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Projekte

Babybox - Ein Bettchen voller Ideen - für schwangere Frauen in Not

Strampler, Mütze, Windeln, Jäckchen, eine Doppelpackung Schnuller, Fieberthermometer mit flexibler Spitze, Schmusetier und Beißring: nur eine kleine Auswahl dessen, was ein Baby braucht. Aber was tun werdende Mütter, die nicht in der Lage sind, die Erstausstattung für ihr Neugeborenes in Geschäften zu kaufen?

Die staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle donum vitae in Lippstadt hilft im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit jungen Müttern – mit einer Idee aus Finnland: Denn in Finnland bekommt jedes Neugeborene eine Babybox, gepackt mit Dingen, die im ersten Lebensjahr benötigt werden. Die finanzielle Unterstützung für die Anschaffung er Babyboxen erfolgt durch die Karl Bröcker Stiftung.

Trauerbegleitung

Du bist nicht allein

„Trauer ist keine Krankheit, kann aber krank machen, wenn sie keinen Ausdruck findet“, sagt der Trauerforscher J. Canacasis. Wer einen geliebten Menschen verloren hat, benötigt Zeit, um den Verlust zu verarbeiten und sein Schicksal anzunehmen. Trauer braucht Raum.

Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche. Denn gerade sie drängen ihren Schmerz oft zurück, um ihr trauerndes Umfeld nicht zusätzlich zu belasten. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt mehrere Initiativen, die Kindern und Jugendlichen beistehen, die ein enges Familienmitglied durch schwere Krankheit, Unfall oder Unglück verloren haben: Mama oder Papa, Bruder oder Schwester, Oma oder Opa.

Horizontas e. V. im Raum Lippstadt hilft ihnen mit kreativen, altersgerechten Angeboten, ihren Schmerz zum Ausdruck zu bringen, aber auch Freude zuzulassen. Die Kinder und Jugendlichen integrieren die Verlusterfahrung in ihr Leben und lernen, den Blick wieder nach vorn zu richten.

Trauerseminare schaffen einen schützenden Rahmen, in dem sie ihre Gefühle ausleben, Gleichgesinnte treffen und spüren, dass sie nicht allein sind. In der Gruppe beschäftigen sie sich intensiv mit ihrem Schmerz und Rückzug, ihrer Wut und Angst. Sie arbeiten gemeinsam Erinnerungen auf, entwickeln Rituale, finden Orte der Trauer – und Trost.

Ein multiprofessionelles Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Leuchtturm e. V. Beratungszentrums in Schwerte hilft trauernden Kindern und Jugendlichen, das Meer ihrer Trauergefühle zu ordnen, belastende Bilder der erlebten Vergangenheit zu verwandeln. Leuchtturm e. V. will ihnen Zuversicht und Hoffnung schenken: achtsam und liebevoll. Die Arbeit mit den trauernden Kindern und Jugendlichen findet im engen Netzwerk mit Jugendhilfe, Schulen und palliativen Diensten statt. Das große Engagement des Teams ermöglicht, den vielen Anfragen ohne Wartelisten gerecht zu werden.

Sternenland e. V. in Sendenhorst ist ein Zentrum für trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Tod und Trauer machen hilf- und sprachlos – die davon unmittelbar Betroffenen ebenso wie Außenstehende. Sternenland will ein Zufluchtsort für alle trauernden Menschen sein, gleich welcher Religion, Kultur oder Nationalität, um einem oft totgeschwiegenen Thema eine Stimme zu geben. Alle Mitarbeiter begleiten die Trauernden mit Herzenswärme und Empathie auf ihrem ganz persönlichen Weg durch die Zeit der Trauer – Schritt für Schritt zurück ins Leben.

Zwei Botschaften sind besonders wichtig: Egal, wie du dich fühlst, das ist richtig so! Du darfst traurig oder wütend sein – oder auch albern. Trauer hat viele Gesichter. Und: Du bist nicht allein.

Weitere Informationen: www.horizontas.de
www.kindertrauer-sternenland.de
www.leuchtturm-schwerte.de

Chancengleichheit nach Plan

Hilfe zur Erreichung des Mittleren Bildungsabschlusses

Arbeitslos, arm und bildungsfern: Für Kinder aus einkommensschwachen Familien ist es sehr schwer, einen höheren Bildungsabschluss zu schaffen – leider gerade auch in Deutschland! Plan MSA eröffnet ihnen echte Zukunftschancen. Seit Herbst 2017 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung das erfolgreiche Projekt.

Der Förderverein Kinder- und Jugendprojekte Kreuzberg e. V. in Berlin hat seit 2010 mehr als 500 Jugendliche auf die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) vorbereitet: kostenlos, effektiv und zielgerichtet. Zugleich will Plan MSA Lernerfahrungen jenseits von Frontalunterricht und Notendruck ermöglichen: Die Kurse bereiten die Kinder in Gruppenarbeit auf den Abschluss vor.

Friedrichshain-Kreuzberg ist nach Berlin-Mitte der Bezirk mit den niedrigsten MSA-Bestehensquoten – ein Kiez, in dem der Bedarf besonders groß ist. Hier liegt die Kinderarmut bei über 60 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 17 Prozent. Nachhilfeangebote gibt es viele – doch die meisten sind für einkommensschwache Familien zu teuer.

Größte Hürde für die Kinder: das Fach Mathematik. Plan MSA bietet wöchentliche Kurse in Mathe und Deutsch an. Jede Woche anderthalb Stunden. Dazu individuelle Präsentationstrainings und Einzelsprechstunden: Hilfestellung für Jugendliche, die viele schon abgeschrieben haben. Sie sind entmutigt und verunsichert. Ziel ist auch, ihnen die Angst vor der Prüfung zu nehmen und bei Fragen und Problemen für sie da zu sein. So entsteht mit der Zeit ein guter Draht zwischen Jugendlichen, Kursleitern und Verantwortlichen.

Das Projekt im MehrGenerationenHaus „Wassertor“ in Kreuzberg startete ehrenamtlich. Mittlerweile bekommen die Kursleiter Honorare und die Projektverantwortlichen ein festes Gehalt. Und die Prüfungsergebnisse? Sind beeindruckend: Mehr als 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler bestehen den MSA – darunter viele, die mit einer 5 in Mathe gestartet sind.

Infos im Netz: plan-msa.net

Wir sind die Band!

Individueller Musikunterricht an der Liboriusschule Paderborn

Sie rocken und rappen: Die Libori-Beats sind die Band der Liboriusschule, LWL-Förderschule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Paderborn. Und weil in so einer Schulband natürlich nur Mädchen und Jungen mitspielen, die die Liboriusschule besuchen, gibt es immer wieder Bedarf an neuen Bandmitgliedern. Jeweils sechs Schülerinnen oder Schüler der Förderschule bekommen individuellen Instrumentalunterricht, um mittelfristig in der Schulband mitspielen zu können oder als Bandmitglied die eigenen Parts zu trainieren.

Die Libori Beats schreiben ihre Songs selbst! Hier geht’s um ihre Lebenswirklichkeit, ihre Gefühle. Die musikalischen Fähigkeiten entwickeln sich spürbar weiter. Die Auftritte vor fremdem Publikum sorgen erst einmal für Lampenfieber – und dann aber für ein starkes Selbstbewusstsein.

Die Bandmitglieder wachsen, jede und jeder für sich und alle zusammen: Ihre musikalischen Fähigkeiten nehmen zu, vor allem aber ihre Kooperationsfähigkeit. Sie spielen zusammen, hören und achten aufeinander: Denn das braucht eine Band, um zu grooven.

Der individuelle Musikunterricht ist eine langfristige Investition: Die Kinder und Jugendlichen entwickeln ein Hobby, das ihnen ein Leben lang Spaß macht und Kraft gibt –, allein, aber vor allem in Gemeinschaft. In der Band eben!

www.liboriusschule-lwl.de

Mediothek

Städtisches Gymnasium Erwitte

Die Schulglocke schellt zur zweiten Pause: Jetzt heißt es schnell einen Platz in der Sitzecke sichern oder es sich doch auf dem Sitzsack gemütlich machen. Dann einen Krimi, einen Klassiker, Sach- und Fachbücher, Tageszeitungen und Zeitschriften und die Pause ist gut genutzt. Aber auch die Arbeitsplätze mit PC-Anschluss und farbigen bequemen Stühlen sind schnell besetzt und laden zum Recherchieren ein. Hier kommen Hörbücher, DVDs und CDs zu verschiedenen Themen zum Einsatz. In der Mediothek des Städtischen Gymnasiums sind all diese Dinge möglich.

Das Etablieren einer neuen Lesekultur im Rahmen des Konzeptes Leseförderung am Städtischen Gymnasium Erwitte, das war der große Wunsch aller Lehrer und Schüler. Die alte traditionelle Schülerbücherei sollte neu gestaltet und in eine moderne Mediothek umgewandelt werden. Durch eine angenehme und offene Atmosphäre soll ein Anreiz zum Lesen und Lernen geboten und eine neue Lesekultur geschaffen werden, denn Lesekompetenz und Lesemotivation bedingen sich gegenseitig.

So wurde durch die finanzielle Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung die Möglichkeit gegeben, attraktive Räumlichkeiten zu schaffen. In Eigenarbeit vieler Eltern wurden erst einmal die Rück- und Umbauarbeiten des Raumes durchgeführt. Die benötigte Hardware wie Computer, Drucker, Barcode-Scanner und eine professionelle Bibliotheksoftware für die Ausleihe wurden angeschafft. Weiter wurden Tablets für die E-Books, Hörbücher, Filme gekauft. In einer kuscheligen Lese-Ecke kann nunmehr geschmökert werden, Regale wurden mit nagelneuen und aktuellen Büchern gefüllt. Die Anschaffung der Möbel erfolgte bei der Fa. Sedus, die dieses Projekt sehr großzügig unterstützt hat.

Täglich kann in der 2. großen Pause und in der Mittagspause an den langen Schultagen die Mediothek genutzt werden. 1 – 2 Mal pro Woche findet eine „Vorlesepause“ statt, die durch Lehrkräfte, Eltern oder auch Schüler und Schülerinnen durchgeführt wird. Hierbei können die Kinder und Jugendlichen einfach mal nur zuhören und für einen Moment zur Ruhe kommen. Ziel ist es dabei auch, soziales Lernen anzuregen, da das Vorlesen klassenübergreifend stattfindet.

Dank des ehrenamtlichen Einsatzes einer Reihe von Eltern ist auch die Organisation der Ausleihe möglich.

Den Schülerinnen und Schüler ist es nun möglich, sich in moderner, gemütlicher Atmosphäre in Ruhe interessanten Büchern, aber auch Medien wie z. B. Hörbüchern, Filmen und Nachschlagewerken zu widmen, Spaß und Freude am Lesen zu bekommen und das Interesse an der Literatur zu stärken. Die Schulbibliothek dient als Medienzentrum aber auch als Lernumgebung für die zukunftsfähige Bildung vieler Heranwachsender.

www.gymnasium-erwitte.de

Longierzirkel auf dem Strüverhof

Pferde kennen keine Vorurteile

Der Strüverhof, Außenstelle des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrums e. V., im ländlichen Hamm-Allen ist eine Einrichtung für junge Menschen ab zwölf Jahren, die meist schon in der frühen Kindheit massive Störungen in der Familie und emotionale Entfremdung erlebt haben. Statt unbeschwerter Kindheit: persönliche und soziale Probleme, schwere Belastung, traumatische Erfahrungen.
Hier auf dem Strüverhof sollen sie sich endlich wohlfühlen und einen eigenen Platz finden: verlässliche Strukturen und Gemeinschaft erleben, dazu ein breit gefächertes schulisches Angebot, Freizeit- und Therapiemöglichkeiten – stationär, teilstationär und ambulant.

Reittherapie ist fester Bestandteil des Programms. Therapeutisches Reiten war hier früher nur in der Reithalle möglich. Dank der Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung verfügt der Strüverhof jetzt über einen Longierzirkel im Freien. So spüren die Kinder bei der heilpädagogischen Arbeit mit dem Pferd Sonne, Licht und Wärme – und das fördert neben der Widerstandskraft die Entspannung. Langsam bauen sie Vertrauen zu den Pferden auf: die Augen schließen und den Pferdehals umarmen, rückwärts reiten, bäuchlings auf dem Pferderücken liegen. Die Erfahrung mit und auf dem Pferd macht die Kinder konzentrierter, ruhiger und aufgeschlossener. Pferde begegnen Menschen mit Behinderung genauso wie Menschen ohne Behinderung. Ihnen ist es egal, ob jemand dünn ist oder dick, sprechen kann oder im Rollstuhl sitzt.

Wenn die Jugendlichen selbst longieren, loten sie aus: Was muss ich tun, damit das Pferd ausweicht? Wo und wann bleibt es stehen? Das Pferd reagiert sofort. Und die jungen Menschen erleben: Mein Handeln hat unmittelbare Auswirkungen. Ich trage Verantwortung. Zur Therapiestunde gehört übrigens auch die Pferdepflege. Den Atem des Tieres spüren, das warme Fell anfassen: Diese sinnlichen Erfahrungen sind wichtig für die Entwicklung. Wenn die Kinder den Ponys Zöpfchen flechten oder beim Füttern Karotten halten, sind das für sie kleine Rituale, in denen alles Gute liegt: Sorge für andere Lebewesen, Vertrauen, Halt, Geborgenheit.

www.strueverhof.de

Kneipp-Gesundheit im Kindergarten

Ein neuer Waschraum für die Kinder von St. Barbara

Kneipp? Klar: Wassertreten! Im katholischen Kneipp-Kindergarten St. Barbara in Geseke-Langeneicke wird aber nicht nur geplanscht … Der Kindergarten legt seinen Fokus auf das Gesundheitsbewusstsein. Alle Erzieherinnen haben an der Weiterbildung „Kneipp-Gesundheitskonzept für Kitas“ teilgenommen.

Los geht’s – typisch für Kneipp – mit Wasseranwendungen. Klar, dass die Kinder dabei großen Spaß haben: Mit Wasserschüsseln und Waschlappen werden sie spielerisch mit den sogenannten Güssen vertraut gemacht. Schnell wissen sie, wie es geht: Hose hochkrempeln, Strümpfe aus und dann ab ins kalte Wasser, zackig von einem Wasserbottich in den nächsten. Ein Klacks für die Kinder aus dem St. Barbara Kindergarten – immerhin war’s beim Schnee-Treten im Winter noch viel kälter!

Anfangs mussten die Erzieherinnen für die Anwendung täglich Bottiche schleppen. Anstrengend – und provisorisch. Viel schöner wäre doch ein kneippgerechter Waschraum mit Wohlfühlatmosphäre! Ein Wunsch, der mithilfe einer Spende der Karl Bröcker Stiftung wahr wurde: Mit zwei Arm-Kneipp-Becken, einem großen Fußbecken und der Initiative vieler Menschen ist ein wunderschönes Badezimmer entstanden.

Auch die weiteren vier Säulen der Kneipp-Philosophie kommen zum Einsatz. Spielerische Bewegung, seelisches Wohlbefinden, Umgang mit der Natur im eigenen Kräutergarten, gesunde Ernährung: Die Kräuter aus dem Hochbeet kommen in den leckeren Kräuterquark. Die Kinder lernen, verantwortlich mit ihrer Gesundheit umzugehen. Und: Sie sind viel seltener krank und erholen sich schneller als ihre Altersgenossen.

Im Mai 2017 erhielt die Kita das Gütesiegel „Vom Kneippbund e. V. anerkannte Kindertageseinrichtung“.

Beratungs- und Betreuungsstelle in Tschechien (Cheb)

Möglichkeit zum Schutz und Rückzug für Kinder und Jugendliche

Seit 1994 engagiert sich Karo e. V. gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Ziel des Vereins ist es, Kindern und Jugendlichen, die psychische, physische oder sexuelle Gewalt erfahren haben, Schutz und Hilfe zu bieten.

Die Beratungsstelle des Karo e. V. „Maria P.“ im tschechischen Cheb dient als Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Strukturen: der familiäre Hintergrund desolat, geprägt von Gewalt, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch. Hier finden die Kinder einen sicheren Rückzugsort, Essen, Ruhe, Raum für Körperpflege und Austausch in vertrauensvoller Atmosphäre. Raum, einfach Kind zu sein. Hier finden sie verlässliche Ansprechpartner, zu denen sie trotz der tabuisierten Probleme Vertrauen aufbauen

Menschen, die ihnen zuhören, mit denen sie über ihre Gefühle sprechen können – so erfahren die Sozialarbeiter von gewalttätigen sexuellen Übergriffen, die sie dokumentieren und, wenn möglich, an die zuständigen Behörden weiterleiten. Und sie helfen: durch Krisenintervention, weiterführende Beratung und intensive Einzelgespräche.

Die Beratungsstelle bietet einen Schutzraum, unterstützt bei Behördengängen und Anzeigenerstattung. Und sie hilft nicht nur Kindern, sondern auch deren Müttern. Diverse positive Freizeitaktivitäten helfen Kindern und Müttern auf ihrem Weg in ein gewaltfreies Leben: Tanz, Bewegungs- und Entspannungsprogramme, auch mit speziell sexualpädagogischer Ausrichtung zur körperlichen wie emotionalen Stabilisierung. Die Karl Bröcker Stiftung übernimmt bei diesem Projekt die Personalkosten.

www.karo-ev.de

Leseförderung

Von Lesefrust zu Leselust

„Arufe beme Arsete“, liest Bibi vor. Nein – das ist keine Fremdsprache. Bibi liest drei deutsche Wörter: „auf dem Ast“. Aber sie hört eben bei jedem „a“ ein „r“ mitschwingen, jedes „f“ klingt für sie mit einem „e“ aus, genauso beim „s“ und „t“. Und die Buchstaben „d“ und „b“ kann man nun wirklich leicht verwechseln … Rund zehn Prozent der Grundschulkinder in Deutschland können am Ende der vierten Klasse nicht richtig lesen.

Kinder mit Leseschwierigkeiten quälen sich mühsam von Wort zu Wort. Sie können Buchstaben und Laute nicht richtig zuordnen oder erfassen die Silbenstruktur der Wörter nicht. Falsche Lesestrategien, die sich beim „normalen“ Vorlesen nur verfestigen. Klar, dass diese Kinder das Lesen von Texten vermeiden, wo sie können. Niemand würde von einem Erwachsenen erwarten, dass er ein Buch in einer Fremdsprache, die er nur ansatzweise beherrscht, mit großem Vergnügen liest. Und genauso geht es diesen Kindern.

Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt in Lippstadt Initiativen an zwei Grundschulen, um solche Leseschwächen individuell zu beheben. Lesetrainer erkennen die falsche Lesestrategie und entwickeln für jedes Kind einen passenden Trainingsplan. Das Ziel ist: mindestens eine 3 im Lesen. Erste Erfolge stellen sich schon nach einigen Wochen ein. Und wenn es am Ende der Grundschule darum geht, welche weiterführende Schule besucht werden soll, schaffen die Kinder nach einem Jahr Leseförderung im Schnitt eine ganze Stufe mehr.

Und das Lesen? Macht endlich Spaß!
Weitere Grundschulen in Lippstadt werden von der Dr. Arnold Hueck-Stiftung unterstützt.

Kletterwand für die Don Bosco Schule

Wo wir sind, ist oben!

Die Mädchen und Jungen der Don Bosco Schule bekommen ihre Klettergurte angelegt. Kein Ding, sie klettern nicht das erste Mal! Aber neuerdings an ihrer eigenen Kletterwand. Klettern ist ein Ganzkörpersport: gut für die Motorik. Gut für den Kopf, denn die Kraxler müssen nachdenken, wie sie Körper und Kräfte am besten einsetzen. Und gut für die soziale Kompetenz: Eben haben sie sich noch auf dem Schulhof gestritten – jetzt sichern sie sich gegenseitig. Absolutes Vertrauen im Kletterteam.

Die Karl Bröcker Stiftung hatte schon in früheren Jahren der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ermöglicht, eine Kletter-AG anzubieten. 2017 hat die Stiftung dann die schuleigene Kletterwand finanziert. 4500 Euro steuerte der Schützenverein Dedinghausen bei.

Inzwischen sind rund zwei Drittel des Kollegiums an der Kletterwand fortgebildet, das Interesse ist groß. Und die Wirkung auf die Schüler? Ungeheuer! Motorik, Selbstwertgefühl und Persönlichkeit werden gefördert. Denn zum Klettern gehören immer zwei: Einer klettert, einer sichert. Die Förderschüler tragen also eine Verantwortung, die ihnen sonst kaum je zugetraut wird. Sogar verhaltensauffällige Kinder nehmen ihre Aufgabe ernst, sichern vorbildlich und konzentriert.

Die Kinder und Jugendlichen überwinden Ängste, steigern ihr Selbstwertgefühl, meistern Herausforderungen trotz körperlicher Beeinträchtigungen. Woche für Woche wird hier aus Einzelkämpfern, die selbst schnell hoch hinaus wollen, ein Team. Die größte Belohnung: die Abschlussfahrt! Die jungen Gipfelstürmer erklimmen das Warsteiner Klettergebiet Hillenberg: Hier nutzen sie alles, was sie in der Halle gelernt haben. Und genießen Erfolg und Glücksmomente gemeinsam.

www.donboscoschule.de

Zukunft schaffen

Paten helfen unbegleiteten Flüchtlingen in Hannover

Vertrauen aufbauen, Alltagssorgen vergessen, Gemeinschaft erleben: IKJA e. V. (Internationaler Kultureller Jugend Austausch) vermittelt Paten für unbegleitete geflüchtete Jugendliche. Die Karl Bröcker Stiftung unterstützt diese wichtige Initiative.

Jugendliche, die allein, ohne Familie Deutschland als Geflüchtete erreichen, erhoffen sich hier Schutz und eine neue Lebensperspektive in Frieden und Sicherheit. Viele haben Traumatisches erlebt, waren lange Zeit allein und schutzlos unterwegs. Sie vermissen ihre Familie und müssen sich in einer neuen Kultur zurechtfinden: mit fremder Sprache und fremden Regeln.

Diese jungen Menschen in Not möchten sich integrieren, sich eine Zukunft aufbauen und unsere Gesellschaft bereichern – wenn sie die Chance dazu bekommen. Patenfamilien oder Lernpaten leisten hier einen unverzichtbaren Beitrag.

Patenfamilien binden junge Geflüchtete in ihr Familienleben ein und begleiten sie auf ihrem Weg: aufgeschlossen, sensibel und verlässlich. In welchem Umfang sie den Jugendlichen am Familienleben teilhaben lassen – das gestalten die Familien gemeinsam mit dem Patenkind selbst. In der Regel wohnen die Jugendlichen in einer betreuten Wohngruppe, bei entfernten Verwandten oder in einer Flüchtlingsunterkunft. Lernpaten helfen einmal wöchentlich beim Deutschlernen und beim Lernen für Schule und Ausbildung.

Die Paten werden professionell vorbereitet und begleitet: mit Austauschtreffen, Fortbildungen, bei Bedarf Supervision und Mediation. Die Initiative führt mit Jugendlichen und Paten vorab ausführliche Gespräche zum Kennenlernen, organisiert Treffen und gemeinsame Aktivitäten. Ein wichtiger Baustein – für den Lebensweg der geflüchteten Menschen und für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft.

www.ikja.eu

MINT zum Ausprobieren

Forscherboxen für die Astrid-Lindgren-Grundschule

Mit Brücken kennen sie sich aus! Rund zwei Dutzend Kinder der Astrid-Lindgren-Grundschule in Bad Westernkotten gehen seit der Forscher AG mit offenen Augen durch die Welt und halten Ausschau nach Brücken. Schließlich sind sie selbst Baumeister!

Auf spielerische Weise führt die Forscher AG die Grundschüler an Naturwissenschaften heran – vor allem an Physik, anschaulich und praktisch mit Experimenten. Wie viele Spielzeugautos trägt meine Fachwerkbrücke aus Pappe, bis sie sich durchbiegt? Welche Brücke ist stabiler: die mit den waagerechten Balken oder die mit den schrägen? Klar, natürlich die Brücke mit den schrägen Balken!

Eine Schulstunde pro Woche ist für die Forscher AG reserviert, unterstützt durch ein bis zwei Eltern. Eine Erweiterung des Lehrplans, die die Fähigkeiten der Kinder in den wichtigen MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik stärkt.

Alle nötigen Experimentier-Materialien liefern die sogenannten Forscherboxen, die sich mit verschiedenen Aspekten von Wissenschaft und Technik befassen. Mit diesem Material probieren die Kinder ihre Ideen aus – optimal, um sie in ihrem Verständnis naturwissenschaftlicher Phänomene zu unterstützen. Alle Kinder einer Klasse experimentieren gleichzeitig. Außerdem in den Boxen: umfangreiches Unterrichtsmaterial mit Aufgaben zu den Experimenten, die Kinder bearbeiten können. Aufbauanleitungen für Stationen und Experimente und viel Fachwissen helfen auch fachfremden Lehrern, sich an die Themen heranzutrauen.

Dank der Unterstützung der Karl Bröcker Stiftung bietet die Grundschule inzwischen auch Forscherboxen zu „Magnetismus“, „Schall – was ist das?“ sowie „Schwimmen und Sinken“. So können die Forscherinnen und Forscher der Klassen 1 bis 4 auch in diesen spannenden Bereichen experimentieren, ausprobieren und begreifen!

www.alg-bw.de

Hausaufgabenbetreuung in Lippstadt

Schluss mit Frust!

Bei den Hausaufgaben brauchen Kinder mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Familien intensivere Hilfe. Doch gerade sie sind in ihren Familien damit meist auf sich allein gestellt. Hier hilft die Hausaufgabenbetreuung des Sozialdienstes Katholischer Frauen in Lippstadt: Eine pädagogische Fachkraft begleitet und unterstützt die Grundschulkinder – und natürlich auch deren Eltern bei Fragen und Verständnisschwierigkeiten.

Inzwischen hat sich die Hausaufgabenbetreuung im Bewohnerzentrum Am Rüsing zu einem gern und regelmäßig genutzten Angebot entwickelt. Hier können sich die Mädchen und Jungen ihren Aufgaben widmen – mit liebevoller, fachkundiger Hilfe und in entspannter, gemütlicher Atmosphäre. Das Wohngebiet gilt als benachteiligt, vielen der Familien, die hier wohnen, fällt es schwer, ihre Kinder beim Erledigen der Hausaufgaben selbst zu unterstützen – aus den unterschiedlichsten Gründen.

Die Karl Bröcker Stiftung hilft, den großen Wunsch dieser Familien nach einer Hausaufgabenbetreuung für ihre Kinder zu erfüllen. An vier Tagen pro Woche steht jeweils für zwei Stunden eine Fachkraft den Kindern zur Seite, die sie fachkundig und geduldig beim Erledigen der Hausaufgaben unterstützt. Mehr noch: Die Betreuung bietet den Kindern einen Ort, an dem sie in Ruhe arbeiten können, wo ihre Fragen und Sorgen Gehör finden, aber auch einen festen Rahmen und Struktur. Denn die Betreuer prüfen zum Beispiel auch die Vollständigkeit und Ordnung des Tornisters. Vom Rechnen, Schreiben, Lesen oder Lernen von Gedichten und Zahlenreihen bis hin zur Klärung von Fragen zu Sachkunde und Religion – hier findet alles, jede und jeder Platz.

Crash-Kurs Deutsch

Sprache lernen im Tandem

Zwölf Stunden Deutsch pro Woche auf dem Stundenplan? Für Kinder mit Migrationshintergrund, die die deutsche Sprache gar nicht kennen, ist dieser intensive „Crash-Kurs“ eine riesige Hilfe – nicht nur, um möglichst schnell in eine Regelklasse wechseln zu können. Sondern auch, um Anschluss zu finden, Gemeinschaft und Freundschaft zu erleben.

Der „Crash-Kurs Deutsch“ ist eine Klasse für Fünft- bis Zehntklässler ohne deutsche Sprachkenntnisse an der Kopernikusschule in Lippstadt. Ziel der Vorbereitungsklasse ist es, den Schülerinnen und Schülern ausreichende deutsche Schrift- und Sprachkenntnisse zu vermitteln, damit sie nach maximal zwei Jahren in eine Regelklasse wechseln können.

Also beginnt der Kurs mit dem Lese-Schreib-Lehrgang. Auch der sonstige Unterricht in Mathematik, Naturwissenschaften, Gesellschaftslehre, Sport und Kunst dient vorrangig dem Erlernen der deutschen Sprache. Arbeitsstunden ermöglichen den Kindern, Erlerntes zu vertiefen, anzuwenden und zu übertragen.

Das Besondere: Dabei werden sie von Lehrern und Ergänzungskräften begleitet. Das sind die sogenannten Tandems. Denn die Schülerinnen und Schüler bringen die unterschiedlichsten Voraussetzungen und Vorkenntnisse mit. Die Erfahrungen der Lehrkräfte während früherer Schuljahre haben gezeigt, dass diese Form des Unterrichts – im Tandem – hilft, die Sprachförderung so individuell wie nötig zu gestalten. Einige der Kinder benötigen eine intensivere Sprachbegleitung.

Für die Tandembildung braucht es jedoch zusätzliche Mitarbeiter – Kosten, die die Schule selbst nicht tragen kann. Hier hilft die Karl Bröcker Stiftung. Zwei Ergänzungskräfte unterstützen die Schüler im Unterricht: individuelle Förderung im Lerntempo jedes einzelnen Kindes.

www.kopernikusschule.de

Medizinische Hilfe für Kinder in Eritrea

Unterstützung bei der Entsendung von Ärzteteams

Eritrea ist eines der ärmsten Entwicklungsländer. Jährlich kommen hier rund 1200 Kinder mit einem Herzfehler zur Welt. Ein Todesurteil, wenn Hilfe ausbleibt.
Aus einem alten, leer stehenden Militärkrankenhaus unter zum Teil abenteuerlichen Umständen entstand ein internationales Operationszentrum für Kinder. Auf Bitten des Chefarztes des eritreischen Kinderkrankenhauses baute das Team 2003 eine Neonatologie, eine Neugeborenen-Intensivstation, direkt neben dem OP-Zentrum. Zuvor verstarben 95 Prozent der Frühchen. Inzwischen überleben 85 bis 95 Prozent der kleinen Patienten.

Ermöglicht wurden diese Projekte im Wesentlichen durch Spendengelder der Karl Bröcker Stiftung, zunächst in Kooperation mit dem Hammer Forum, einem ehrenamtlichen Engagement für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Diese Zusammenarbeit wurde ab 2010 zusätzlich mit dem neu gegründeten Verein Archemed – Ärzte für Kinder in Not e. V. fortgesetzt. Weitere Projekte, die die Stiftung in Eritrea unterstützt, sind das Waisenhaus in Asmara und eine Neugeborenen-Intensivstation in Keren, 90 Kilometer nördlich von Asmara.

Jedes Jahr finanziert die Stiftung die Entsendung speziell ausgebildeter Ärzteteams. Auch aktuell war wieder ein Spezialisten-Team für zwei Wochen in Asmara. Die Warteliste mit herzkranken Kindern ist lang. Eine ärztliches Team sucht bei einer Voruntersuchung die dringendsten Fälle heraus: Kinder, die sonst keine Chance auf Heilung hätten. Dann kommen die Spezialisten; sie operieren täglich 12 bis 14 Stunden, oftmals bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und sie bilden vor Ort einheimisches Personal aus – nachhaltige humanitäre Hilfe, die bleibt, wenn die deutschen Teams wieder zurückfliegen müssen. Ihr Lohn ist der Erfolg: Die meisten Kinder erholen sich schnell nach den Eingriffen. Sie haben endlich die Chance, ein gesundes Leben zu führen.

www.archemed.org

Sommerfest

Komm an Bord! Die Karl Bröcker Stiftung lädt ein

Wasser von oben und unten? Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern! Am 1. Juli 2017 lud die Karl Bröcker Stiftung Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Angehörigen zu einem unbeschwerten Tag ein: Sommerfest an und auf der Lippe!

Floß ahoi! In vier Gruppen bauten die kleinen Seebären Flöße – auf ganz unterschiedliche Weisen: aus gewaltigen Fässern und Holzbrettern, aus Lkw-Reifen und sogar aus aufgeblasenen Luftballons! Alle Teams paddelten unter selbst entworfener Flagge auf verschiedene Spielstationen los – hier erwartete sie zum Beispiel ein Angelspiel und ein stimmungsvoller Wasser-Snoezelen-Bereich.

Bis sich alle zum großen Finale trafen: der Bergung des Schatzes. Und was war drin? Natürlich Wasserbomben! Ebenso bombig war die Laune – niemand ließ sich den Spaß vom Wetter vermiesen.

Jedes Jahr richtet die Karl Bröcker Stiftung ein Sommerfest für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien aus. Immer unter einem neuen Motto. Die Feste bieten einen unvergesslichen Tag lang alles, was zu einer Mottoparty für Kinder und Jugendliche dazugehört: Bewegung, Spielen, Basteln, Kostümieren, Schminken, Abenteuer und ganz viel Spaß. Zum Beispiel 2015: Unter dem Motto „Auf dem Rummelplatz“ erlebten die Gäste einen Tag voller Zauberei, mit Clowns, Karussells und Wahrsagerin. Seifenblasen und Popcorn-Duft in der Luft und das herrlich schräge „Umtata“ der Drehorgel. Zauberer Otti ließ Kuscheltiere verschwinden – um sie gleich wieder hervorzuzaubern.

Wenn die Stiftung ins „Abenteuerland“ einlädt wie beim Sommerfest 2014, dann erkunden kleine Forscherteams Wiesen und Wälder, suchen und finden Schätze – und die Rollifahrer erobern den Hochseilgarten! Natürlich immer unterstützt durch ein Team professioneller Helfer.

Beim Sommerfest 2013 tanzten die Kinder „im Rhythmus um die Welt“. Überall Musik! Sambatrommeln entführten sie nach Brasilien. Nebenan tanzte ein buntes Trüppchen zu karibischen Rhythmen unter einer geschmückten Stange hindurch: Limbo! Und weiter in die USA: Hip-Hop. Im Schwungtuch oder auf dem Bungee-Trampolin hoben die Gäste ab. Das schulte Gleichgewicht und Rhythmusgefühl – aber was noch viel wichtiger war: Es sorgte für riesigen Spaß. Zum Abschied gab’s eine Rumbarassel als Souvenir. Und einen Abschiedstanz: Kinder, Eltern, Freunde – alle tanzten mit.

Freizeitprogramm für Kinder mit Handicap

Mach mit!

Zoo- und Kinobesuche, gemeinsames Spielen, Basteln, Kochen, Sporttreiben oder Tanzen: All das ist für Kinder und Jugendliche ohne Behinderung eine Selbstverständlichkeit. Für behinderte Kinder hingegen sind diese einfachen Freizeitaktivitäten große Erlebnisse. Denn um unbeschwert miteinander Freizeit erleben zu können, brauchen sie Begleitung und Unterstützung. Und das erfordert Organisation und motivierte Betreuer. Bowling, Kegeln, Fußball pöhlen, gemeinsam Pizza essen oder Waffeln backen: Für Kinder und Jugendliche mit Behinderung sind dies Geschenke, in denen Ideen und Engagement, Einfühlsamkeit, Verantwortung und finanzielle Unterstützung stecken.

Ein solches Paket hat die Karl Bröcker Stiftung gemeinsam mit der Lebenshilfe Lippstadt gepackt: Das Projekt „Mach Mit“ bietet behinderten Kindern und Jugendlichen aus der Region seit vielen Jahren regelmäßig Sport ohne Leistungsdruck, kleine Ausflüge in die Natur und große Tagesexkursionen, zum Beispiel zum Fußballspiel, zum Weihnachtsmarkt oder zur Kirmes. Alle backen, spielen, quatschen und chillen gemeinsam. Und alle tanzen! Von Disco bis Bauchtanz: Da verwandeln sich Mädchen in orientalische Prinzessinnen …

Das aktuelle Programm gibt’s auch im Netz: www.lebenshilfe-lippstadt.de, „Mach mit“.

Patenschaftsprojekt

Schutz und Entlastung für Kinder psychisch kranker Eltern

Wenn ein Elternteil psychisch erkrankt, ist dies für die gesamte Familie eine belastende und krisenhafte Lebenssituation. Die erkrankten Eltern sind durch ihr Leiden kaum in der Lage, ihrem Kind Zuwendung und Verlässlichkeit zu vermitteln, Geborgenheit und Anregungen zu geben, Regeln und einen strukturierten Tagesablauf vorzuleben. Das kostbare Gefühl von Sicherheit und ein wertvolles Stück Kindheit gehen verloren.

Die Zahl der psychischen Erkrankungen nimmt seit Jahren zu: 3,8 Millionen Kinder leben in Deutschland mit einem psychisch erkrankten oder suchtkranken Elternteil. Eine erschreckende Zahl, die das Unsichtbare in unserem unmittelbaren Umfeld sichtbar macht.

Was bedeutet das für diese Kinder? Sie sind verunsichert, entwickeln Ängste, Schuld- und Schamgefühle, denn sie beziehen die Krankheit auf sich und übernehmen häufig selbst die Rolle der Eltern. Eine Aufgabe, die sie heillos überfordert.

Wenn Eltern eine seelische Krise durchleben, brauchen ihre Kinder unsere Hilfe. Jemanden, dem sie ihre Ängste und Sorgen anvertrauen können. Jemanden, zu dem sie eine stabile, unbelastete, vertrauensvolle Beziehung aufbauen und mit dem sie unbeschwert Spaß haben können – um einfach Kind zu sein. Die Karl Bröcker Stiftung finanziert  seit Oktober 2013 ein Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern der Ambulanten Jugendhilfe des SKM Lippstadt (Sozialdienst Katholischer Männer e. V.) und seit 2017 ein Projekt des Lebensfarben – Hilfen für Kinder und Jugendliche e. V. aus Wiehl im gesamten Oberbergischen Kreis. Geschulte, ehrenamtliche Paten unterstützen die Kinder und werden dabei selbst professionell begleitet.

Als feste und zuverlässige Bezugsperson außerhalb des Elternhauses bieten die Paten den Kindern Schutz und Entlastung in ihrer schweren familiären Situation – bevor die Kinder Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Dabei entscheiden sich die Kinder, Eltern und Paten freiwillig und auf Basis gegenseitiger Sympathie für die langfristige Zusammenarbeit. Mut machen ist ein guter Anfang!

www.skm-lippstadt.de
http://www.lebensfarben-oberberg.de

Stiftung

„Zukunft für Kinder“ – das ist der Leitsatz der Karl Bröcker Stiftung.

Kinder sind die Zukunft! Und dennoch gibt es viele Kinder und Jugendliche ohne Chancen auf ein glückliches, freies Leben, auf Sicherheit, Gesundheit und Bildung.

Ihnen zu helfen ist Ziel und Aufgabe der Karl Bröcker Stiftung.

Ziele

Wir schenken Kindern Zukunft

Die Karl Bröcker Stiftung mit Sitz in Lippstadt hat sich 1999 gegründet. Seitdem haben wir zahlreiche Projekte und Einrichtungen gefördert und ins Leben gerufen. Dabei beschränken wir unsere Unterstützung nicht auf eine Stadt oder Region. Die Karl Bröcker Stiftung hilft dort, wo die Hilfe benötigt wird – im In- und Ausland.
Wir unterstützen Kindergärten, Schulen, medizinische und therapeutische Einrichtungen. Den Schwerpunkt legen wir dabei auf Bildungs- und Therapieprojekte. Die Karl Bröcker Stiftung ist da, wo Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen: Sie schenkt Kindern und jungen Menschen mit Behinderung Selbstvertrauen und Chancen– und Erlebnisse, die sie  glücklich machen, unbeschwerte Momente bei spannenden Aktionen und fantasievollen Festen. Außerdem fördert die Stiftung die wissenschaftliche Erforschung von Krankheiten, unter denen Kinder leiden – auch in Deutschland.

Um diese Ziele und Projekte zu verwirklichen, benötigt die Karl Bröcker Stiftung finanzielle Mittel. Diese setzen sich aus dem Stiftungsvermögen und Zuwendungen zusammen.

Stiftungsvermögen

Das Stiftungsvermögen der Karl Bröcker Stiftung ist breit gefächert. Die größte Position ist der Aktienanteil an der Sedus Stoll AG, einem Unternehmen mit familiengeführten Wurzeln und sozialer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Dafür stehen die Karl Bröcker Stiftung und die Stoll VITA Stiftung als Hauptaktionäre.
Darüber hinaus gibt es einige Kapitalanlagen, die zum Teil auch den Stiftungszweck und Leitgedanken „Zukunft für Kinder“ erfüllen.

 

Historie

Ein Blick in die Vergangenheit – und viele Blicke in die Zukunft!

1962 gründete der Unternehmer Karl Bröcker in Geseke die Gesika Büromöbelwerke. Das Familienunternehmen entwickelte sich erfolgreich und setzte von Beginn an auf soziales Engagement, zunächst unter Karl Bröcker, der die Leitung des Unternehmens dann an seine Tochter Renate übergab. Renate Bröcker führte das Werk im Sinne Ihres Vaters weiter – bis sie 1998 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Jetzt zeigte sich der Weitblick, der dieses Familienunternehmen und ganz besonders Renate Bröcker auszeichnete: Denn die junge Frau hatte in ihrem Testament verfügt, dass ihr Vermögen in eine Stiftung fließt, die den Namen ihres verstorbenen Vaters tragen soll. So gründete sich 1999 die Karl Bröcker Stiftung.

Gleiche Chancen für alle!

Renate Bröcker wollte Lebensperspektiven schaffen, gerade auch für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Karl Bröcker Stiftung war ihr eine Herzensangelegenheit. Und eine Herzensangelegenheit ist sie bis heute allen in der Stiftung aktiven und mit der Stiftung verbundenen Menschen.

 

 

Wir sind überzeugt: Die Kinder von heute gestalten die Zukunft von morgen. Und wir helfen ihnen dabei.

Renate Bröckers Engagement und Weitblick bestimmen das Handeln der Verantwortlichen in der Stiftung bis heute. Das Unternehmen Gesika Büromöbelwerke wurde im Jahr 2003 in die Sedus Stoll AG eingebracht und firmiert seitdem unter Sedus Systems GmbH. Damit wurde garantiert, dass es bis heute Büromöbel aus Geseke gibt.

Über Uns

Die Menschen hinter der Karl Bröcker Stiftung

Die Organe der Karl Bröcker Stiftung sind der Beirat und der Vorstand.

Beirat:
Sparkassenbetriebswirt Werner Blanke, Vorsitzender
Dipl.-Ing. Andrea Wisk
Carsten Walter

Ehrenamtlicher Vorstand:
Dipl.-Ing. Susanne Brandherm

Operatives Team:
Doris Bernert
Diplom-Betriebswirt Melanie Rieke

Spenden

Helfen Sie mit! Mit Ihrer Hilfe kann die Karl Bröcker Stiftung hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in Deutschland und aller Welt noch besser unterstützen. Ihre Unterstützung wirkt zu 100 Prozent, denn sämtliche Kosten der Karl Bröcker Stiftung werden durch Erträge des Stiftungsvermögens gedeckt. So kommt jeder Cent Ihrer Spende direkt und ohne Abzüge hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen zugute – garantiert!

Ausfüllen, abschicken, helfen!

Mit Ihrer Spende auf unser Spendenkonto schaffen Sie Zukunft für Kinder:

Karl Bröcker Stiftung
Volksbank Beckum Lippstadt eG
IBAN: DE79 4166 0124 0780 1214 44
BIC: GENODEM1LPS

Schenken Sie Zukunft: Wünschen Sie sich eine Spende!

Sie feiern Geburtstag oder ein rundes Jubiläum?

Zeigen Sie soziales Engagement und helfen Sie mit, Kindern eine Zukunft zu geben. Bitten Sie einfach Freunde, Bekannte, Verwandte oder Geschäftspartner Ihnen keine Geschenke mitzubringen, sondern „Zukunft für Kinder“ zu schenken: mit einer Spende an die Karl Bröcker Stiftung.

Sie haben Fragen rund um die Unterstützung? Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihren Anruf!

02941 204 8289

 

Anträge

Wenn Sie Fragen haben – rufen Sie uns an!
Wir beraten Sie gern persönlich.

Doris Bernert und Melanie Rieke

 

Wir nehmen Ihren Antrag formlos entgegen. Trauen Sie sich, auch wenn Sie kein auf Hochglanz poliertes Konzept haben: Gerade kleine, regionale Engagements können oft so viel bewegen.

Die Karl Bröcker Stiftung fördert Projekte und Initiativen gemeinnütziger Organisationen. Haben Sie Verständnis dafür, dass die Stiftung in der Regel keine Fördermittel an einzelne Privatpersonen vergibt.

Bitte stellen Sie Ihren Antrag in schriftlicher Form. Beschreiben Sie kurz Ihr Projekt. Folgende Punkte sollten in Ihrer Beschreibung enthalten sein:

  • Was ist Ziel des Projekts?
  • Wer führt das Projekt durch?
  • In welchem Zeitraum ist die Durchführung geplant?
  • An welchem Ort findet das Projekt statt?
  • Welche Kommunikations-Maßnahmen (Öffentlichkeitsarbeit) sind geplant?

Fügen Sie der Projektbeschreibung einen Kostenplan bei, also eine Einschätzung der Gesamtkosten und die Höhe des beantragten Bedarfs. Und bitte teilen Sie uns auch mit, ob es schon weitere Sponsoren oder Unterstützer gibt.

Aktuelles

Termine und neue Projekte

Schneeweiß inmitten der sommerlich grünen Natur: Der „Parkzauber“, Lippstadts Aktionswochenende vom 15. bis 17. Juni 2018, beginnt mit einem abendlichen Diner en blanc, einem Picknick in Weiß inmitten der herrlichen Kulisse des Grünen Winkels, einer Parkanlage im Herzen der Stadt. Seit 2010 unterstützt die Karl Bröcker Stiftung das nicht kommerzielle, offene Projekt. Rund 7000 Besucher werden auch 2018 wieder erwartet – zu drei Tagen voller Information und Unterhaltung für Eltern, Kinder, Jugendliche, Senioren, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aller Generationen, kurz: für alle!
Nach dem Diner am Freitag steht der Samstagnachmittag ganz im Zeichen der Kinder: Abenteuerinseln, ein Ritterlager und ein Piratenschiff sowie Mitmachaktionen laden Kinder und Jugendliche zum Ausprobieren, aktiven Gestalten und Spaßhaben ein. Am Sonntag ist dann der große Familienmarkt: mit Beratungs- und Infoständen, Live-Bühnenprogramm, Vorführungen, weiteren Mitmachaktionen und Floßfahrten.

Die Einladungen zum diesjährigen Sommerfest der Karl Bröcker Stiftung sind versandt. Wir freuen uns auf einen tollen Tag mit Euch!

Eine alleinerziehende junge Mutter macht eine Fortbildung – das ist wichtig für sie und die Zukunft ihrer kleinen Familie. Aber wie soll sie es da schaffen, ihren Sohn mittags von der Grundschule abzuholen? LiFaBIs helfen! Eine ehrenamtliche Lippstädter Familienbegleiterin holt den Jungen ab und kümmert sich um ihn, bis seine Mutter nach Hause kommt. Sympathie und Vertrauen sind die Basis.

Familie und Beruf zu vereinbaren ist eine große Herausforderung – umso mehr für Alleinerziehende, die kein tragfähiges Netzwerk in Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft haben. Diese jungen Familien zu fördern ist das Ziel der Lippstädter FamilienbegleiterInnen. LiFaBIs unterstützen dort, wo Hilfe im Alltag gebraucht wird. Ein männlicher LiFaBI spielt Fußball mit einem 14-jährigen Jungen, dem ein männlicher Part in der Familie fehlt. Eine weibliche LiFaBI besucht das einzige Mädchen in einem vierköpfigen „Männerhaushalt“, wo Mädchenfragen sonst einfach zu kurz kommen.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) organisiert das Projekt seit September 2014, bringt Familien, die Begleitung wünschen, und engagierte LiFaBIs zusammen, schult und qualifiziert die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Alles beginnt mit einer Kennenlernphase, um auszuloten:

Sind wir auf einer Wellenlänge? Passen wir zueinander? Erst wenn das klar ist, wird der Vertrag abgeschlossen, der festlegt, in welchem Umfang Unterstützung gewünscht und gegeben wird. Bei Fragen und Problemen stehen hauptamtliche Ansprechpartnerinnen zur Verfügung, außerdem tauschen sich die LiFaBIs regelmäßig bei informellen Treffen aus. Ganz wichtig ist die Grundhaltung der LiFaBIs: nicht ihr eigenes Lebenskonzept übertragen, sondern die Familie so wertschätzen und anerkennen, wie sie ist. Und sie dabei unterstützen, eigenverantwortlich ihren Weg zu gehen.

Kontakt

Zukunft für Kinder
Lipperoder Straße 11
D-59555 Lippstadt

Tel. +49 2941 204 8289
E-Mail: info@karl-broecker-stiftung.de

* Hierbei handelt es sich um ein Pflichtfeld.