichtung zur körperlichen wie emotionalen Stabilisierung. Die Karl Bröcker Stiftung übernimmt bei diesem Projekt die Personalkosten.

Bildquelle: KARO e. V.

www.karo-ev.de

Leseförderung

Von Lesefrust zu Leselust

„Arufe beme Arsete“, liest Bibi vor. Nein – das ist keine Fremdsprache. Bibi liest drei deutsche Wörter: „auf dem Ast“. Aber sie hört eben bei jedem „a“ ein „r“ mitschwingen, jedes „f“ klingt für sie mit einem „e“ aus, genauso beim „s“ und „t“. Und die Buchstaben „d“ und „b“ kann man nun wirklich leicht verwechseln … Rund zehn Prozent der Grundschulkinder in Deutschland können am Ende der vierten Klasse nicht richtig lesen.

Kinder mit Leseschwierigkeiten quälen sich mühsam von Wort zu Wort. Sie können Buchstaben und Laute nicht richtig zuordnen oder erfassen die Silbenstruktur der Wörter nicht. Falsche Lesestrategien, die sich beim „normalen“ Vorlesen nur verfestigen. Klar, dass diese Kinder das Lesen von Texten vermeiden, wo sie können. Niemand würde von einem Erwachsenen erwarten, dass er ein Buch in einer Fremdsprache, die er nur ansatzweise beherrscht, mit großem Vergnügen liest. Und genauso geht es diesen Kindern.

Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt seit vielen Jahren in Lippstadt Initiativen an zwei Grundschulen, um solche Leseschwächen individuell zu beheben. Lesetrainer erkennen die falsche Lesestrategie und entwickeln für jedes Kind einen passenden Trainingsplan. Das Ziel ist: mindestens eine 3 im Lesen. Erste Erfolge stellen sich schon nach einigen Wochen ein. Und wenn es am Ende der Grundschule darum geht, welche weiterführende Schule besucht werden soll, schaffen die Kinder nach einem Jahr Leseförderung im Schnitt eine ganze Stufe mehr.

Und das Lesen? Macht endlich Spaß!
Weitere Grundschulen in Lippstadt werden von der Dr. Arnold Hueck-Stiftung unterstützt.

Zukunft schaffen

Paten helfen unbegleiteten Flüchtlingen in Hannover - IKJA e. V.

Vertrauen aufbauen, Alltagssorgen vergessen, Gemeinschaft erleben: IKJA e. V. (Internationaler Kultureller Jugend Austausch) vermittelt Paten für unbegleitete geflüchtete Jugendliche. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt diese wichtige Initiative.

Jugendliche, die allein, ohne Familie Deutschland als Geflüchtete erreichen, erhoffen sich hier Schutz und eine neue Lebensperspektive in Frieden und Sicherheit. Viele haben Traumatisches erlebt, waren lange Zeit allein und schutzlos unterwegs. Sie vermissen ihre Familie und müssen sich in einer neuen Kultur zurechtfinden: mit fremder Sprache und fremden Regeln.

Diese jungen Menschen in Not möchten sich integrieren, sich eine Zukunft aufbauen und unsere Gesellschaft bereichern – wenn sie die Chance dazu bekommen. Patenfamilien oder Lernpaten leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag.

Patenfamilien binden junge Geflüchtete in ihr Familienleben ein und begleiten sie auf ihrem Weg: aufgeschlossen, sensibel und verlässlich. In welchem Umfang sie den Jugendlichen am Familienleben teilhaben lassen – das gestalten die Familien gemeinsam mit dem Patenkind selbst. In der Regel wohnen die Jugendlichen in einer betreuten Wohngruppe, bei entfernten Verwandten oder in einer Flüchtlingsunterkunft. Lernpaten helfen einmal wöchentlich beim Deutschlernen und beim Lernen für Schule und Ausbildung.

Die Paten werden professionell vorbereitet und begleitet: mit Austauschtreffen, Fortbildungen, bei Bedarf Supervision und Mediation. Die Initiative führt mit Jugendlichen und Paten vorab ausführliche Gespräche zum Kennenlernen, organisiert Treffen und gemeinsame Aktivitäten. Ein wichtiger Baustein – für den Lebensweg der geflüchteten Menschen und für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft.

Bildquelle: IKJA e. V. Hannover

www.ikja.eu

Sommerfest

Wir stellen die Welt auf den Kopf! Die Karl Bröcker Stiftung lädt ein

Bestes Wetter beim Sommerfest der Karl Bröcker Stiftung auf dem schönen Gelände des Ateliers T8 in Dedinghausen: Die Sonne lachte mit den rund 200 Gästen – Kinder und Jugendliche mit Behinderung, ihre Angehörigen und Freunde – um die Wette! Und dabei standen doch einige der kleinen Teilnehmer mit nackten Füßen auf Glasscherben … Fakire in Dedinghausen?

Der Zirkus war da! Der Kölner Spielecircus stellte die Welt auf den Kopf – so das Motto des Tages. Im bunten Zirkuszelt zeigten die Nachwuchsartisten, was die Profis ihnen beigebracht hatten – natürlich in richtigen Zirkuskostümen. Zum Beispiel, wie man

barfuß über Scherben geht. Die Zuschauer waren baff. Clowns erzählten Mitspielgeschichten, bis die Gesichter der Zuhörer vor Spaß und Spannung genauso glühten wie die knubbeligen roten Clownsnasen. Kleine Artisten wagten sich an eine Menschenpyramide, balancierend auf frei stehenden Leitern, jonglierten, tanzten, sangen und sprangen sogar über Feuerfackeln! Natürlich alles unter der liebevollen Anleitung der Spielecircus-Akteure, die bereits zum dritten Mal dabei waren. Auch Kinder im Rolli trauten sich so die tollsten Sachen zu.

Jedes Jahr richtete die Karl Bröcker Stiftung ein Sommerfest für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien aus. Immer unter einem neuen Motto. Die Feste boten einen unvergesslichen Tag lang alles, was zu einer Mottoparty dazugehört: Bewegung, Spielen, Basteln, Kostümieren, Schminken, Abenteuer und ganz viel Vergnügen. Zum Beispiel 2018: Unter dem Motto „Forschen und Entdecken“ erkundeten die Kinder die Welt und ihre eigenen Sinne – und bauten einen echten Vulkan aus Wachsknete. Inklusive Explosion!

2017 ging es zum Sommerfest auf die Lippe: „Komm an Bord“ – Floß ahoi mit Wasserbomben! 2015 erlebten die Gäste „Auf dem Rummelplatz“ einen Tag voller Zauberei, mit Clowns, Karussells und Wahrsagerin. Zauberer Otti ließ Kuscheltiere verschwinden – um sie gleich wieder hervorzuzaubern. Wenn die Stiftung ins „Abenteuerland“ einlädt wie beim Sommerfest 2014, dann erkunden kleine Abenteurer Wiesen und Wälder, suchen und finden Schätze, und die Rollifahrer erobern den Hochseilgarten. Natürlich immer unterstützt durch ein Team professioneller Helfer und das DRK. Für einen unbeschwerten Tag mit tollen Erlebnissen, riesig viel Spaß – und leckeren Sachen zum Essen und Naschen!

Stiftung

„Zukunft für Kinder“ – das ist der Leitsatz der Karl Bröcker Stiftung.

Kinder sind die Zukunft! Und dennoch gibt es viele Kinder und Jugendliche ohne Chancen auf ein glückliches, freies Leben, auf Sicherheit, Gesundheit und Bildung.

Ihnen zu helfen ist Ziel und Aufgabe der Karl Bröcker Stiftung.

Ziele

Wir schenken Kindern Zukunft

Die Karl Bröcker Stiftung mit Sitz in Lippstadt hat sich 1999 gegründet. Seitdem haben wir zahlreiche Projekte und Einrichtungen gefördert und ins Leben gerufen. Dabei beschränken wir unsere Unterstützung nicht auf eine Stadt oder Region. Die Karl Bröcker Stiftung hilft dort, wo die Hilfe benötigt wird – im In- und Ausland.
Wir unterstützen Kindergärten, Schulen, medizinische und therapeutische Einrichtungen. Den Schwerpunkt legen wir dabei auf Bildungs- und Therapieprojekte. Die Karl Bröcker Stiftung ist da, wo Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen: Sie schenkt ihnen Selbstvertrauen und Chancen– und Erlebnisse, die sie  glücklich machen, unbeschwerte Momente bei spannenden Aktionen und fantasievollen Festen. Außerdem fördert die Stiftung die wissenschaftliche Erforschung von Krankheiten, unter denen Kinder leiden – auch in Deutschland.

Um diese Ziele und Projekte zu verwirklichen, benötigt die Karl Bröcker Stiftung finanzielle Mittel. Diese setzen sich aus dem Stiftungsvermögen und Zuwendungen zusammen.

Stiftungsvermögen

Das Stiftungsvermögen der Karl Bröcker Stiftung ist breit gefächert. Die größte Position ist der Aktienanteil an der Sedus Stoll AG, einem Unternehmen mit familiengeführten Wurzeln und sozialer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Dafür stehen die Karl Bröcker Stiftung und die Stoll VITA Stiftung als Hauptaktionäre.
Darüber hinaus gibt es einige Kapitalanlagen, die zum Teil auch den Stiftungszweck und Leitgedanken „Zukunft für Kinder“ erfüllen.

 

Historie

Ein Blick in die Vergangenheit – und viele Blicke in die Zukunft!

1962 gründete der Unternehmer Karl Bröcker in Geseke die Gesika Büromöbelwerke. Das Familienunternehmen entwickelte sich erfolgreich und setzte von Beginn an auf soziales Engagement, zunächst unter Karl Bröcker, der die Leitung des Unternehmens dann an seine Tochter Renate übergab. Renate Bröcker führte das Werk im Sinne Ihres Vaters weiter – bis sie 1998 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Jetzt zeigte sich der Weitblick, der dieses Familienunternehmen und ganz besonders Renate Bröcker auszeichnete: Denn die junge Frau hatte in ihrem Testament verfügt, dass ihr Vermögen in eine Stiftung fließt, die den Namen ihres verstorbenen Vaters tragen soll. So gründete sich 1999 die Karl Bröcker Stiftung.

Gleiche Chancen für alle!

Renate Bröcker wollte Lebensperspektiven schaffen, gerade auch für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Karl Bröcker Stiftung war ihr eine Herzensangelegenheit. Und eine Herzensangelegenheit ist sie bis heute allen in der Stiftung aktiven und mit der Stiftung verbundenen Menschen.

 

 

Wir sind überzeugt: Die Kinder von heute gestalten die Zukunft von morgen. Und wir helfen ihnen dabei.

Renate Bröckers Engagement und Weitblick bestimmen das Handeln der Verantwortlichen in der Stiftung bis heute. Das Unternehmen Gesika Büromöbelwerke wurde im Jahr 2002 in die Sedus Stoll AG eingebracht und firmiert seitdem unter Sedus Systems GmbH. Damit wurde garantiert, dass es bis heute Büromöbel aus Geseke gibt.

Über Uns

Die Menschen hinter der Karl Bröcker Stiftung

Die Organe der Karl Bröcker Stiftung sind der Beirat und der Vorstand.

Das Stiftungsteam von links nach rechts:
Dipl.-Ing. Andrea Wisk (Beirat)
Sparkassenbetriebswirt Werner Blanke (Beiratsvorsitzender)
Diplom-Betriebswirtin Melanie Rieke (Operatives Team)
Dipl.-Ing. Susanne Brandherm (Ehrenamtl. Vorstand)
Carsten Walter (Beirat)
Doris Bernert (Operatives Team)

Spenden

Helfen Sie mit! Mit Ihrer Hilfe kann die Karl Bröcker Stiftung hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in Deutschland und aller Welt noch besser unterstützen. Ihre Unterstützung wirkt zu 100 Prozent, denn sämtliche Kosten der Karl Bröcker Stiftung werden durch Erträge des Stiftungsvermögens gedeckt. So kommt jeder Cent Ihrer Spende direkt und ohne Abzüge hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen zugute – garantiert!

Ausfüllen, abschicken, helfen!

Mit Ihrer Spende auf unser Spendenkonto schaffen Sie Zukunft für Kinder:

Karl Bröcker Stiftung
Volksbank Beckum Lippstadt eG
IBAN: DE79 4166 0124 0780 1214 44
BIC: GENODEM1LPS

Schenken Sie Zukunft: Wünschen Sie sich eine Spende!

Sie feiern Geburtstag oder ein rundes Jubiläum?

Zeigen Sie soziales Engagement und helfen Sie mit, Kindern eine Zukunft zu geben. Bitten Sie einfach Freunde, Bekannte, Verwandte oder Geschäftspartner Ihnen keine Geschenke mitzubringen, sondern „Zukunft für Kinder“ zu schenken: mit einer Spende an die Karl Bröcker Stiftung.

Sie haben Fragen rund um die Unterstützung? Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihren Anruf!

 

Anträge

Wenn Sie Fragen haben – rufen Sie uns an!
Wir beraten Sie gern persönlich.

02941 204 8289

Wir nehmen Ihren Antrag formlos entgegen. Trauen Sie sich, auch wenn Sie kein auf Hochglanz poliertes Konzept haben: Gerade kleine, regionale Engagements können oft so viel bewegen.

Die Karl Bröcker Stiftung fördert Projekte und Initiativen gemeinnütziger Organisationen. Haben Sie Verständnis dafür, dass die Stiftung keine Fördermittel an einzelne Privatpersonen vergibt.

Kontakt

Kontakt

Zukunft für Kinder
Lipperoder Straße 11
D-59555 Lippstadt

Tel. +49 2941 204 8289
E-Mail: info@karl-broecker-stiftung.de