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Projekte

Die Kuh im Kühlschrank

Mitmach-Ausstellung zu Energie und Umwelt

Woher kommt die Milch im Kühlschrank? Eine Ausstellung macht das ganz klar: Im Kühlschrank steht eine kleine Kuh, deren Euter direkt mit der Milchflasche verbunden ist!

Die kleinen und großen Ausstellungsbesucher betreten eine Wohnung – ganz aus Pappe. Hier ist vieles fast wie zu Hause, aber zugleich erleben sie, wie es vor, hinter, unter und über unseren alltäglichen Einrichtungsgegenständen weitergeht: Also rein ins Klo! Deckel runter – und weiter geht’s ins Abwasserrohr. Das ist hier allerdings trocken, sauber und so groß, dass die Kinder durch die Kanalisation krabbeln können. Geradeaus, um die Ecke, unterm Gully durch, vorbei an zwei Ratten, bis zum Ausgang. Wohin geht das schmutzige Wasser? Und woher kommt das saubere?

Die Riesensteckdose bietet Einblicke in ihr Inneres und im Küchenschrank sitzt ein dickes, schwarzes Huhn, das Eier legt – direkt in die Bratpfanne! Was esst ihr am liebsten? Wo kommt das alles her, Gemüse, Obst, Nudeln, Fleisch? Essen alle Menschen das Gleiche? Warum haben wir so viel zu essen, dass wir es manchmal wegwerfen – während andere Menschen hungern?

Küche, Wohnzimmer, Bad, Kinderzimmer – alle Räume laden zum Spielen, Ausprobieren und Entdecken ein. Licht für die Puppenstube? Dafür brauchen wir Strom! Die Kinder drehen am Stromrad … aber woher kommt der Strom? Fragen, die hier kindgerecht beantwortet werden. Der kuschelige Sessel besteht aus alten Stofftieren. Das Puppenhaus aus Büchern, der Roboter aus alten CD-Spielern. Wie viel Spielzeug ist genug? Was passiert mit unserem Müll?

„Was macht die Kuh im Kühlschrank?“ ist eine interaktive Ausstellung für Kinder von drei bis sechs zum spielend Verstehen und anders Denken. Das Konzept funktioniert – das zeigen auch die Einträge im Gästebuch: „Ich finde diese Wohnung sooo süß! Ich würde hier am liebsten wohnen!“ Zu erleben in der Galerie im Rathaus Lippstadt vom 12. November bis 8. Dezember 2019. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt die Ausstellung gemeinsam mit der Dr. Arnold Hueck-Stiftung sowie einer Eigenbeteiligung der Stadt Lippstadt.

SkF e. V. Lippstadt – Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche

Strohhüpfburg und bunte Fingernägel

Eine Spende der Karl Bröcker Stiftung macht’s möglich: Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e. V. veranstaltet 2019 Oster-, Sommer- und Herbstferienprogramme für Kinder und Jugendliche des Bewohnerzentrums Am Rüsing/Familienzentrums am Stadtwald und der Nachbarschaft. Schwerpunkte des Ferienprogramms sind Bewegung, Bildung und Lernen durch Erleben – und Spaß und Erholung vom Alltag. Und was passiert da genau?

Zum Beispiel in den Osterferien: Am Anfang des Programms im April stand ein Mädelswochenende in Dortmund – natürlich mit Betreuerinnen. Ankunft in der Jugendherberge, Auspowern in einer Indoor-Trampolinhalle. Nach dem Abendessen waren alle Mädchen so glücklich erschöpft, dass die Cocktailrunde vertagt wurde. Am nächsten Tag konnte die kleine Reisegruppe also komplett ausgeschlafen die Stadt erkunden: Rundfahrt durch Dortmund – gekrönt durch die besondere Atmosphäre eines BVB-Heimspieltages. Anschließend Shoppingtour in Kleingruppen. Ein richtig guter Start in die Ferien!

Auch der Rest der Ferienzeit bot ein volles Programm: Nach dem gemeinsamen Frühstück wurde gebastelt, gemalt, Ostereier wurden gefärbt … dann eine Graffiti-Aktion des Kulturrucksacks. Wir näherten uns Ostern, also: Eier suchen! Schon am Gründonnerstag. Das macht in der Gruppe viel mehr Spaß! Danach: Tanzworkshop für die Jungen und Mädchen. In der zweiten Woche ging es zum Kegeln und Schwimmen. Besonderes Highlight: ein Besuch auf dem Naturhof Beerhues. Strohhüpfburg und Kletterbaum, viele Tiere – insbesondere das gerade erst geborene Shetlandpony-Fohlen. Und Spiegeleier am Lagerfeuer.

Das letzte Wochenende gehörte wieder den Mädchen: mit Übernachtung im Bewohnerzentrum, ausgiebigem Fingernägel-Lackieren und gemeinsamem Kochen. Dann einen Filmabend – und ab auf die Luftmatratzen. Viele der Mädchen waren zum ersten Mal über Nacht von zu Hause fort. Beim Abschiedsfrühstück am nächsten Morgen war das Feedback rundum positiv. Ein Ferienprogramm voller Bewegung und Bildung, toller Erlebnisse und Spaß, Erholung und Freiheit von Alltagszwängen.

www.skf-lippstadt.de

 

VORLESEkino

Bilderbuchkino weckt Leselust

Lese- und Sprachförderung mit Bilderbuch und Beamer? In zwei Grundschulen in Bad Salzuflen soll, mit Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung, in den Schuljahren 2019/20 und 2020/21 das VORLESEkino umgesetzt werden, ein regelmäßiges Angebot zur Lese- und Sprachförderung. Und zwar in allen Klassen (dreizügig) der Schulen. Die Freude am Lesen ist die Basis aller Grundkompetenzen – und genau sie wird durch dieses Projekt gefördert. Das Projekt VORLESEschule will bei den Kindern von sechs bis elf Jahren die Lesemotivation beflügeln und die Lust wecken, sich erstmals oder wieder mit dem Medium Buch auseinanderzusetzen. Bücher können Freunde sein, mit denen die Kinder anregende und schöne Erlebnisse erfahren – dies möchte die VORLESEschule zeigen. Lesen verschafft den Zugang zur Bildung, vergrößert den Wortschatz, weckt die Lust am Lernen, verhilft zu besseren Noten.

Und wie funktioniert so ein VORLESEkino? Die Klasse schaut sich zusammen ein Bilderbuch an – via Beamer. Dabei können Details der Illustrationen herangezoomt und vergrößert werden. Dies lenkt die Aufmerksamkeit und steigert die Konzentration. Dabei wird die Geschichte vorgelesen, aber die Kinder dürfen und sollen mitmachen, Figuren, Details und Geschichte im Dialog mitentwickeln, begleitet von passenden Unterrichtsmaterialien. Die Geschichte wird lebendig und spannend – wie ein Kinofilm. Die zum VORLESEkino gehörenden Bücher bleiben im Besitz der Klasse, können ausgeliehen und mit nach Hause genommen werden – so fördert das VORLESEkino auch die Leselust Zuhause.

www.vorlesekino.de

Mit den Eltern in die Schule!

Familienklasse - präventives Schulverweigererkonzept

Mit den Eltern gemeinsam die Schulbank drücken? Das ist Teil des Projekts Familienklasse für Kinder, die häufig im Unterricht fehlen, passiv sind oder stören und ihre Fähigkeiten nicht ausschöpfen. In den vergangenen Jahren haben im Kreis Paderborn 6 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen. Deutlich mehr nehmen nur unregelmäßig am Unterricht teil. Familienklassen, derzeit an zwei Schulen in Büren und  in Hövelhof, leisten Präventionsarbeit – und zwar bevor die Jugendlichen in die komplette Verweigerungshaltung rutschen.

Die Familienklasse umfasst in der Regel acht Schüler, die sich einmal pro Woche vormittags mit Eltern, einem Lehrer und einem Sozialpädagogen in der Schule treffen – drei bis sechs Monate lang. Moderiert durch die Fachkräfte lernen Eltern und Schüler, einander zuzuhören und gemeinsam zielorientiert zu arbeiten. Die Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder beim Lernen unterstützen können. Die Mädchen und Jungen werden so motiviert, regelmäßig aktiv am Unterricht teilzunehmen, Lernziele zu erreichen und ihren Abschluss zu machen. Denn auch diese Jugendlichen wollen eigentlich gute und erfolgreiche Lernende sein. Dazu brauchen sie nur Anregung und Ermutigung.

Die Familienklasse hilft ihnen. Hier vereinbaren sie mit dem Team gemeinsam konkrete Ziele – und erhalten direktes Feedback, ob sie ihre eigenen Ziele erreicht haben. Aber sie hilft auch den Eltern, die sich mit anderen Eltern austauschen können und am Bildungsweg ihrer Kinder teilnehmen. Eltern wie auch Schüler sehen: Wir sind nicht allein …

Die Idee der Familienklasse wurde vor 25 Jahren in London entwickelt, verbreitete sich in England und Dänemark, inzwischen auch in Deutschland. Die Familienklassen in Hövelhof und Büren arbeiten seit 2012 und 2014 – mit Erfolg, wie eine wissenschaftliche Studie bestätigt. Und wie auch Schüler und Eltern betonen. Sie loben die entspannte Arbeitsatmosphäre und das stärkende Feedback – oder bekennen einfach: „Ich bin durch die Familienklasse besser geworden.“

Seit 2017 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung das Projekt Familienklasse – gemeinsam mit der Reinhard-Mohn-Stiftung, dem Kreis Paderborn und den Städten Hövelhof und Büren.

Refugio

Vergangenheit bewältigen - Selbstvertrauen gewinnen

Seit April 2019 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung Kunsttherapiegruppen an Münchner Grund- und Mittelschulen. Refugio München ist ein Beratungs- und Behandlungszentrum für traumatisierte Flüchtlinge und Folteropfer im Alter zwischen 7 und 17 Jahren. Refugio hilft seit 1994 mit Beratung, Diagnostik und Therapieangeboten traumatisierten Kindern und Jugendlichen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Vor allem die Kunsttherapiegruppen an Schulen ermöglichen niedrigschwellige Hilfe.

Gewalt, Krieg, Verfolgung, Ausbeutung, Angst. Viele der geflüchteten Kinder haben Dinge gesehen und erlebt, die niemand leicht verarbeiten kann.

Und sie bringen diese Traumata mit, in Albträumen und auch mitten am Tag kehren Bilder und Erinnerungen zurück. Es fällt ihnen schwer, hier ein normales Leben zu führen und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Sie haben Menschen verloren, die sie vermissen, leben in beengten und trostlosen Gemeinschaftsunterkünften, Sprache und Kultur sind fremd, Abschiebung droht. Sie brauchen Hilfe, Trost und Schutz: Denn wenn diese Kinder therapeutisch unterstützt werden, dann können sie sich selbst nach großen psychischen Belastungen meist sehr gut stabilisieren und integrieren. Kunst und Kreativität sind wichtige Hilfsmittel. Refugio bringt diese Hilfe dorthin, wo die Kinder sind: in die Schulen.

Beim Zeichnen, Malen, Basteln und Gestalten geben die Kinder ihrer Trauer, ihrem Schmerz und ihrer Wut Ausdruck und Gesicht. Und dies geschieht und gelingt ganz unabhängig von Sprache, begleitet von Kunsttherapeutinnen und -therapeuten, in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schule. Sie lernen Atem- und Entspannungsübungen, um Angstzuständen und Konzentrationsstörungen besser begegnen zu können. Sie entdecken eigene Talente, erfahren Anerkennung und Wertschätzung, gewinnen Selbstvertrauen. Diese zwei Stunden jede Woche verbringen die Kinder unterschiedlichster Herkunft gemeinsam: In vertrauensvoller, toleranter, geborgener Atmosphäre lernen sie nach und nach, sich mitzuteilen. Und sie erleben, dass sie nicht allein sind, dass andere sie verstehen oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Traumabedingte Lernblockaden lösen sich auf, die Kinder werden ruhiger, konzentrierter, aufnahmefähiger, auch ihre Deutschkenntnisse werden besser. In der Gruppe entstehen Freundschaften, die Kinder verlieren ihre Scheu und gewinnen neues Selbstbewusstsein, sie fühlen sich ihrem Schicksal nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern erkennen, dass sie selbstbestimmt handeln können. Und irgendwann kehrt auch das Lachen zurück.

www.refugio-muenchen.de

HABA Digitalwerkstatt

Kinder gestalten die Welt von morgen

Der digitale Wandel stellt neue und hohe Anforderungen an uns alle – gerade auch an Bildung und Erziehung. Kinder wachsen in eine Welt hinein, die sich so schnell wandelt, dass selbst die Erwachsenen sie kaum verstehen. Wie sollen da Eltern und Lehrer Kinder auf die digitale Zukunft vorbereiten, wie vermitteln sie ihnen die nötigen medialen und technologischen Kompetenzen?

Alle Kinder sollen unabhängig von Herkunft, Elternhaus und Geschlecht die Chance haben, an digitaler Bildung teilzuhaben – eine der Grundvoraussetzungen, um die Welt von morgen aktiv mitzugestalten! Das ist das Ziel der HABA Digitalwerkstatt.

Im September 2019 nehmen zwölf Kindern im Alter von acht bis zehn Jahren an dem Kurs teil, gefördert von der Karl Bröcker Stiftung.

Kinder der Einrichtung Mikado aus Lippstadt (ein Mehrgenerationenhaus mit Angeboten wie Hausaufgabenbetreuung und Jugendtreff), die ansonsten hierzu nicht die finanziellen Mittel haben, erobern sich spielerisch die digitale Welt, werden zur kreativen, reflektierten und produktiven Mediennutzung angeregt.

Sie lernen spielend programmieren, bauen Roboter, experimentieren mit 3-D-Druck und gestalten sogar kleine Animationsfilme und eigene Spiele, angeleitet von erfahrenen Lehrern, Medienpädagogen und Informatikern. So erwerben sie die Sicherheit, sich in der digitalen Welt aktiv, selbstbestimmt und kritisch zu bewegen und die täglichen digitalen Begleiter als echte Kreativwerkzeuge zu nutzen – und nicht nur Konsumenten der digitalen Welt, sondern auch Produzenten zu sein.

Das stärkt zugleich die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, Experimentierfreude und kritisches Denken, Kommunikation und Ausdauer. Beim Programmieren lernen die Kinder, bedacht und bewusst zu agieren, Probleme zu erkennen und zu lösen. Sie kreieren Objekte und Figuren – und können sie sogar zum Sprechen, Singen und Tanzen bringen! So werden sie zu aktiven, kompetenten und kreativen Gestaltern ihrer eigenen digitalen Lebenswelt.

www.digitalwerkstatt.de

 

 

Atempause

Erholung und Bildung für Alleinerziehende und ihre Kinder

Respektvoller Umgang heißt, ich gehe so mit den anderen um, wie ich möchte, dass andere mit mir umgehen.

Das Projekt „Atempause“, organisiert von der Albertinen-Stiftung in Hamburg, ist ein Angebot für Familien oder Alleinerziehende, die sich sonst keinen Urlaub leisten können. Auch und gerade sie brauchen Erholung, Auszeit, Anregungen zum gemeinsamen Spielen und Entdecken; manche von ihnen haben schon Schlimmes erlebt. Das Projekt finanziert sich ausschließlich über Spenden.

Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt im Sommer 2019 eine Atempause für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder. Bis zu zwölf Mütter und ihre Kinder fahren gemeinsam zum Tannenhof Mölln in Schleswig-Holstein. Für viele der Kinder ist es der erste größere Ausflug ihres Lebens.

Mütter und Kinder können in Ruhe Zeit miteinander genießen, Freundschaften schließen, spielerisch lernen und Erfahrungen sammeln, die das Selbstbewusstsein stärken. Dafür sorgt das bewährte, einfühlsame Begleiterinnen-Duo, das für die gemeinsame Woche ein buntes Programm ausarbeitet – mit viel Aktivität und viel Ruhe. Immer dabei: die beiden Hunde Ghandi und Titus. So verlebt die Reisegruppe entspannte Tage im idyllischen Naturpark Lauenburgische Seen.

Gemeinsame Waldspaziergänge – im Laub rascheln, auf Baumstämmen balancieren, Mistkäfer und Erdkröten beobachten, Bach und Moor erleben, toben und den Wald mit allen Sinnen erkunden. Die Teilnehmerinnen genießen die liebevolle Versorgung im Tannenhof, die gemeinsamen Mahlzeiten, die Gutenachtgeschichte am Ende jedes ereignisreichen Tages. Was machen wir morgen? Ein Kind darf die Rolle mit dem Programm für den nächsten Tag öffnen.

Die Kinder basteln Laternen, ganz ohne die Mama – mag die Laterne am Ende auch windschief sein, sie ist selbst gemacht! Die Mütter üben sich derweil im Bogenschießen – eine ideale Übung, um zur Ruhe zu kommen: eine Atempause im wahrsten Sinne des Wortes. In der Holzwerkstatt und beim Arbeiten mit Speckstein zeigen sich unbekannte Begabungen, immer stärker wächst die Gruppe zusammen, wer etwas besonders gut kann, zeigt es anderen und hilft ihnen. So entstehen schöne Medaillons und Kerzenständer. Dann ein Besuch im Wildpark, bei Rehen und Waschbären, im Ziegengehege, bei den Bienen in der Imkerei – und natürlich auf dem Spielplatz. Beim gemeinsamen Bogenschießen bringen nun die Mütter den Kindern bei, was sie gelernt haben. Intensive gemeinsame Erlebnisse. Und beim abendlichen Laternenlauf kommt endlich die Laterne zum Leuchten. Der Spaziergang am letzten Tag steht im Zeichen der Landart: Jede Familie legt aus dem, was die Natur bietet an Buntem, Schönem und seltsam Geformtem, ihr eigenes Bild.

www.albertinen-stiftung.de

Sommerfest 2019

Wir stellen die Welt auf den Kopf!

Wenn Clowns, Prinzessinnen und Fakire auf dem schönen Gelände des Ateliers T8 in Dedinghausen Riesen-Seifenblasen jagen, kann das nur eines bedeuten: Sommerfest der Karl Bröcker Stiftung! Am Samstag, 29. Juni 2019, lachte die Sonne mit den rund 200 Gästen – Kinder und Jugendliche mit Behinderung, ihre Angehörigen und Freunde – um die Wette! Und dabei standen doch einige der kleinen Teilnehmer mit nackten Füßen auf Glasscherben …

Der Zirkus war da! Der Kölner Spielecircus stellte die Welt auf den Kopf – so das Motto des Tages. Ganz wichtig: das große Zirkuszelt, ein buntes, schattiges Plätzchen voller aufregender Shows an diesem heißen Tag. In ihm zeigten die Nachwuchsartisten, was die Profis ihnen beigebracht hatten – natürlich in richtigen Zirkuskostümen, die der Spielecircus immer dabeihat. Zum Beispiel, wie man barfuß über Scherben geht. Oder mit nacktem Oberkörper auf einem Nagelbrett liegt. Die Zuschauer waren baff. Clowns erzählten Mitspielgeschichten, bis die Gesichter der Zuhörer vor Spaß und Spannung genauso glühten wie die knubbeligen roten Clownsnasen. Kleine Artisten wagten sich an eine Menschenpyramide, balancierend auf frei stehenden Leitern, oder jonglierten mit allem, was nicht niet- und nagelfest war, tanzten und sangen und sprangen sogar über Feuerfackeln! Natürlich alles unter der liebevollen Anleitung der Spielecircus-Akteure. Auch Kinder im Rolli trauten sich so die tollsten Sachen zu.

Um das Zelt herum lockten etliche Spielstationen: Seifenblasen tanzten durch die Luft, Prinzessinnen und Käfer, Hasen, Piraten, Teufelchen und Leuchttürme sprangen hinterher, um sie zu fangen, frisch verwandelt von der Kinderschmink-Station. Beim Balancieren im Seilgarten und vor allem im Vertrauens-Parcours war Teamwork gefragt: Ein Partner trägt eine Augenbinde, der andere erklärt den Weg. Mit Vorsicht und Vertrauen bewältigten die Teams diese spannende Aufgabe.

Wer eine Pause brauchte, kuschelte sich auf die Sonnenliegen und kunterbunten Sitzsäcke in der Chill-Ecke unter Obstbäumen. Den kleinen oder großen Hunger zwischendurch stillten Würstchen und Pommes, diverse Getränke, Frozen Joghurt mit leckeren Toppings – ein Stand in Form einer Ananas bot frisches Popcorn und Zuckerwatte, Kaffee, Kuchen und Muffins. Und Mitarbeiter eines Jugendzentrums aus der Umgebung mixten an der Cocktailbar.

Am Ende nahmen alle etwas Besonderes mit nach Hause: Lachen und Freude und das Gefühl, etwas Tolles erlebt und selbst gemacht zu haben. Ach ja: und eine verrückte kleine Blume, die Wasser spritzen kann.

Grembox macht Mädchen stark!

Raus aus Isolation und Rollenklischees: Den eigenen Weg finden

Wer bin ich – und wer möchte ich sein? Die Grembox ist ein Projekt der RheinFlanke, einer Trägerin für Jugendarbeit und Flüchtlingshilfe an mehreren Standorten in Deutschland. Die gemeinnützige Organisation legt ihren Fokus auf Förderprogramme für Kinder und Jugendliche mit vermindertem Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe.

In Köln-Gremberghoven treffen sich Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren zu wöchentlicher Gruppenarbeit mit pädagogischen Fachkräften: Mädchen aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien, die erst seit kurzer Zeit dort wohnen, und Mädchen, die schon länger den Jugendtreff besuchen, der seit 2010 existiert. Die sozialökonomische Lage vieler Familien in Gremberghoven ist schwierig, hier leben rund 3000 Menschen aus 20 Nationen, viele von ihnen sind verschuldet, mehr als 38 Prozent der Unter-15-Jährigen leben von Sozialhilfe. Sprachbarrieren isolieren vor allem die Mädchen, die oft eng eingebunden in häusliche Aufgaben sind und traditionelle Rollenbilder leben.

Ängste kennenlernen, zulassen – und überwinden: Die Grembox bietet Mädchen geschützte Räume, um sich auszuprobieren und zu entfalten, ihre Bedürfnisse und Interessen zu artikulieren, neue Handlungsspielräume zu entdecken und zu gestalten. Räume, um Rollenstereotype zu erkennen und eigene Identitätskonzepte zu entwickeln, Selbstwirksamkeit zu erleben, aber auch eigene Grenzen zu erkennen. Hier erproben und üben die Mädchen Konfliktverhalten, gewinnen Vertrauen in sich selbst und die eigene Stärke und übernehmen Verantwortung. Konkret kommen hierbei verschiedene Methoden zum Einsatz. Die Gruppe unternimmt Ausflüge – in den Kletterwald oder zum Reiterhof –, es gibt Workshops zu Sexualität und sexualisierter Gewalt und diverse Sportangebote, zum Beispiel das beliebte Fußballtraining für Mädchen, inklusive Fußballturnier, GPS-Touren und Theaterabende, Lagerfeuer und Floßbau, Partys und Camps, Basteln und Backen, Film- und Leseabende, Fragen und Diskutieren.

Der Effekt? Die Mädchen gewinnen eine positive Haltung zu ihrem Körper und erschließen neue Lebensräume. Sie bauen Vertrauen auf, durchbrechen ihre Isolation, erweitern ihr Verhaltensrepertoire und schließen Freundschaften. Die Grembox hilft auch beim Schulabschluss, bei der Ausbildungs- und Wohnungssuche.

Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt das erfolgreiche Projekt seit 2018 und setzt die Förderung im Jahr 2019 fort.
www.rheinflanke.de

LiFaBi

Hilfe für Familien in Lippstadt

Eine alleinerziehende junge Mutter macht eine Fortbildung – das ist wichtig für sie und die Zukunft ihrer kleinen Familie. Aber wie soll sie es da schaffen, ihren Sohn mittags von der Grundschule abzuholen? LiFaBIs helfen! Eine ehrenamtliche Lippstädter Familienbegleiterin holt den Jungen ab und kümmert sich um ihn, bis seine Mutter nach Hause kommt. Sympathie und Vertrauen sind die Basis.

Familie und Beruf zu vereinbaren ist eine große Herausforderung – umso mehr für Alleinerziehende, die kein tragfähiges Netzwerk in Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft haben. Diese jungen Familien zu fördern ist das Ziel der Lippstädter FamilienbegleiterInnen. LiFaBIs unterstützen dort, wo Hilfe im Alltag gebraucht wird. Ein männlicher LiFaBI spielt Fußball mit einem 14-jährigen Jungen, dem ein männlicher Part in der Familie fehlt. Eine weibliche LiFaBI besucht das einzige Mädchen in einem vierköpfigen „Männerhaushalt“, wo Mädchenfragen sonst einfach zu kurz kommen.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) organisiert das Projekt seit September 2014, bringt Familien, die Begleitung wünschen, und engagierte LiFaBIs zusammen, schult und qualifiziert die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Alles beginnt mit einer Kennenlernphase, um auszuloten: Sind wir auf einer Wellenlänge? Passen wir zueinander? Erst wenn das klar ist, wird der Vertrag abgeschlossen, der festlegt, in welchem Umfang Unterstützung gewünscht und gegeben wird. Bei Fragen und Problemen stehen hauptamtliche Ansprechpartnerinnen zur Verfügung, außerdem tauschen sich die LiFaBIs regelmäßig bei informellen Treffen aus. Ganz wichtig ist die Grundhaltung der LiFaBIs: nicht ihr eigenes Lebenskonzept übertragen, sondern die Familie so wertschätzen und anerkennen, wie sie ist. Und sie dabei unterstützen, eigenverantwortlich ihren Weg zu gehen.

Das Projekt wird  von der Karl Bröcker Stiftung gefördert.

www.skf-lippstadt.de

Flüchtlingsambulanz Uni Bielefeld

Hilfe für minderjährige Flüchtlinge - schnell und unbürokratisch

Sie sind traumatisiert, haben ihre Eltern verloren, Gewalt, Verfolgung, Hunger, Bombardierung, Folter oder sexuellen Missbrauch erlebt. Sie leiden unter Schlaflosigkeit, posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen, Panik- und Angstgefühlen. Sie kommen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Eritrea, Somalia oder Guinea.

Die Flüchtlingsambulanz (FLAM) der Uni Bielefeld biete niedrigschwellige, kostenlose Beratung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (13 bis 18 Jahre) an. Ohne Einschaltung oder Mitwissen von Behörden und Organisationen. Das bedeutet: keine Stigmatisierung – und keine falsche Scham. Denn viele Jugendliche bringen Ängste und Vorbehalte gegenüber einer Beratung mit, aufgrund schlechter Erfahrungen in ihren Heimatländern oder auf dem Fluchtweg.

Diese Jugendlichen haben ganz allein lebensbedrohliche Situationen überlebt und zeigen erstaunliche Ressourcen. Dies ist der Ansatzpunkt, um mit ihnen wertschätzend zu arbeiten, ihnen zu helfen, ohne ihre eigenen Kräfte und Ideen zu missachten.

Auf einem einfachen Weg, zum Beispiel per WhatsApp, melden sich die Jugendlichen in der FLAM an. Hier können sie in von ihren Erlebnissen und Problemen erzählen und Vertrauen aufbauen. Sieben Mal in etwa eineinhalbstündigen Sitzungen finden die Treffen statt – in 90 Prozent der Fälle ohne Dolmetscher. Denn dies erhöht die Selbstwirksamkeit der Jugendlichen, die erfahren, dass sie sich in der neu erlernten deutschen Sprache verständigen können.

Zum ersten Termin begleitet die Jugendlichen ein Betreuer, anschließend kommen sie selbstständig – ein weiterer Punkt für die Selbstwirksamkeit! Die Beratung baut Vertrauen auf – auch, um Weiterbehandlungen anzustoßen und so weit zu begleiten, bis der Übergang gelungen ist. Der Erfolg zeigt sich in der hohen Weitervermittlungsquote für eine Psychotherapie oder andere psychiatrische Angebote, die die belasteten Jugendlichen in ihren Bewältigungsmöglichkeiten stärken.

Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt dieses wichtige Projekt.
www.uni-bielefeld.de

Trauerbegleitung

Du bist nicht allein

„Trauer ist keine Krankheit, kann aber krank machen, wenn sie keinen Ausdruck findet“, sagt der Trauerforscher J. Canacasis. Wer einen geliebten Menschen verloren hat, benötigt Zeit, um den Verlust zu verarbeiten und sein Schicksal anzunehmen. Trauer braucht Raum.

Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche. Denn gerade sie drängen ihren Schmerz oft zurück, um ihr trauerndes Umfeld nicht zusätzlich zu belasten. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt mehrere Initiativen, die Kindern und Jugendlichen beistehen, die ein enges Familienmitglied durch schwere Krankheit, Unfall oder Unglück verloren haben: Mama oder Papa, Bruder oder Schwester, Oma oder Opa.

Horizontas e. V. im Raum Lippstadt hilft ihnen mit kreativen, altersgerechten Angeboten, ihren Schmerz zum Ausdruck zu bringen, aber auch Freude zuzulassen. Die Kinder und Jugendlichen integrieren die Verlusterfahrung in ihr Leben und lernen, den Blick wieder nach vorn zu richten.

Trauerseminare schaffen einen schützenden Rahmen, in dem sie ihre Gefühle ausleben, Gleichgesinnte treffen und spüren, dass sie nicht allein sind. In der Gruppe beschäftigen sie sich intensiv mit ihrem Schmerz und Rückzug, ihrer Wut und Angst. Sie arbeiten gemeinsam Erinnerungen auf, entwickeln Rituale, finden Orte der Trauer – und Trost.

Ein multiprofessionelles Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Leuchtturm e. V. Beratungszentrums in Schwerte hilft trauernden Kindern und Jugendlichen, das Meer ihrer Trauergefühle zu ordnen, belastende Bilder der erlebten Vergangenheit zu verwandeln. Leuchtturm e. V. will ihnen Zuversicht und Hoffnung schenken: achtsam und liebevoll. Die Arbeit mit den trauernden Kindern und Jugendlichen findet im engen Netzwerk mit Jugendhilfe, Schulen und palliativen Diensten statt. Das große Engagement des Teams ermöglicht, den vielen Anfragen ohne Wartelisten gerecht zu werden.

Sternenland e. V. in Sendenhorst ist ein Zentrum für trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Tod und Trauer machen hilf- und sprachlos – die davon unmittelbar Betroffenen ebenso wie Außenstehende. Sternenland will ein Zufluchtsort für alle trauernden Menschen sein, gleich welcher Religion, Kultur oder Nationalität, um einem oft totgeschwiegenen Thema eine Stimme zu geben. Alle Mitarbeiter begleiten die Trauernden mit Herzenswärme und Empathie auf ihrem ganz persönlichen Weg durch die Zeit der Trauer – Schritt für Schritt zurück ins Leben.

Zwei Botschaften sind besonders wichtig: Egal, wie du dich fühlst, das ist richtig so! Du darfst traurig oder wütend sein – oder auch albern. Trauer hat viele Gesichter. Und: Du bist nicht allein.

Weitere Informationen: www.horizontas.de
www.kindertrauer-sternenland.de
www.leuchtturm-schwerte.de
www.foerderverein-trauerbegleitung-ev.de
www.trauerland.org
www.wolfstraene.de

 

Chancengleichheit nach Plan

Hilfe zur Erreichung des Mittleren Bildungsabschlusses

Arbeitslos, arm und bildungsfern: Für Kinder aus einkommensschwachen Familien ist es sehr schwer, einen höheren Bildungsabschluss zu schaffen – leider gerade auch in Deutschland! Plan MSA eröffnet ihnen echte Zukunftschancen. Seit Herbst 2017 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung das erfolgreiche Projekt.

Der Förderverein Kinder- und Jugendprojekte Kreuzberg e. V. in Berlin hat seit 2010 mehr als 500 Jugendliche auf die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) vorbereitet: kostenlos, effektiv und zielgerichtet. Zugleich will Plan MSA Lernerfahrungen jenseits von Frontalunterricht und Notendruck ermöglichen: Die Kurse bereiten die Kinder in Gruppenarbeit auf den Abschluss vor.

Friedrichshain-Kreuzberg ist nach Berlin-Mitte der Bezirk mit den niedrigsten MSA-Bestehensquoten – ein Kiez, in dem der Bedarf besonders groß ist. Hier liegt die Kinderarmut bei über 60 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 17 Prozent. Nachhilfeangebote gibt es viele – doch die meisten sind für einkommensschwache Familien zu teuer.

Größte Hürde für die Kinder: das Fach Mathematik. Plan MSA bietet wöchentliche Kurse in Mathe und Deutsch an. Jede Woche anderthalb Stunden. Dazu individuelle Präsentationstrainings und Einzelsprechstunden: Hilfestellung für Jugendliche, die viele schon abgeschrieben haben. Sie sind entmutigt und verunsichert. Ziel ist auch, ihnen die Angst vor der Prüfung zu nehmen und bei Fragen und Problemen für sie da zu sein. So entsteht mit der Zeit ein guter Draht zwischen Jugendlichen, Kursleitern und Verantwortlichen.

Das Projekt im MehrGenerationenHaus „Wassertor“ in Kreuzberg startete ehrenamtlich. Mittlerweile bekommen die Kursleiter Honorare und die Projektverantwortlichen ein festes Gehalt. Und die Prüfungsergebnisse? Sind beeindruckend: Mehr als 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler bestehen den MSA – darunter viele, die mit einer 5 in Mathe gestartet sind.

Infos im Netz: plan-msa.net

Wir sind die Band!

Individueller Musikunterricht an der Liboriusschule Paderborn

Sie rocken und rappen: Die Libori-Beats sind die Band der Liboriusschule, LWL-Förderschule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Paderborn. Und weil in so einer Schulband natürlich nur Mädchen und Jungen mitspielen, die die Liboriusschule besuchen, gibt es immer wieder Bedarf an neuen Bandmitgliedern. Jeweils sechs Schülerinnen oder Schüler der Förderschule bekommen individuellen Instrumentalunterricht, um mittelfristig in der Schulband mitspielen zu können oder als Bandmitglied die eigenen Parts zu trainieren.

Die Libori Beats schreiben ihre Songs selbst! Hier geht’s um ihre Lebenswirklichkeit, ihre Gefühle. Die musikalischen Fähigkeiten entwickeln sich spürbar weiter. Die Auftritte vor fremdem Publikum sorgen erst einmal für Lampenfieber – und dann aber für ein starkes Selbstbewusstsein.

Die Bandmitglieder wachsen, jede und jeder für sich und alle zusammen: Ihre musikalischen Fähigkeiten nehmen zu, vor allem aber ihre Kooperationsfähigkeit. Sie spielen zusammen, hören und achten aufeinander: Denn das braucht eine Band, um zu grooven.

Der individuelle Musikunterricht ist eine langfristige Investition: Die Kinder und Jugendlichen entwickeln ein Hobby, das ihnen ein Leben lang Spaß macht und Kraft gibt –, allein, aber vor allem in Gemeinschaft. In der Band eben!

www.liboriusschule-lwl.de

Mediothek

Städtisches Gymnasium Erwitte

Die Schulglocke schellt zur zweiten Pause: Jetzt heißt es schnell einen Platz in der Sitzecke sichern oder es sich doch auf dem Sitzsack gemütlich machen. Dann einen Krimi, einen Klassiker, Sach- und Fachbücher, Tageszeitungen und Zeitschriften und die Pause ist gut genutzt. Aber auch die Arbeitsplätze mit PC-Anschluss und farbigen bequemen Stühlen sind schnell besetzt und laden zum Recherchieren ein. Hier kommen Hörbücher, DVDs und CDs zu verschiedenen Themen zum Einsatz. In der Mediothek des Städtischen Gymnasiums sind all diese Dinge möglich.

Das Etablieren einer neuen Lesekultur im Rahmen des Konzeptes Leseförderung am Städtischen Gymnasium Erwitte, das war der große Wunsch aller Lehrer und Schüler. Die alte traditionelle Schülerbücherei sollte neu gestaltet und in eine moderne Mediothek umgewandelt werden. Durch eine angenehme und offene Atmosphäre soll ein Anreiz zum Lesen und Lernen geboten und eine neue Lesekultur geschaffen werden, denn Lesekompetenz und Lesemotivation bedingen sich gegenseitig.

So wurde durch die finanzielle Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung die Möglichkeit gegeben, attraktive Räumlichkeiten zu schaffen. In Eigenarbeit vieler Eltern wurden erst einmal die Rück- und Umbauarbeiten des Raumes durchgeführt. Die benötigte Hardware wie Computer, Drucker, Barcode-Scanner und eine professionelle Bibliotheksoftware für die Ausleihe wurden angeschafft. Weiter wurden Tablets für die E-Books, Hörbücher, Filme gekauft. In einer kuscheligen Lese-Ecke kann nunmehr geschmökert werden, Regale wurden mit nagelneuen und aktuellen Büchern gefüllt. Die Anschaffung der Möbel erfolgte bei der Fa. Sedus, die dieses Projekt sehr großzügig unterstützt hat.

Täglich kann in der 2. großen Pause und in der Mittagspause an den langen Schultagen die Mediothek genutzt werden. 1 – 2 Mal pro Woche findet eine „Vorlesepause“ statt, die durch Lehrkräfte, Eltern oder auch Schüler und Schülerinnen durchgeführt wird. Hierbei können die Kinder und Jugendlichen einfach mal nur zuhören und für einen Moment zur Ruhe kommen. Ziel ist es dabei auch, soziales Lernen anzuregen, da das Vorlesen klassenübergreifend stattfindet.

Dank des ehrenamtlichen Einsatzes einer Reihe von Eltern ist auch die Organisation der Ausleihe möglich.

Den Schülerinnen und Schüler ist es nun möglich, sich in moderner, gemütlicher Atmosphäre in Ruhe interessanten Büchern, aber auch Medien wie z. B. Hörbüchern, Filmen und Nachschlagewerken zu widmen, Spaß und Freude am Lesen zu bekommen und das Interesse an der Literatur zu stärken. Die Schulbibliothek dient als Medienzentrum aber auch als Lernumgebung für die zukunftsfähige Bildung vieler Heranwachsender.

www.gymnasium-erwitte.de

Beratungs- und Betreuungsstelle in Tschechien (Cheb)

Möglichkeit zum Schutz und Rückzug für Kinder und Jugendliche

Seit 1994 engagiert sich Karo e. V. gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Ziel des Vereins ist es, Kindern und Jugendlichen, die psychische, physische oder sexuelle Gewalt erfahren haben, Schutz und Hilfe zu bieten.

Die Beratungsstelle des Karo e. V. „Maria P.“ im tschechischen Cheb dient als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Strukturen: der familiäre Hintergrund desolat, geprägt von Gewalt, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch. Hier finden die Kinder einen sicheren Rückzugsort, Essen, Ruhe, Raum für Körperpflege und Austausch in vertrauensvoller Atmosphäre. Raum, einfach Kind zu sein. Hier finden sie verlässliche Ansprechpartner, zu denen sie trotz der tabuisierten Probleme Vertrauen aufbauen

Menschen, die ihnen zuhören, mit denen sie über ihre Gefühle sprechen können – so erfahren die Sozialarbeiter von gewalttätigen sexuellen Übergriffen, die sie dokumentieren und, wenn möglich, an die zuständigen Behörden weiterleiten. Und sie helfen: durch Krisenintervention, weiterführende Beratung und intensive Einzelgespräche.

Die Beratungsstelle bietet einen Schutzraum, unterstützt bei Behördengängen und Anzeigenerstattung. Und sie hilft nicht nur Kindern, sondern auch deren Müttern. Diverse positive Freizeitaktivitäten helfen Kindern und Müttern auf ihrem Weg in ein gewaltfreies Leben: Tanz, Bewegungs- und Entspannungsprogramme, auch mit speziell sexualpädagogischer Ausrichtung zur körperlichen wie emotionalen Stabilisierung. Die Karl Bröcker Stiftung übernimmt bei diesem Projekt die Personalkosten.

www.karo-ev.de

Leseförderung

Von Lesefrust zu Leselust

„Arufe beme Arsete“, liest Bibi vor. Nein – das ist keine Fremdsprache. Bibi liest drei deutsche Wörter: „auf dem Ast“. Aber sie hört eben bei jedem „a“ ein „r“ mitschwingen, jedes „f“ klingt für sie mit einem „e“ aus, genauso beim „s“ und „t“. Und die Buchstaben „d“ und „b“ kann man nun wirklich leicht verwechseln … Rund zehn Prozent der Grundschulkinder in Deutschland können am Ende der vierten Klasse nicht richtig lesen.

Kinder mit Leseschwierigkeiten quälen sich mühsam von Wort zu Wort. Sie können Buchstaben und Laute nicht richtig zuordnen oder erfassen die Silbenstruktur der Wörter nicht. Falsche Lesestrategien, die sich beim „normalen“ Vorlesen nur verfestigen. Klar, dass diese Kinder das Lesen von Texten vermeiden, wo sie können. Niemand würde von einem Erwachsenen erwarten, dass er ein Buch in einer Fremdsprache, die er nur ansatzweise beherrscht, mit großem Vergnügen liest. Und genauso geht es diesen Kindern.

Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt seit vielen Jahren in Lippstadt Initiativen an zwei Grundschulen, um solche Leseschwächen individuell zu beheben. Lesetrainer erkennen die falsche Lesestrategie und entwickeln für jedes Kind einen passenden Trainingsplan. Das Ziel ist: mindestens eine 3 im Lesen. Erste Erfolge stellen sich schon nach einigen Wochen ein. Und wenn es am Ende der Grundschule darum geht, welche weiterführende Schule besucht werden soll, schaffen die Kinder nach einem Jahr Leseförderung im Schnitt eine ganze Stufe mehr.

Und das Lesen? Macht endlich Spaß!
Weitere Grundschulen in Lippstadt werden von der Dr. Arnold Hueck-Stiftung unterstützt.

Zukunft schaffen

Paten helfen unbegleiteten Flüchtlingen in Hannover

Vertrauen aufbauen, Alltagssorgen vergessen, Gemeinschaft erleben: IKJA e. V. (Internationaler Kultureller Jugend Austausch) vermittelt Paten für unbegleitete geflüchtete Jugendliche. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt diese wichtige Initiative.

Jugendliche, die allein, ohne Familie Deutschland als Geflüchtete erreichen, erhoffen sich hier Schutz und eine neue Lebensperspektive in Frieden und Sicherheit. Viele haben Traumatisches erlebt, waren lange Zeit allein und schutzlos unterwegs. Sie vermissen ihre Familie und müssen sich in einer neuen Kultur zurechtfinden: mit fremder Sprache und fremden Regeln.

Diese jungen Menschen in Not möchten sich integrieren, sich eine Zukunft aufbauen und unsere Gesellschaft bereichern – wenn sie die Chance dazu bekommen. Patenfamilien oder Lernpaten leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag.

Patenfamilien binden junge Geflüchtete in ihr Familienleben ein und begleiten sie auf ihrem Weg: aufgeschlossen, sensibel und verlässlich. In welchem Umfang sie den Jugendlichen am Familienleben teilhaben lassen – das gestalten die Familien gemeinsam mit dem Patenkind selbst. In der Regel wohnen die Jugendlichen in einer betreuten Wohngruppe, bei entfernten Verwandten oder in einer Flüchtlingsunterkunft. Lernpaten helfen einmal wöchentlich beim Deutschlernen und beim Lernen für Schule und Ausbildung.

Die Paten werden professionell vorbereitet und begleitet: mit Austauschtreffen, Fortbildungen, bei Bedarf Supervision und Mediation. Die Initiative führt mit Jugendlichen und Paten vorab ausführliche Gespräche zum Kennenlernen, organisiert Treffen und gemeinsame Aktivitäten. Ein wichtiger Baustein – für den Lebensweg der geflüchteten Menschen und für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft.

www.ikja.eu

Hausaufgabenbetreuung in Lippstadt

Schluss mit Frust!

Bei den Hausaufgaben brauchen Kinder mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Familien intensivere Hilfe. Doch gerade sie sind in ihren Familien damit meist auf sich allein gestellt. Hier hilft die Hausaufgabenbetreuung des Sozialdienstes Katholischer Frauen in Lippstadt: Eine pädagogische Fachkraft begleitet und unterstützt die Grundschulkinder – und natürlich auch deren Eltern bei Fragen und Verständnisschwierigkeiten.

Inzwischen hat sich die Hausaufgabenbetreuung im Bewohnerzentrum Am Rüsing zu einem gern und regelmäßig genutzten Angebot entwickelt. Hier können sich die Mädchen und Jungen ihren Aufgaben widmen – mit liebevoller, fachkundiger Hilfe und in entspannter, gemütlicher Atmosphäre. Das Wohngebiet gilt als benachteiligt, vielen der Familien, die hier wohnen, fällt es schwer, ihre Kinder beim Erledigen der Hausaufgaben selbst zu unterstützen – aus den unterschiedlichsten Gründen.

Die Karl Bröcker Stiftung hilft, den großen Wunsch dieser Familien nach einer Hausaufgabenbetreuung für ihre Kinder zu erfüllen. An vier Tagen pro Woche steht jeweils für zwei Stunden eine Fachkraft den Kindern zur Seite, die sie fachkundig und geduldig beim Erledigen der Hausaufgaben unterstützt. Mehr noch: Die Betreuung bietet den Kindern einen Ort, an dem sie in Ruhe arbeiten können, wo ihre Fragen und Sorgen Gehör finden, aber auch einen festen Rahmen und Struktur. Denn die Betreuer prüfen zum Beispiel auch die Vollständigkeit und Ordnung des Tornisters. Vom Rechnen, Schreiben, Lesen oder Lernen von Gedichten und Zahlenreihen bis hin zur Klärung von Fragen zu Sachkunde und Religion – hier findet alles, jede und jeder Platz.

Crash-Kurs Deutsch

Sprache lernen im Tandem

Zwölf Stunden Deutsch pro Woche auf dem Stundenplan? Für Kinder mit Migrationshintergrund, die die deutsche Sprache gar nicht kennen, ist dieser intensive „Crash-Kurs“ eine riesige Hilfe – nicht nur, um möglichst schnell in eine Regelklasse wechseln zu können. Sondern auch, um Anschluss zu finden, Gemeinschaft und Freundschaft zu erleben.

Der „Crash-Kurs Deutsch“ ist eine Klasse für Fünft- bis Zehntklässler ohne deutsche Sprachkenntnisse an der Kopernikusschule in Lippstadt. Ziel der Vorbereitungsklasse ist es, den Schülerinnen und Schülern ausreichende deutsche Schrift- und Sprachkenntnisse zu vermitteln, damit sie nach maximal zwei Jahren in eine Regelklasse wechseln können.

Also beginnt der Kurs mit dem Lese-Schreib-Lehrgang. Auch der sonstige Unterricht in Mathematik, Naturwissenschaften, Gesellschaftslehre, Sport und Kunst dient vorrangig dem Erlernen der deutschen Sprache. Arbeitsstunden ermöglichen den Kindern, Erlerntes zu vertiefen, anzuwenden und zu übertragen.

Das Besondere: Dabei werden sie von Lehrern und Ergänzungskräften begleitet. Das sind die sogenannten Tandems. Denn die Schülerinnen und Schüler bringen die unterschiedlichsten Voraussetzungen und Vorkenntnisse mit. Die Erfahrungen der Lehrkräfte während früherer Schuljahre haben gezeigt, dass diese Form des Unterrichts – im Tandem – hilft, die Sprachförderung so individuell wie nötig zu gestalten. Einige der Kinder benötigen eine intensivere Sprachbegleitung.

Für die Tandembildung braucht es jedoch zusätzliche Mitarbeiter – Kosten, die die Schule selbst nicht tragen kann. Hier hilft die Karl Bröcker Stiftung. Zwei Ergänzungskräfte unterstützen die Schüler im Unterricht: individuelle Förderung im Lerntempo jedes einzelnen Kindes.

www.kopernikusschule.de

Medizinische Hilfe für Kinder in Eritrea

Unterstützung bei der Entsendung von Ärzteteams

Eritrea ist eines der ärmsten Entwicklungsländer. Jährlich kommen hier rund 1200 Kinder mit einem Herzfehler zur Welt. Ein Todesurteil, wenn Hilfe ausbleibt.
Aus einem alten, leer stehenden Militärkrankenhaus unter zum Teil abenteuerlichen Umständen entstand ein internationales Operationszentrum für Kinder. Auf Bitten des Chefarztes des eritreischen Kinderkrankenhauses baute das Team 2003 eine Neonatologie, eine Neugeborenen-Intensivstation, direkt neben dem OP-Zentrum. Zuvor verstarben 95 Prozent der Frühchen. Inzwischen überleben 85 bis 95 Prozent der kleinen Patienten.

Ermöglicht wurden diese Projekte im Wesentlichen durch Spendengelder der Karl Bröcker Stiftung, zunächst in Kooperation mit dem Hammer Forum, einem ehrenamtlichen Engagement für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Diese Zusammenarbeit wurde ab 2010 zusätzlich mit dem neu gegründeten Verein Archemed – Ärzte für Kinder in Not e. V. fortgesetzt. Weitere Projekte, die die Stiftung in Eritrea unterstützt, sind das Waisenhaus in Asmara und eine Neugeborenen-Intensivstation in Keren, 90 Kilometer nördlich von Asmara.

Jedes Jahr finanziert die Stiftung die Entsendung speziell ausgebildeter Ärzteteams. Auch aktuell war wieder ein Spezialisten-Team für zwei Wochen in Asmara. Die Warteliste mit herzkranken Kindern ist lang. Eine ärztliches Team sucht bei einer Voruntersuchung die dringendsten Fälle heraus: Kinder, die sonst keine Chance auf Heilung hätten. Dann kommen die Spezialisten; sie operieren täglich 12 bis 14 Stunden, oftmals bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und sie bilden vor Ort einheimisches Personal aus – nachhaltige humanitäre Hilfe, die bleibt, wenn die deutschen Teams wieder zurückfliegen müssen. Ihr Lohn ist der Erfolg: Die meisten Kinder erholen sich schnell nach den Eingriffen. Sie haben endlich die Chance, ein gesundes Leben zu führen.

www.archemed.org

Sommerfest

Wir stellen die Welt auf den Kopf! Die Karl Bröcker Stiftung lädt ein

Bestes Wetter beim Sommerfest der Karl Bröcker Stiftung am Samstag, 29. Juni 2019, auf dem schönen Gelände des Ateliers T8 in Dedinghausen: Die Sonne lachte mit den rund 200 Gästen – Kinder und Jugendliche mit Behinderung, ihre Angehörigen und Freunde – um die Wette! Und dabei standen doch einige der kleinen Teilnehmer mit nackten Füßen auf Glasscherben … Fakire in Dedinghausen?

Der Zirkus war da! Der Kölner Spielecircus stellte die Welt auf den Kopf – so das Motto des Tages. Im bunten Zirkuszelt zeigten die Nachwuchsartisten, was die Profis ihnen beigebracht hatten – natürlich in richtigen Zirkuskostümen. Zum Beispiel, wie man

barfuß über Scherben geht. Die Zuschauer waren baff. Clowns erzählten Mitspielgeschichten, bis die Gesichter der Zuhörer vor Spaß und Spannung genauso glühten wie die knubbeligen roten Clownsnasen. Kleine Artisten wagten sich an eine Menschenpyramide, balancierend auf frei stehenden Leitern, jonglierten, tanzten, sangen und sprangen sogar über Feuerfackeln! Natürlich alles unter der liebevollen Anleitung der Spielecircus-Akteure, die bereits zum dritten Mal dabei waren. Auch Kinder im Rolli trauten sich so die tollsten Sachen zu.

Jedes Jahr richtet die Karl Bröcker Stiftung ein Sommerfest für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien aus. Immer unter einem neuen Motto. Die Feste bieten einen unvergesslichen Tag lang alles, was zu einer Mottoparty dazugehört: Bewegung, Spielen, Basteln, Kostümieren, Schminken, Abenteuer und ganz viel Vergnügen. Zum Beispiel 2018: Unter dem Motto „Forschen und Entdecken“ erkundeten die Kinder die Welt und ihre eigenen Sinne – und bauten einen echten Vulkan aus Wachsknete. Inklusive Explosion!

2017 ging es zum Sommerfest auf die Lippe: „Komm an Bord“ – Floß ahoi mit Wasserbomben! 2015 erlebten die Gäste „Auf dem Rummelplatz“ einen Tag voller Zauberei, mit Clowns, Karussells und Wahrsagerin. Zauberer Otti ließ Kuscheltiere verschwinden – um sie gleich wieder hervorzuzaubern. Wenn die Stiftung ins „Abenteuerland“ einlädt wie beim Sommerfest 2014, dann erkunden kleine Abenteurer Wiesen und Wälder, suchen und finden Schätze, und die Rollifahrer erobern den Hochseilgarten. Natürlich immer unterstützt durch ein Team professioneller Helfer und das DRK. Für einen unbeschwerten Tag mit tollen Erlebnissen, riesig viel Spaß – und leckeren Sachen zum Essen und Naschen!

Patenschaftsprojekt

Schutz und Entlastung für Kinder psychisch kranker Eltern

Wenn ein Elternteil psychisch erkrankt, ist dies für die gesamte Familie eine belastende und krisenhafte Lebenssituation. Die erkrankten Eltern sind durch ihr Leiden kaum in der Lage, ihrem Kind Zuwendung und Verlässlichkeit zu vermitteln, Geborgenheit und Anregungen zu geben, Regeln und einen strukturierten Tagesablauf vorzuleben. Das kostbare Gefühl von Sicherheit und ein wertvolles Stück Kindheit gehen verloren.

Die Zahl der psychischen Erkrankungen nimmt seit Jahren zu: 3,8 Millionen Kinder leben in Deutschland mit einem psychisch erkrankten oder suchtkranken Elternteil. Eine erschreckende Zahl, die das Unsichtbare in unserem unmittelbaren Umfeld sichtbar macht.

Was bedeutet das für diese Kinder? Sie sind verunsichert, entwickeln Ängste, Schuld- und Schamgefühle, denn sie beziehen die Krankheit auf sich und übernehmen häufig selbst die Rolle der Eltern. Eine Aufgabe, die sie heillos überfordert.

Wenn Eltern eine seelische Krise durchleben, brauchen ihre Kinder unsere Hilfe. Jemanden, dem sie ihre Ängste und Sorgen anvertrauen können. Jemanden, zu dem sie eine stabile, unbelastete, vertrauensvolle Beziehung aufbauen und mit dem sie unbeschwert Spaß haben können – um einfach Kind zu sein. Die Karl Bröcker Stiftung finanziert  seit Oktober 2013 ein Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern der Ambulanten Jugendhilfe des SKM Lippstadt (Sozialdienst Katholischer Männer e. V.) und seit 2017 ein Projekt des Lebensfarben – Hilfen für Kinder und Jugendliche e. V. aus Wiehl im gesamten Oberbergischen Kreis. Geschulte, ehrenamtliche Paten unterstützen die Kinder und werden dabei selbst professionell begleitet.

Als feste und zuverlässige Bezugsperson außerhalb des Elternhauses bieten die Paten den Kindern Schutz und Entlastung in ihrer schweren familiären Situation – bevor die Kinder Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Dabei entscheiden sich die Kinder, Eltern und Paten freiwillig und auf Basis gegenseitiger Sympathie für die langfristige Zusammenarbeit. Mut machen ist ein guter Anfang!

www.skm-lippstadt.de
www.lebensfarben-oberberg.de

Stiftung

„Zukunft für Kinder“ – das ist der Leitsatz der Karl Bröcker Stiftung.

Kinder sind die Zukunft! Und dennoch gibt es viele Kinder und Jugendliche ohne Chancen auf ein glückliches, freies Leben, auf Sicherheit, Gesundheit und Bildung.

Ihnen zu helfen ist Ziel und Aufgabe der Karl Bröcker Stiftung.

Ziele

Wir schenken Kindern Zukunft

Die Karl Bröcker Stiftung mit Sitz in Lippstadt hat sich 1999 gegründet. Seitdem haben wir zahlreiche Projekte und Einrichtungen gefördert und ins Leben gerufen. Dabei beschränken wir unsere Unterstützung nicht auf eine Stadt oder Region. Die Karl Bröcker Stiftung hilft dort, wo die Hilfe benötigt wird – im In- und Ausland.
Wir unterstützen Kindergärten, Schulen, medizinische und therapeutische Einrichtungen. Den Schwerpunkt legen wir dabei auf Bildungs- und Therapieprojekte. Die Karl Bröcker Stiftung ist da, wo Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen: Sie schenkt Kindern und jungen Menschen mit Behinderung Selbstvertrauen und Chancen– und Erlebnisse, die sie  glücklich machen, unbeschwerte Momente bei spannenden Aktionen und fantasievollen Festen. Außerdem fördert die Stiftung die wissenschaftliche Erforschung von Krankheiten, unter denen Kinder leiden – auch in Deutschland.

Um diese Ziele und Projekte zu verwirklichen, benötigt die Karl Bröcker Stiftung finanzielle Mittel. Diese setzen sich aus dem Stiftungsvermögen und Zuwendungen zusammen.

Stiftungsvermögen

Das Stiftungsvermögen der Karl Bröcker Stiftung ist breit gefächert. Die größte Position ist der Aktienanteil an der Sedus Stoll AG, einem Unternehmen mit familiengeführten Wurzeln und sozialer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Dafür stehen die Karl Bröcker Stiftung und die Stoll VITA Stiftung als Hauptaktionäre.
Darüber hinaus gibt es einige Kapitalanlagen, die zum Teil auch den Stiftungszweck und Leitgedanken „Zukunft für Kinder“ erfüllen.

 

Historie

Ein Blick in die Vergangenheit – und viele Blicke in die Zukunft!

1962 gründete der Unternehmer Karl Bröcker in Geseke die Gesika Büromöbelwerke. Das Familienunternehmen entwickelte sich erfolgreich und setzte von Beginn an auf soziales Engagement, zunächst unter Karl Bröcker, der die Leitung des Unternehmens dann an seine Tochter Renate übergab. Renate Bröcker führte das Werk im Sinne Ihres Vaters weiter – bis sie 1998 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Jetzt zeigte sich der Weitblick, der dieses Familienunternehmen und ganz besonders Renate Bröcker auszeichnete: Denn die junge Frau hatte in ihrem Testament verfügt, dass ihr Vermögen in eine Stiftung fließt, die den Namen ihres verstorbenen Vaters tragen soll. So gründete sich 1999 die Karl Bröcker Stiftung.

Gleiche Chancen für alle!

Renate Bröcker wollte Lebensperspektiven schaffen, gerade auch für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Karl Bröcker Stiftung war ihr eine Herzensangelegenheit. Und eine Herzensangelegenheit ist sie bis heute allen in der Stiftung aktiven und mit der Stiftung verbundenen Menschen.

 

 

Wir sind überzeugt: Die Kinder von heute gestalten die Zukunft von morgen. Und wir helfen ihnen dabei.

Renate Bröckers Engagement und Weitblick bestimmen das Handeln der Verantwortlichen in der Stiftung bis heute. Das Unternehmen Gesika Büromöbelwerke wurde im Jahr 2003 in die Sedus Stoll AG eingebracht und firmiert seitdem unter Sedus Systems GmbH. Damit wurde garantiert, dass es bis heute Büromöbel aus Geseke gibt.

Über Uns

Die Menschen hinter der Karl Bröcker Stiftung

Die Organe der Karl Bröcker Stiftung sind der Beirat und der Vorstand.

Das Stiftungsteam von links nach rechts:
Dipl.-Ing. Susanne Brandherm (Ehrenamtl. Vorstand)
Diplom-Betriebswirt Melanie Rieke (Operatives Team)
Dipl.-Ing. Andrea Wisk (Beirat)
Sparkassenbetriebswirt Werner Blanke (Beiratsvorsitzender)
Doris Bernert (Operatives Team)
Carsten Walter (Beirat) o. Abb.

 

Spenden

Helfen Sie mit! Mit Ihrer Hilfe kann die Karl Bröcker Stiftung hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in Deutschland und aller Welt noch besser unterstützen. Ihre Unterstützung wirkt zu 100 Prozent, denn sämtliche Kosten der Karl Bröcker Stiftung werden durch Erträge des Stiftungsvermögens gedeckt. So kommt jeder Cent Ihrer Spende direkt und ohne Abzüge hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen zugute – garantiert!

Ausfüllen, abschicken, helfen!

Mit Ihrer Spende auf unser Spendenkonto schaffen Sie Zukunft für Kinder:

Karl Bröcker Stiftung
Volksbank Beckum Lippstadt eG
IBAN: DE79 4166 0124 0780 1214 44
BIC: GENODEM1LPS

Schenken Sie Zukunft: Wünschen Sie sich eine Spende!

Sie feiern Geburtstag oder ein rundes Jubiläum?

Zeigen Sie soziales Engagement und helfen Sie mit, Kindern eine Zukunft zu geben. Bitten Sie einfach Freunde, Bekannte, Verwandte oder Geschäftspartner Ihnen keine Geschenke mitzubringen, sondern „Zukunft für Kinder“ zu schenken: mit einer Spende an die Karl Bröcker Stiftung.

Sie haben Fragen rund um die Unterstützung? Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihren Anruf!

 

Anträge

Wenn Sie Fragen haben – rufen Sie uns an!
Wir beraten Sie gern persönlich.

02941 204 8289

Wir nehmen Ihren Antrag formlos entgegen. Trauen Sie sich, auch wenn Sie kein auf Hochglanz poliertes Konzept haben: Gerade kleine, regionale Engagements können oft so viel bewegen.

Die Karl Bröcker Stiftung fördert Projekte und Initiativen gemeinnütziger Organisationen. Haben Sie Verständnis dafür, dass die Stiftung in der Regel keine Fördermittel an einzelne Privatpersonen vergibt.

Kontakt

Zukunft für Kinder
Lipperoder Straße 11
D-59555 Lippstadt

Tel. +49 2941 204 8289
E-Mail: info@karl-broecker-stiftung.de

* Hierbei handelt es sich um ein Pflichtfeld.